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Lindau (Bodensee)
Lokales

Bund stellt Mittel für Elektrifizierung der Südbahn bereit

Der Bund hat wohl grünes Licht für die Südbahn gegeben.
Kästle

Lindau dapd Die Südbahn zwischen Ulm und Lindau kann nach jahrelangem Warten elektrifiziert werden. Das Bundesverkehrsministerium habe nach mehrjährigen Verhandlungen erstmals schriftlich zugesichert, ab 2015 Geld für das Gemeinschaftsprojekt von Bund, Land und Bahn zur Verfügung zu stellen, sagte eine Sprecherin des baden-württembergischen Verkehrsministeriums am Freitag in Stuttgart auf dapd-Anfrage und bestätigte damit einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“.

Damit sorge das Berliner Ministerium für eine direkte Anschlussfinanzierung nach der finanziellen Beteiligung des Landes. Dies geht den Angaben nach aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor.

Auf die Frage, wann das Geld fließen könnte, heißt es darin: „Die Bundesmittel sollen nahtlos ab dem Jahr 2015 bis zum Jahr 2017 zur Verfügung gestellt werden.“ Vorher sollen die Mittel, die das Land Baden-Württemberg bereitstellt, verbaut werden. Die Bundesregierung geht zudem davon aus, dass die Strecke früher fertig wird. „Sofern Baurecht im Jahr 2014 erlangt werden kann, könnte eine Inbetriebnahme der Gesamtstrecke im Jahr 2017 erfolgen“, hieß es beim Bundesverkehrsministerium weiter.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) zeigte sich erleichtert. „Damit scheint die endlose Geschichte folgenloser Ankündigungen ihr Ende zu finden“, zitierte die Zeitung den Politiker. Die im Landeshaushalt abgesicherte Bereitschaft, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, habe den Bund offenbar bewegt, das Projekt in Angriff zu nehmen.

Auf der Strecke zwischen Ulm und Lindau können bislang nur dieselgetriebene Lokomotiven fahren. Die Strecke soll elektrifiziert werden, um die Fahrzeiten zu verkürzen. Ziel ist zudem, im Personen- und Güterverkehr nach Österreich und in die Schweiz Alternativen zu schaffen.

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