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Bald singen die Könige wieder

Am 18. November beginnen die Proben für die Laupheimer Sternsingeraktion 2018
An der St. Mary’s Berufsschule in Ghana werden die Schülerinnen auch im Umgang mit dem Webstuhl unterrichtet.
An der St. Mary’s Berufsschule in Ghana werden die Schülerinnen auch im Umgang mit dem Webstuhl unterrichtet.
privat

Laupheim ry Sie künden von Jesu Geburt und sammeln für bedürftige Kinder in aller Welt: Vom 2. bis 5. Januar 2018 ziehen Mädchen und Jungen in bunten Gewändern als Sternsinger durch Laupheims Straßen. Am Samstag, 18. November, beginnen die Proben.

„Wir brauchen etwa 100 Kinder ab der ersten Grundschulklasse“, sagt Franziska Müller-Pichler vom Organisationsteam. „Jeder darf mitmachen, die Konfession spielt keine Rolle.“ Diese Woche besuchen die Organisatoren die Grundschule Bronner Berg und die Anna-von-Freyberg-Grundschule und berichten über die Sternsinger im Allgemeinen und die Aktion im Besonderen.

Wer Interesse hat mitzuwirken, kann sich beim katholischen Pfarramt (Telefon 07392/96360) informieren oder kommt einfach zum Probenauftakt am 18. November um 9.30 Uhr ins Katholische Gemeindehaus in der Mittelstraße. Insgesamt fünf Probentermine sind angesetzt, immer samstags von 9.30 bis 10.30 Uhr, der letzte am 16. Dezember. Geübt werden vor allem die Lieder, mit denen die Heiligen Drei Könige die frohe Nachricht von der Ankunft des Heilands verbreiten. Aber auch der Gesamtablauf wird besprochen und die Kinder hören von den Projekten, für die sie Spenden sammeln.

Die Probe am Samstag, 2. Dezember, wird mit einer Informationsveranstaltung für die Eltern der Sternsinger kombiniert. Sie sind zum Mithelfen bei der Aktion eingeladen, beim Ankleiden, Schminken und vor allem als Begleiter der Sternsingergruppen im Januar. „Keine Gruppe wird alleine losgeschickt“, betont Franziska Müller-Pichler. „Es ist immer ein Erwachsener dabei.“

Wenn jemand nicht an allen fünf Probenterminen dabei sein kann, sei das nicht schlimm, versichert Müller-Pichler – „Hauptsache, man kann am Ende die Lieder singen“. Im Januar können die Kinder an allen vier Tagen teilnehmen, wahlweise auch nur an zweien (2./3. oder 4./5. Januar). Die Gruppen sind jeweils von 16 bis gegen 20 Uhr im Stadtgebiet von Laupheim unterwegs.

Am 27. Dezember werden die Sternsinger im Gemeindehaus eingekleidet. Jeder darf sich aus dem Fundus sein eigenes Gewand zusammenstellen. Wer an diesem Tag nicht da sein kann, bekommt etwas zusammengestellt – es ist also kein Problem, wenn man zwischen den Jahren zum Beispiel beim Skifahren ist.

Die Aussendung erfolgt am 2. Januar mit einem Gottesdienst im Dreifaltigkeitskloster.

An Dreikönig, 6. Januar, ist Abschlussgottesdienst in der Marienkirche, danach Neujahrsempfang im Gemeindehaus. Dabei wird das vorläufige Sammelergebnis genannt.

Gesammelt wird für Projekte in Ghana und Bolivien

Auch 2018 sammeln die Laupheimer Sternsinger wie schon in den beiden Vorjahren für die St. Mary’s Berufsschule in Adeemra/Ghana und die Siedlung „20de Octubre“ in Cochabamba/Bolivien. In beiden Fällen handelt es sich um Projekte der Steyler Missionsschwestern – „da wissen wir, dass das Geld 1:1 in Übersee ankommt“, sagt Franziska Müller-Pichler vom Organisationsteam. „Wir wollen diese Projekte durchgängig bis zum Ende unterstützen, auf diese Weise kann nachhaltig geholfen werden. Nächstes Jahr sind dann neue Projekte an der Reihe.“

St. Mary’s Berufsschule in Adeemra, Ghana: In der von alten Traditionen geprägten Region legen viele Eltern auf die Schulbildung ih- rer Töchter keinen Wert. Hier setzt die St. Mary’s-Berufsschule an: Sie bietet jungen Mädchen die Chance auf eine Ausbildung in verschiedenen Branchen. Das Erlernen eines Berufs trägt bei ihnen entscheidend zur persönlichen Bildung und zu besseren Lebensbedingungen bei. Zur Schule gehört ein Internat; die Mädchen hätten sonst keine Möglichkeit, am Unterricht teilzunehmen. Der Bau des Wohnheims, das kurz vor der Fertigstellung steht, ist ein großes Projekt mit beachtlicher Finanzierungssumme.

In der Siedlung „20de Octubre“ in Cochabamba/Bolivien sind die meisten Frauen Analphabetinnen und nicht selten männlicher Gewalt ausgeliefert. Ein Steyler Projekt kümmert sich um sie und bietet Bildungskurse vom Sprachenunterricht bis zu Handarbeiten. Davon profitieren indirekt auch die Kinder: Wenn die Mutter etwas gelernt hat, so der Ansatz, wird sie es ihren Kindern vermitteln und sie zur Schule schicken.

Einen Teil der Spenden wollen die Laupheimer dieses Mal in einen Fonds des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ geben; das ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Aachen. Dieser Fonds unterstützt verschiedene Projekte zum Schwerpunktthema der Sternsingeraktion 2018: „Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“.

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