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Die beste Hochschulart gibt es nicht

Studienbotschafter zu Besuch am ASG Laichingen

Die Studienbotschafter am Laichinger Gymnasium.
Die Studienbotschafter am Laichinger Gymnasium.
ASG

Laichingen sz Fünf Ausbildungs- und Studienbotschafter aus Baden-Württemberg haben vor Kurzem für drei Schulstunden das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Laichingen besucht. Taner Pula, Marlen Riegler, Sarah Scheible, Dennis Junginger und Dino Preberg vermittelten Schülern einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten nach dem Abitur und gaben Tipps und Erfahrungsberichte mit auf den Weg. Bericht von den Schülerinnen Carolin Dorm und Maria Schertling.

Erster und wichtigster Punkt der Veranstaltung war das Thema der Interessenfindung: Es sei wichtig, die eigenen Vorlieben, Interessen, aber auch seine Stärken und Schwächen herauszufinden. Oft könne es dazu durchaus hilfreich sein, sich mit Außenstehenden, zum Beispiel mit Familie und Freunden, über die individuell passenden Zukunftsmöglichkeiten auszutauschen und sich fremde Meinungen einzuholen. Es gibt heute allerdings auch andere Wege, um den passenden Studiengang beziehungsweise die passende Ausbildung zu finden, beispielsweise Online-Tests (was-studiere-ich.de) oder die Berufsberatung an der Schule oder in Zentren wie der Agentur für Arbeit Ulm.

Die Erläuterung der fünf verschieden Hochschularten in Baden-Württemberg zeigte uns deren unterschiedliche Schwerpunkte, Studiendächer und den jeweils variierenden Praxisanteil auf. Ergebnis: Es gibt nicht die grundsätzlich beste Hochschulart, sondern jeder muss für sich individuell die beste Hochschule finden.

Worauf es bei der Bewerbung an Hochschulen oder Betrieben ankommt, erklärten uns die Botschafter anhand von persönlichen Erfahrungen. Es sei vor allem wichtig, sich über Fristen an den Hochschulen zu informieren und diese unbedingt einzuhalten, um überhaupt eine Chance auf einen Platz zu bekommen.

Überbrückungsmöglichkeiten?

Was bei vielen von uns Jugendlichen auch extrem großes Interesse weckte, waren die Überbrückungsmöglichkeiten zwischen Schulabschluss und Studien-/Ausbildungsbeginn. Einige zeigten Interesse an einem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ), andere planten eine längere Reise. Laut den Botschaftern kann „so eine Auszeit dazu beitragen, dass man sich selber besser kennen lernt. Das kann einem sehr weiter helfen, nicht nur bei der Berufsorientierung. Und natürlich ist so eine Erfahrung besser, als eine Lücke im Lebenslauf“.

Über die speziellen Anforderungen, Arbeitsmethoden und Inhalte in den Studiengängen/Ausbildungen der Studien- und Ausbildungsbotschafter erfuhren wir dann mehr in kleinen Fragerunden in unterschiedlichen Räumen, die wir selbst gestalten konnten. Vertreten waren die Studiengänge „Molekulare Ernährungswissenschaft“, „Medien- und Kommunikationswissenschaft“, „Lehramt Englisch und katholische Theologie“ und die Ausbildungsberufe „Finanzassistent“ und „Kaufmann/-frau Büromanagement“. Natürlich konnten die fünf Botschafter nicht alle individuellen Fragen zu jeglichen Ausbildungen und Studiengängen beantworten, aber es wurden viele hilfreiche, grundsätzliche Themen wie zum Beispiel die Organisation und Finanzierung eines Studiums durch Stipendien oder ähnliches besprochen.

Nach einem Schlusswort der verantwortlichen Lehrer ging die Veranstaltung, die im Rahmen des BoGy (Beruforientierung an Gymnasien) stattgefunden hatte, mit vielen neuen Erkenntnissen und vor allem unterhaltsamen aber auch lehrreichen persönlichen Ansichten und Erfahrungen der Botschafter zu Ende.

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