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Lindau (Bodensee)
Lokales

Bei Elektrizitätsgenossenschaft läuft alles rund

Jahresüberschuss erwirtschaftet – neue Konzessionsverträge abgeschlossen

EGS-Vorstandsvorsitzender Rudolph Guggemos (rechts) ehrt langjährige Mitglieder mit einem Präsent. Von links: Oskar Bihler (30 Jahre), Richard Schielin (40 Jahre) und Horst Weiß, der für seine Frau Theresia (40 Jahre Mitglied) das Präsent entgegennimmt. Nicht auf dem Bild sind Alfred Kern (50 Jahre), Anton Rief, Johann Heitinger, Walter Müller, Josef Hohl und Peter Steinacher (alle 40 Jahre), Elisabeth Stiefenhofer und Anton Rothenhäusler (beide 30 Jahre). Foto: Maria Luise Stübner
EGS-Vorstandsvorsitzender Rudolph Guggemos (rechts) ehrt langjährige Mitglieder mit einem Präsent. Von links: Oskar Bihler (30 Jahre), Richard Schielin (40 Jahre) und Horst Weiß, der für seine Frau Theresia (40 Jahre Mitglied) das Präsent entgegenn

Hergensweiler sz Ein Jahresüberschuss von rund 200 000 Euro, eine Dividendenausschüttung von sechs Prozent auf die Geschäftseinlagen und eine auf 4,4 Millionen Euro angewachsene Eigenkapitaldecke: Die Elektrizitätsgenossenschaft Schlachters (EGS) hat ihren Mitgliedern bei der Mitgliederversammlung „ein erfolgreiches und stabiles Geschäftsjahr“ präsentieren können.

Auch die Tendenz 2017 sei positiv, unterstrich Betriebsleiter Dieter Matheis. Das sei ein sehr erfreuliches Ergebnis, stellte auch Vorstandvorsitzender Rudolph Guggemos vor den knapp 40 Mitgliedern fest, die ins Landhaus „Sonne“ in Hergensweiler gekommen waren und die Ausführungen mit Beifall bedachten. Sie stimmten einmütig der vom Vorstand vorgeschlagenen Verwendung des Überschusses zu: 170 000 Euro gehen in die Instandhaltungsrücklagen, gut 17 000 Euro in den Gewinnvortrag, knapp 13 000 Euro in die Dividentenauszahlung. „Sechs Prozent, wo kriegt man das noch?“, freute sich Heinz Fritz über den Ertrag bei den Einlagen. Seiner Empfehlung zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat kamen die Mitglieder einstimmig nach. Aufsichtsratsvorsitzender Oskar Bihler hatte zuvor über die gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses berichtet. Er hob die äußerst vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Betriebsleitung hervor und stattete auch den Mitarbeitern seinen Dank ab. Ohne diese gute Zusammenarbeit wären solche Ergebnisse nicht möglich, so Bihler. Ein gutes Jahresergebnis 2016 kann auch die EGS-Dienstleistungs-GmbH vorweisen, die unter anderem für die Stadtwerke Lindau arbeitet. Bei einer Bilanzsumme von 439 000 Euro hat sie einen Gewinn von knapp 12 000 Euro erwirtschaftet. Vorstandsvorsitzender Guggemos konnte noch etwas Erfreuliches verkünden: Die neuen Konzessionsverträge mit den VG-Gemeinden Hergensweiler, Sigmarszell und Weißensberg sind inzwischen unter Dach und Fach. Die Verträge treten am 1. Januar 2018 in Kraft und haben eine Laufzeit von 20 Jahren. „Das bietet uns eine gewisse Sicherheit“, sagte Guggemos mit Blick in die Zukunft der Genossenschaft. Sein Dank für die gute Zusammenarbeit ging an die drei Bürgermeister, darunter den anwesenden Hergensweilerer Rathauschef Wolfgang Strohmaier.

Im nächsten Jahr wird die Genossenschaft hundert Jahre alt.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen gab es einstimmige Ergebnisse: In den Vorstand wiedergewählt wurde Josef Bayer, in den Aufsichtsrat Timo Fritz und Werner Schmid. Einen festen Platz bei den Mitgliederversammlungen der Genossenschaft, die im nächsten Jahr ihr hundertjähriges Bestehen feiern kann, haben die Ehrungen. Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde diesmal Alfred Kern geehrt. 40 Jahre in der Genossenschaft sind Anton Rief, Theresia Weiß, Richard Schielin, Johann Heitinger, Walter Müller, Josef Hohl und Peter Steinacher. Auf dreißig Jahre Mitgliedschaft können Elisabeth Stiefenhofer, Anton Rothenhäusler und Oskar Bihler zurückblicken. Schriftliche Anträge und Anfragen zur Mitgliederversammlung hatte es nicht gegeben. Ein mündliche Anfrage gab es von Johannes Schneider. Er wollte wissen, ob angesichts von der EGS bereits verlegter Leerrohre im Außenbereich eine Zusammenarbeit mit der Telekom angedacht ist, die den Breitbandausbau durchführen wird. Dieter Matheis antwortete, es sei gängige Praxis, dass die Telekom Versorger bezüglich der Nutzung von Leerrohren anschreibt.

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