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Bundestagskandidaten stellen sich Fragen in Sigmaringen

SZ veranstaltet Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl – Jugendliche diskutiert mit

Die Bürger wählen in zwei Wochen einen neuen Bundestag. Dazu veranstaltet die „Schwäbische Zeitung“ eine Podiumsdiskussion im Foyer der Stadthalle.
Die Bürger wählen in zwei Wochen einen neuen Bundestag. Dazu veranstaltet die „Schwäbische Zeitung“ eine Podiumsdiskussion im Foyer der Stadthalle.
Archiv: Arne Dedert/dpa

Sigmaringen sz Eine Talkrunde zur Bundestagswahl findet am Montag, 11. September, um 19 Uhr im Foyer der Sigmaringer Stadthalle statt. Zugesagt haben die Direktkandidaten der sechs Parteien, denen bei der Bundestagswahl die größten Chancen zugerechnet werden.

Erstmals ist auch eine Vertreterin der Jugend mit auf dem Podium bei einer Diskussion zur Bundestagswahl: Maria Fröhlich, 21 Jahre alt, war bis vor kurzem noch Jugendleiterin bei den Ministranten und bei der Jugend des Deutschen Alpenvereins. Sie studiert im dritten Semester in Weingarten für das Grundschullehramt. Als gebürtige Sigmaringerin weiß sie, wie es ist im ländlichen Raum aufzuwachsen: „Es ist schwierig, wenn man mit der Schule fertig ist, in der Region zu bleiben, selbst wenn man möchte. Es gibt einfach nicht so viele Möglichkeiten“, sagt sie. Bei der letzten Podiumsdiskussion zur Landtagswahl hat sie auch die Jugend vertreten und mitmoderiert.

Sie vertritt bei der Podiumsdiskussion die Jugendlichen, die in Workshops zusammen mit Christine Brückner vom Kreisjugendring Fragen an die Kandidaten erarbeitet haben. Dabei standen vor allem die Themen Mobilität, Mitbestimmung und die EU-Politik im Vordergrund.

In zwei Wochen, am 24. September, wird gewählt. Um die Diskussionsrunde zu verjüngen und neue Themen aufs Podium zu bekommen, hat die „Schwäbische Zeitung“ ein neues Konzept ausgearbeitet und kooperiert mit Partnern: Neben dem Kreisjugendring als Dachorganisation der Jugendlichen im Kreis arbeiteten die OWB und Vertreter der katholischen Jugend sowie Kolping mit am Konzept.

Vorgelagert zur Talkrunde waren Workshops an Schulen im Kreis und ein Gespräch bei der OWB (wir berichteten). Vor allem die Jugendthemen, die dort gesammelt wurden, fließen in die Abschlussrunde am 11. September ein. Als zwei wesentliche Themen kristallisieren sich die Mobilität im ländlichen Raum und die Mitbestimmung heraus, erzählt Christine Brückner vom Kreisjugendring.

Beim Thema Mitbestimmung geht es den Jugendlichen auch um die Bildungspolitik. Sie wollen mehr Einfluss nehmen, damit ihre Kinder bessere Chancen haben, fasst Brückner die Ergebnisse der Workshops zusammen. „Viele der Jugendlichen wünschten sich mehr Infos und dachten bisher, dass sie zu jung wären, um sich einzubringen“, berichtet Brückner von einem Workshop an der Sigmaringer Bertha-Benz-Schule.

Kandidaten von sechs Parteien

Eingeladen wurden die Kandidaten aller vier im Bundestag vertretenen Parteien. Neben dem Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (CDU) aus Meßstetten sind dies Stella Kirgiane-Efremidou (SPD) aus Weinheim, Erwin Feucht aus Balingen (Bündnis 90/Die Grünen) und Claudio Wellington aus St. Gallen (Die Linken).

Da zwei weitere Parteien Chancen haben, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen, wurden auch Dirk Mrotzeck aus Hechingen (FDP) und Hans-Peter Hörner aus Hechingen (AfD) eingeladen. Alle sechs Kandidaten haben zugesagt.

Den Abend moderieren werden SZ-Redaktionsleiter Michael Hescheler (Sigmaringen/Meßkirch) und Kreisredakteurin Anna-Lena Buchmaier.

Nach derzeitigem Stand wird es bei der Talkrunde um Themen wie die Flüchtlings- und Europapolitik sowie um die Ärzteversorgung im Kreis Sigmaringen gehen. Die Leser haben die Möglichkeit, am Fragenkatalog für die Talkrunde mitzuarbeiten.

Wer möchte, dass sein Thema bei der Talkrunde diskutiert wird, schreibt am besten eine Mail an die Adresse

redaktion.sigmaringen@ schwaebische.de

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