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Das erste Rennen seit sechs Jahren

Trossinger Stock-Car-Club richtet am Wochenende in Horgenzell ein Autocrossrennen aus

Trossingen/Horgenzell sz Die Rennstrecke steht, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, das Feintuning kommt noch heute und dann kann es in Absenreute bei Zogenweiler in der Gemeinde Horgenzell (Kreis Ravensburg) losgehen. Am Wochenende, 12. und 13. August, findet nämlich auf dem Feld von Magnus Finsterle das erste Autocrossrennen in der Gemeinde statt. Ausgerichtet wird es vom Stock-Car-Club Trossingen (SCCT).

Der Vereinsvorsitzende des SCCT, Horst-Dieter Straub, freut sich riesig, dass sein Verein endlich wieder ein Rennen ausrichten kann. „Wir sind überglücklich. Wir sind voll unter Strom, ein Wahnsinnsereignis“, sagt der 61-Jährige. 2011 fand das letzte Rennen, organisiert vom SCCT, auf der Trossinger Heimstrecke in der Teufelsgurgel statt. Seither hat der Verein immer wieder versucht, einen Ort für seine Veranstaltungen zu finden - leider nie erfolgreich. Doch schlussendlich klappte es 2017 in Horgenzell. „Familie Schumacher aus Horgenzell ist Mitglied bei uns im Club und hat den Kontakt hergestellt“, berichtet Straub.

Zum Hintergrund: Den SCCT gibt es seit 1974, dessen Mitglieder laut Straub aus einem Radius von 250 Kilometer kommen. Zu Spitzenzeiten hatte der Verein 160 Mitglieder, heute ist es noch die Hälfte. Das hatte auch mit dem Verlust ihrer Rennstrecke in Trossingen zu tun, wie Straub erzählt. Auf einer alten Erddeponie haben sie ihre Rennstrecke gebaut, dann habe das Unternehmen Haas ihr Gelände gekauft und bebaut. „Seither sind wir auf der Suche nach einer neuen Heimat“, sagt Traub.

Bis zu 3000 Besucher erwartet

Für den Verein ist es quasi ein historisches Ereignis, jetzt wieder – im wahrsten Sinne des Wortes – durchstarten zu können. Erwartet werden zwischen 2000 und 3000 Besucher. Einmal seien zu einem Rennen in Trossingen mehr als 5000 Besucher gekommen, das war der Spitzenwert. Viele Besucher sind für die Vereinskasse wichtig. Denn so ein Rennen kostet ordentlich Geld: Mit Versicherungen und Vorbereitungen ist der Verein mit 18 000 Euro in Vorleistung gegangen.

Gefahren wird in 14 Klassen, auch einen Jugendlauf wird es geben. „Unser jüngster Fahrer ist 14 Jahre alt“, sagt der Vereinsvorsitzende und erklärt, dass beim Autocross schon Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren mitmachen können. Für die Zuschauer wird es spannend am Samstag ab 13 Uhr. Denn dann beginnt der erste Vorlauf. Am Sonntag findet der zweite Vorlauf statt, der bereits um 8.30 Uhr beginnt, nach einer Mittagspause um 12 Uhr starten um 13 Uhr die Finalläufe, anschließend ist Siegerehrung. Und Straub versichert: „Gefahren wird bei jedem Wetter. Das hier ist ein gutes Gelände. Wenn es regnet, dann regnet’s halt.“

Zum Rennen angemeldet haben sich bisher 81 Teilnehmer, aber der SCCT rechnet mit unangemeldeten Teilnehmern, sodass es letztendlich rund 90 Autos sein werden. Einer, der dabei sein wird, ist ein bekannter Name in der Szene: Wolfgang Eppler aus Oberteuringen mit seinem D Renault Alpine. Er tritt in Klasse 6 an.

Für Sicherheit ist während der Veranstaltung auch gesorgt. Sowohl für die Zuschauer als auch für die Rennfahrer. Die Strecke markiert mit einem Pflug aufgelockerte Erde, dann gibt es einen Sicherheitsabstand bis zu einem Bauzaun, um den herum sich das Publikum scharen kann. Zudem wird es zum Schutz der Fahrer Heuballen in den Kurven geben. Rettungskräfte sind für den Fall des Falles vor Ort. Wie schnell die Autos fahren, das kann Straub nicht sagen. „Kein Auto hat einen Tacho. Beim Autocross wird bei den Serienautos alles Brennbare ausgebaut, dann wird ein Rennsitz mit Gurten wie bei der Formel 1 eingebaut“, erklärt Straub. Er schätzt, dass manche Autos auf der langen geraden Strecke um die 100 km/h schnell werden können.

Und der Vereinsvorsitzende stellt klar, dass hier in Horgenzell nicht mit Stockcars gefahren wird. Der Vereinsname SCCT rühre nur daher, dass der Begriff Autocross bei der Gründung geschützt war. Doch der Verein wird so oder so einen neuen Namen bekommen, wenn er erst einmal eine neue Heimat gefunden hat, dann verschwindet nämlich auch Trossingen aus dem Namen.

Wie Autocross aussieht, sehen Sie im Video unter der folgenden Adresse:

www.schwaebische.de/autocross

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