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Bopfingen ist die Hochburg der AfD im Wahlkreis

Stark war die Wahlbeteiligung am Sonntag in Bopfingen.
Stark war die Wahlbeteiligung am Sonntag in Bopfingen.
Bernhard Hampp

Bopfingen sz 70,5 Prozent der Wahlberechtigten sind in Bopfingen zur Urne gegangen: Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber den schwachen 64,8 Prozent bei den vergangenen Bundestagswahlen im Jahr 2013. Wie bereits bei den Landtagswahlen 2016 konnte die AfD in der Ipf-Stadt ihr bestes Ergebnis im Wahlkreis einfahren. 17,4 Prozent der Zweitstimmen gingen an die Rechtspopulisten – bei der Landtagswahl waren es sogar 20,5 Prozent gewesen.

Stärkste Partei in Bopfingen bleibt die CDU, die allerdings von 50,9 auf 37,1 Prozent abrutschte. Lediglich in den Teilorten Unterriffingen (55 Prozent) und Kerkingen (51,75 Prozent) erreichte sie eine absolute Mehrheit.

Bei den Erststimmen hat CDU-Kandidat Roderich Kiesewetter mit 45,3 Prozent klar die Nase vorn – 2013 hatte er unter dem Ipf jedoch noch 60,6 Prozent der Erststimmen erhalten. SPD-Kandidatin Leni Breymaier bekam 21 Prozent der Erststimmen, AfD-Bewerber Ruben Rupp konnte 15,5 Prozent für sich verbuchen.

Die Sozialdemokraten rutschten in Bopfingen beim Zweitstimmenergebnis von 22,6 auf 19,1 Prozent ab und konnten ihren zweiten Platz knapp vor der AfD verteidigen. Zugewinne verzeichnete nicht nur die FDP, auch Grüne und Linke konnten leicht zulegen. Die Alternative für Deutschland wurde besonders stark in Aufhausen (19,4 Prozent) und Oberdorf (18,6 Prozent) gewählt. In den beiden Wahlbezirken der Bopfinger Kernstadt erhielt sie 18,5 und 19,4 Prozent. Das schwächste Ergebnis bekam die AfD in Baldern mit 11,9 Prozent. In diesem Teilort bekamen die Grünen mit 11,4 Prozent ihr höchstes Bopfinger Ergebnis. Auch auf der anderen Seite des Ipfs, in der Nachbargemeinde Kirchheim, holte die rechtspopulistische Partei mit 15,1 Prozent ein im Wahlkreis-Vergleich hohes Ergebnis.

Langjährige Wahlhelfer beobachteten eine starke Mobilisierung der Wähler in Bopfingen: Dass die Wähler den ganzen Tag über in so großer Zahl in die Wahllokale strömten, habe man seit vielen Jahren nicht mehr beobachtet.

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