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Ellwangen (Jagst)
Lokales

Das Ellwanger Gefängnis ist verkauft

Immobilie wurde von einem Investor aus Dinkelsbühl erworben – Gebäude soll zu einem Hotel umgebaut werden

Die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Ellwangen soll zum Hotel umgebaut werden. Ein Investor aus Dinkelsbühl hat das Gebäude gekauft.
Die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Ellwangen soll zum Hotel umgebaut werden. Ein Investor aus Dinkelsbühl hat das Gebäude gekauft.
Jan-Philipp Strobel

Ellwangen ij/rim Der Landesbetrieb Vermögen und Bau, Amt Schwäbisch Gmünd, hat die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Ellwangen an einen Investor aus Dinkelsbühl verkauft. Das hat die Pressestelle der Behörde am Donnerstagnachmittag in einer knapp gehaltenen Pressemitteilung bekanntgegeben.

Laut dieser Mitteilung beabsichtigt der Käufer, das leerstehende Gefängnis zu einem Hotel umzubauen. Dafür sollen über zwei Millionen Euro investiert werden. Da das ehemalige Gefängnis ein geschütztes Kulturdenkmal ist, müsse der Umbau „behutsam und in enger Abstimmung mit der Stadt Ellwangen als Denkmalschutzbehörde“ durchgeführt werden, heißt es.

Wer der Investor ist und wie viel Geld er für den Kauf der Ellwanger Justizvollzugsanstalt in die Hand genommen hat, wird nicht bekanntgegeben. Auch nicht, wann der Umbau starten soll.

In der Pressemitteilung wird nur noch knapp darauf verwiesen, dass der Käufer sich bei der öffentlichen Verkaufsausschreibung „mit dem höchsten Angebot“ durchsetzen konnte. Wie bei Immobilienverkäufen üblich, sei über die Höhe des Kaufpreises Stillschweigen vereinbart worden.

Eine telefonische Nachfrage blieb am Donnerstag ohne Ergebnis, die Pressestelle der Behörde war nicht mehr erreichbar.

1881 erbaut

Die ehemalige Ellwanger Justizvollzugsanstalt wurde 1881 von dem Architekten A. Wiegand zeitgleich mit dem benachbarten Amtsgerichtsgebäude erbaut und seitdem als Gefängnis genutzt. Im Frühjahr 2016 beendeten die Strafvollzugsbehörden die Nutzung der Liegenschaft als Gefängnis. Das Amt Schwäbisch Gmünd des Landesbetriebs Vermögen und Bau prüfte daraufhin, ob das Gebäude für die Landesverwaltung weiter genutzt werden könnte. Diese Prüfung hatte dann laut Behörden aber wohl ergeben, dass es zu teuer und damit „unwirtschaftlich“ gewesen wäre, das alte Ellwanger Gefängnis in ein zeitgemäßes und den Erfordernissen des Arbeitsschutzes entsprechendes Behördengebäude umzubauen.

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