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Trossingen
Lokales

Der Pfarrer kommt mit seinem Harem

Bei der Gemeindefasnet von St. Theresia wird ökumenisch und märchenhaft gefeiert
Die Drei vom Gaißengässle“ dargestellt von Sigrid Kohler, Edel Samson und Elke Restat, sind bestens informiert.
Silvia Müller

Trossingen sz Bereits in den 1970er Jahren hat der damalige Pfarrer Rohr Trossingen aus dem fastnächtlichen Dornröschenschlaf geholt indem er die Gemeindefasnet der katholischen Kirchengemeinde St. Theresia ins Leben gerufen hat. Aus den einfachen Anfängen ist längst eine gut organisierte fröhliche – ökumenische – Fasnetsveranstaltung geworden. Seit 15 Jahren organisiert von Sigrid Kohler, die zusammen mit Edel Samson und Elke Restat auch einen Programmpunkt beisteuert.

Den Auftakt macht der Trossinger Orientexpress, mit den Familien Böck, Zeidler, Kohler und Thomas Winterhalder. Sie stimmen das Publikum im voll besetzten Saal auf das Tempo des Abends ein und verbreiten gleich gute Stimmung. Ob dann „Tante Emma aus der Uhlandstraße“, gegeben von Ines Rabus, Erika und „Herbert auf der Bank“, verkörpert von den Ministranten Melissa Zeidler und Alexander Kohler oder „Die Drei vom Gaißengässle“ dargestellt von Sigrid Kohler, Edel Samson und Elke Restat, ihre Vorträge zum Besten geben, das Publikum ist aufmerksam und amüsiert sich köstlich.

Die Jungs vom Orientexpress liefern den Programmpunkt „Aber dich gibt’s nur ein-mal für mich“ auf ihre ganz eigene Weise ab. Auch die Mitglieder des Familienkreises mit ihrem Mülltonnensong sind super drauf. Und zwar Zahlreich und mit einer ganz tollen Choreographie.

Bei „Opas Gymnastikstunde“ müssen Edel Samson und Siegbert Fetzer feststellen, dass es nicht so ganz einfach ist, einer Gymnastikstunde im Radio zu folgen.

Unbestrittener Höhepunkt des Abends jedoch ist Pfarrer Thomas Schmollinger mit dem Kirchengemeinderat und dem Pastoralteam als Scheich mit seinen Haremsdamen. Kritiker mögen ja den zölibatären Lebensstil eines katholischen Pfarrers kritisieren, die Probleme eines Scheichs mit seinem Harem sind aber auch nur bedingt erstrebenswert. Aber deshalb heißt es ja „Märchen aus 1001 Nacht“.

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