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Ostrach
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Bei der Feuerwehr wird ein Rettungswagen stationiert

Gemeinsame Planung für Gerätehaus, Büchbühlhalle und Kindergarten – Zwei Workshops zur Bürgerbeteiligung

Das Feuerwehrgerätehaus in Ostrach ist knapp 40 Jahre alt, sanierungsbedürftig und zu eng.
Das Feuerwehrgerätehaus in Ostrach ist knapp 40 Jahre alt, sanierungsbedürftig und zu eng.
Josef Unger

Ostrach sz Die Gemeinde Ostrach will das Areal rund um die Buchbühlhalle neu überplanen. Sowohl die Buchbühlhalle, als auch das Feuerwehrgerätehaus sind sanierungsbedürftig. Außerdem soll der Kindergarten am Buchbühl einen Anbau erhalten, wenn der Bedarf an der Betreuung von unter Dreijährigen in Ostrach weiter steigt. Außerdem will das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Ostrach dauerhaft einen Rettungswagen stationieren. Dafür sollen im Bereich der Feuerwehr die notwendigen Räume geschaffen werden.

Vor drei Jahren habe sich der DRK-Kreisverband Sigmaringen an den Ortsverband Ostrach gewandt mit dem Anliegen, probeweise einen Rettungswagen in Ostrach stationieren. Damit sollte getestet werden, ob eine Versorgungslücke im südlichen Landkreis geschlossen werden kann. „Provisorisch kamen der Rettungswagen und seine Besatzung in den Räumen des Ortsverbands unter“, berichtet Bürgermeister Christoph Schulz. Inzwischen ist die Testphase abgeschlossen. Weil sie positiv verlaufen sei, sei das DRK nun gemeinsam mit der Gemeinde auf der Suche nach einem geeigneten Platz für den Rettungswagen. In den näheren Fokus sei schließlich das Gelände beim Feuerwehrgerätehaus gerückt. „Die Nähe zur Feuerwehr macht Sinn“, sagt Schulz.

Feuerwehrgerätehaus ist zu klein

Doch auch das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ostrach ist zu eng geworden und nach knapp 40 Jahren sanierungsbedürftig. „Wir haben zu wenig Platz“, sagt Kommandant Eugen Kieferle. Für fünf Fahrzeuge und zwei Anhänge stehen der Feuerwehr nur vier Fahrzeugboxen in der Garage zur Verfügung, sodass die Fahrzeuge hintereinander eingeparkt werden. Außerdem mangelt es an einer richtigen Umkleide: Die Spinds stehen derzeit in der Fahrzeughalle. Weil die Feuerwehr Ostrach in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist, benötige sie außerdem Sozialräume, einen größeren Schulungsraum und eine größeren Raum für die Funkzentrale.

„Unser Wunsch sind weitere vier Garagen“, sagt er. Hinzu kommt, dass das Gebäude, das 1980 eingeweiht wurde, eine grundlegende Sanierung nötig hat. Beispielsweise ist das Dach undicht. Denkbar sei auch, dass das Gerätehaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird. „Wie es letztendlich mal aussehen wird, hängt ganz davon ab, was bei den weiteren Planungen und der Kostenermittlung herauskommt“, sagt er.

Die Buchbühlhalle soll in die Planungen ebenfalls miteinbezogen werden. „Im Kernort fehlt ein Versammlungsraum für 100 bis 150 Leute“, sagt Bürgermeister Christoph Schulz. „Es wäre eine Möglichkeit, solch einen Raum im Bereich der Buchbühlhalle zu bauen.“ Geld für Planungen diesbezüglich hat der Gemeinderat im diesjährigen Haushalt bereitgestellt.

Anbau ist mittelfristig geplant

Auch der Kindergarten am Buchbühl soll voraussichtlich einen Anbau erhalten. „Zur Zeit steigt der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren“, sagt Schulz. „Spätestens mittelfristig wollen wir am Kindergarten am Buchbühl auch eine Gruppe für unter Dreijährige einrichten.“ Bisher gebe es in Ostrach zwei Kleinkindgruppen im Kindergarten St. Monika, eine dritte Gruppe für Kinder unter drei Jahren erhält nun der Kindergarten St. Pankratius, die vierte Kleinkindgruppe bekäme dann der Kindergarten am Buchbühl. „Es macht immer Sinn, solche Gruppen auf die verschiedenen Einrichtungen zu verteilen, damit die Kinder innerhalb der Einrichtung in die Gruppe für über Dreijährige wechseln können“, sagt er. Doch bevor die Pläne für diesen Anbau konkreter werden, wolle die Verwaltung die Entwicklung der Kinderzahlen genau anschauen.

„Bevor wir irgendwo anfangen, wollen wir ein Konzept für das gesamte Areal aufstellen. Wir hoffen, dass sich dadurch Synergien bei der Nutzung ergeben“, sagt Schulz. Die einzelnen Schritte könnten später zwar nach und nach angegangen werden, doch sei es wichtig, dass die Planung aus einem Guss ist. Im Rahmen der Planungen soll es auch eine Bürgerbeteiligung geben. Dazu sind zwei Workshops geplant. „In einem ersten Schritt wollen wir die jetzigen Nutzer der Buchbühlhalle einladen, etwa die Vereine und die Arge (Arbeitsgemeinschaft Ostracher Vereine), die die Bewirtung in der Halle übernimmt, eventuell noch die Erzieherinnen und die Feuerwehr. Der zweite Workshop soll offen sein für alle Bürger. Beide Termine sind noch diesen Herbst, entweder im Oktober oder November, geplant. „Es gibt noch keinen Beschluss, aber wir untersuchen es, um Zahlen auf dem Tisch zu haben“, sagt Schulz.

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