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Die Donau tritt in Tuttlingen über die Ufer


In Möhringen wurde aus der Donau ein See.
In Möhringen wurde aus der Donau ein See.
Philipp Herzog

Tuttlingen dh/sz Soviel Wasser hat die Tuttlinger Donau selten gesehen: Ende vergangener Woche trat sie über die Ufer, am Freitag erreichten die Pegel ihre Höchststände. In Tuttlingen rettete die Polizei am Samstag einen 26-Jährigen aus der Donau, größere Sachschäden blieben aus.

In Tuttlingen erreichte das Wasser an der Messstelle Espenbrücke in Möhringen fast die 3,50-Meter-Marke: 3,495 Meter registrierte die Hochwasserzentrale des Landes. Zum Vergleich: Beim Donau-Hochwasser 1990 wurden dort 4,01 Meter registriert.

Ursache seien diesmal vor allem starke Regenfälle im Schwarzwald und die vergleichsweise hohen Temperaturen der vergangenen Tage, besonders an Silvester, gewesen, analysiert Jürgen Hieber vom Tuttlinger Wetterzeiger. Diese hätten in der Feldberg-Region zur Schneeschmelze geführt, „und davon kriegen die Donau-Zuflüsse Brigach und Breg auch was ab“, so Hieber. Dank des Rückhaltebeckens in Wolterdingen, sei die Gegend in und um Tuttlingen aber glimpflich davon gekommen.

Tatsächlich hatten Polizei und Feuerwehr kaum hochwasserbedingte Einsätze. Einige Keller liefen voll und wurden ausgepumpt, auch die Kleingärten hinter dem Tuttlinger Bahnhof standen teilweise unter Wasser. In Möhringen übten sich am Freitag zwei junge Männer Anfang 20 im Hochwasser-Surfen – was Feuerwehr und Polizei aber unterbanden. Der Tuttlinger Bauhof sperrte schon vorsorglich mehrere Unterführungen ab – unter anderem an der Groß Bruck oder unter der Bundesstraße. Auch Teile des Parkplatzes auf dem Festplatz waren zeitweise gesperrt.

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