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Biberacherin spielt in „Fack ju Göhte 3“ mit

Die 19-Jährige aus Mittelbiberach spricht am Samstag im Traumpalast über ihre Erlebnisse am Set der Komödie
Alina Welser (Dritte von links) spielt in „Fack ju Göhte 3“ die Rolle einer Schülerin an der Goethe-Gesamtschule.
Alina Welser (Dritte von links) spielt in „Fack ju Göhte 3“ die Rolle einer Schülerin an der Goethe-Gesamtschule.
Privat

Biberach sz Knapp vier Millionen Menschen haben in Deutschland bislang den dritten Teil von „Fack ju Göhte“ gesehen – und damit auch die 19-jährige Alina Welser. Zwischen mündlicher und schriftlicher Abiturprüfung am Pestalozzi-Gymnasium in Biberach ist sie nach München gereist, um für die Komödie mit Elyas M’Barek in der Hauptrolle zu drehen. „Ich selbst habe den Film noch nicht gesehen“, sagt die Mittelbiberacherin. Von ihren Erfahrungen am Filmset berichtet sie am Samstag, 11.November, im Traumpalast.

Sie moderiert im Freien Radio in Stuttgart, ist Programmbeiratsvorsitzende bei BigFM, gehört dem Vorstand der Jugendpresse Baden-Württemberg an und möchte im kommenden Jahr International Management in Koblenz studieren – wer mit Alina Welser spricht, merkt schnell: der Tag der jungen Frau müsste eigentlich 30 Stunden haben.

Spaßige Drehpausen

Doch mit diesen Tätigkeiten ist sie nicht ausgelastet, seit Neuestem hat sie die Schauspielerei für sich entdeckt. Derzeit ist Alina Welser in der Rolle einer Schülerin in „Fack ju Göhte 3“ zu sehen. „Ich war eine Stammkomparsin, hatte also keine Sprechrolle, gehörte aber dennoch fest zum Team“, erzählt die Nachwuchsschauspielerin. In dem Streifen spiele sie eine „hübsche Tussi mit blonden, gelockten Haare an einer Assi-Schule“. Mit Letzterem ist die fiktive Goethe-Gesamtschule in München gemeint.

Acht Tage lang stand sie im Sommer dieses Jahres vor der Kamera – acht Tage, die es in sich hatten. „Ein Drehtag dauerte gerne einmal bis zu 13 Stunden“, sagt Alina Welser. Sie ist in mehreren Szenen zu sehen, wie zum Beispiel in jenen, in welchen der Lehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) im Drogenrausch der Schülerin Chantal (Jella Haase) hinterherjagt, Kunstprofessoren die abgedrehten Werke der Schüler bewundern oder ein Junge im Superhelden-Outfit mittels einer Drohne über den Schulhof schwebt. „An der Drohnen-Szene haben wir zwei Tage lang gedreht. Jedes Detail musste stimmen“, schildert Alina Welser. „Das Licht muss passen, dann muss nachgeschminkt werden und dann sollte noch jeder an der richtigen Position stehen.“

Wie aufwendig die Entstehung der einzelnen Szenen ist, die in der Endfassung des Films nur wenige Minuten dauern, hat die Mittelbiberacherin am meisten beeindruckt. „Ich dachte, einzelne Bilder werden in zwei Einstellungen gedreht und dann ist gut. Aber teilweise hat ein Bild bis zu 13 Stunden gedauert.“ Anders, als es die Klatschblätter vermittelten, habe sie am Set keine glamouröse Schauspielerwelt erlebt: „Der Druck ist hoch. Denn die Zeitfenster sind eng getaktet.“ Trotzdem sei auch Gelegenheit für Scherze gewesen: „Die Schauspieler, welche die Rollen der Schüler von Herrn Müller spielen, haben auch in den Pausen ihre Späße gemacht.“ Während der Drehtage habe sie eine familiäre, teils etwas aufgekratzte Stimmung erlebt. „Katja Riemann war total nett und bodenständig. Sie hat uns Komparsen auch bei der Gestaltung der Szenen miteinbezogen“, schildert die 19-Jährige. „Die Stars des Films sind ganz normale Menschen.“

Einfach war der Weg ans Set von „Fack ju Göhte 3“ nicht. „Ich habe 15 E-Mails pro Tag geschrieben, um überhaupt in eine Schauspielagentur hineinzukommen. Und für die Rolle der ,Stammschülerin’ musste ich ein Casting durchlaufen“, so Alina Welser. Sie selbst hat für sich den Entschluss gefasst, die Schauspielerei „auf keinen Fall hauptberuflich zu machen.“ Das Konkurrenzdenken sei ihr auf Dauer zu anstrengend.

Schwäbisch ist ein No-Go

Trotzdem hat sie Blut geleckt. Im Roadmovie „Vielmachglas“ mit Matthias Schweighöfer ist Alina Welser das Double von Jella Haase. „Ich habe die gleichen Maße wie sie, weshalb ich ausgewählt wurde. Das war ein lustiger Zufall. Erst sahen wir uns am Set von Fuck ju Göhte und kurz darauf bei Vielmachglas.“ Eine Sprechrolle ergatterte sie im ZDF-Film „Die Venus im vierten Haus“ mit Adele Neuhauser in der Hauptrolle. Dafür musste Alina Welser Sprechunterricht nehmen: „Schwäbisch ist ein absolutes No-Go.“

Den dritten Teil von „Fack ju Göhte“ hat die 19-Jährige noch nicht gesehen, weil sie in London war. „Dort läuft der Film nicht im Kino“, sagt sie. Umso mehr freue sie sich auf die Vorstellung im Traumpalast.

Von ihren Erfahrungen am Filmfest berichtet Alina Welser am Samstag, 11. September, im Traumpalast. Ab 20 Uhr wird die Komödie „Fack ju Göhte 3“ gezeigt, das Filmgespräch findet im Anschluss statt.

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