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Deutsche Meisterschaft erweitert das „Lightweight Uphill“

Deutsche Meisterschaft erweitert das „Lightweight Uphill“
Deutsche Meisterschaft erweitert das „Lightweight Uphill“

Markdorf li In der Szene der Hobbyradler hat sich das „Lightweight Uphill“ in den vergangenen fünf Jahren längst zu einem Selbstläufer entwickelt. Eines hat Roland Hecht, den Initiator des Bergzeitfahrens am Höchsten, aber immer ein bisschen gewurmt: dass dieses Rennen in der Profiszene bisweilen etwas belächelt worden ist. Mit der sechsten Auflage des „Lightweight Uphill“ am 23. Juli soll sich das ändern, denn zum ersten Mal werden am Höchsten Deutsche Meistertitel vergeben.

Wichtig ist Hecht aber zu betonen, dass im Mittelpunkt weiterhin die Hobbyradler stehen sollen, „denn sie haben das Lightweight Uphill zu dem gemacht, was es ist“ – eine erfolgreiche Breitensportveranstaltung, die bis zu 800 Teilnehmer aus der ganzen Republik und zum Teil aus dem Ausland anlockt. Um den Stellenwert der Freizeitsportler zu unterstreichen, hat das Organisationsteam beschlossen, den Hauptpreis nicht mehr an die tagesschnellste Frau und den tagesschnellsten Mann zu vergeben, sondern unter allen Teilnehmern der Hobbyklassen zu verlosen: je einen Satz Lightweight-Laufräder bei den Frauen und bei den Männern. „Das ist jetzt quasi ein Treuepreis“, sagt Hecht. Anreiz für die Lizenzfahrer ist nun stattdessen eben der Deutsche Meistertitel.

Wie viele Lizenzfahrer sich für die DM anmelden werden, bleibt noch abzuwarten. Hecht rechnet mit 250 bis 450 und geht davon aus, dass vor allem viele U23-Fahrer an den Start gehen werden, weil die DM Berg erfahrungsgemäß eine gute Plattform ist, um sich mit guten Platzierungen für ein Profi-Team zu empfehlen. Attraktiver für die Zuschauer wird das gesamte Event nicht nur durch den höheren sportlichen Stellenwert, sondern auch dadurch, dass die Finalrennen der DM in den einzelnen Kategorien als Jagdrennen ausgetragen werden. Das heißt: Die Teilnehmer starten in der Reihenfolge ihrer Platzierungen im vorangegangenen Qualifikationslauf. Der Schnellste zuerst, dann der Zweite im Abstand seines Rückstands aus der Qualifikation, dann der Dritte und so weiter. Dadurch könnte es auf dem Berg richtige Zielsprints geben, und der Erste, der ins Ziel kommt, ist dann auch tatsächlich der Gewinner – anders als beim Einzelzeitfahren.

Da insgesamt mehr Starter auf die Strecke geschickt werden als in den Vorjahren, wird das Startintervall von 20 auf 15 Sekunden verkürzt. Aus Rücksicht auf die Anwohner der 8,3 Kilometer langen Strecke zwischen Urnau und der Gipfelkreuzung auf dem Höchsten liegt das Limit für „Lightweight Uphill“ und Deutscher Meisterschaft bei insgesamt 1100 Teilnehmern. „Ansonsten müssten wir das Zeitfenster für die Sperrung der Strecke verlängern. Das wollen wir den Anwohnern aber nicht zumuten“, sagt Roland Hecht.

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