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BAG Bad Waldsee behauptet sich in schwierigem Umfeld

Vorstandswechsel verlief harmonisch – Hubert Bröhm folgte auf Paul Linz zum Jahresende

Frühjahrsgrün lässt auch den Siloturm der BAG am Stadtsee-Ufer freundlich erscheinen.
Frühjahrsgrün lässt auch den Siloturm der BAG am Stadtsee-Ufer freundlich erscheinen.
Rudi Heilig

Bad Waldsee sz In stürmischen Zeiten solide und gesund, so präsentierte sich die Raiffeisen Bezug + Absatz eG, Bad Waldsee – kurz BAG – bei der 97. Generalversammlung am Donnerstagabend den zahlreichen Mitgliedern und Kunden. Nach den Klängen der Musikkapelle Haidgau berichtete Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Wiedmann in der voll besetzten Stadthalle Bad Waldsee von einem leistungsstarken Geschäftsjahr. „Trotz Umsatzrückgang und Ertragseinbußen können wir mit dem Gesamtergebnis zufrieden sein“, so der Versammlungsleiter.

Reibungslos hat im Berichtsjahr ein Vorstandswechsel stattgefunden. Nach 25 Jahren erfolgreichem Einsatz beendete Paul Linz zum Jahresende seine Vorstands-Ära bei der BAG Bad Waldsee. Ab 1. Oktober konnte er seinen Nachfolger Hubert Bröhm aus Bodnegg in sein neues Amt einführen. Mit Beifall dankten die Mitglieder dem scheidenden Vorstand für sein Engagement zum Wohle der landwirtschaftlichen Genossenschaft.

„Zusammen mit unseren Landwirten hat die BAG Bad Waldsee mit Ertragsrückgängen zu kämpfen“, mit diesem Satz begann Vorstand Bröhm seinen Bericht über das Geschäftsjahr 2016. Am deutlichsten waren die Umsatzveränderungen beim erfassten Getreide spürbar, hier betrug der Rückgang gar 28 Prozent. Während der Futtermittelumsatz noch leicht gesteigert werden konnte, reduzierten sich aber die Düngemittel- und Pflanzenschutzumsätze. Günstige Preise im Mineralölbereich verringerten den Finanzumsatz um über zwei Millionen. Im Technik- und Baustoffbereich lagen sowohl Umsatz wie Ertrag im Plus. Trotz knallhartem Wettbewerb haben sich auch die Raiffeisenmärkte als stabil erwiesen.

In Bad Wurzach hat der Bau eines neuen Technikzentrums begonnen. Schon Anfang des Jahres 2017 konnte die neue Werkstatt als Teilabschnitt des Vorhabens bezogen werden. In Eisenharz wurde ein Lagergebäude zu einem Raiffeisenmarkt umgestaltet. Hier möchte die BAG die Chancen, welche sich durch den Wegfall eines Mitanbieters ergeben haben, konsequent nutzen.

Während sich das Waren-Rohergebnis nur unwesentlich geringer bei 9 430 000 Euro einpendelte, stiegen die Personalkosten um mehr als fünf Prozent. Dagegen konnten bei den Betriebs- und Fuhrparkkosten Einsparungen in Höhe von 140 000 Euro realisiert werden. Recht positiv haben sich die Ergebnisrücklagen entwickelt. Der Jahresüberschuss liegt mit 385 000 Euro um 191 000 Euro unter dem Niveau des Vorjahres. „Es ist das fünfhöchste Ergebnis in der Geschichte der BAG, das ist zufriedenstellend, aber nicht sehr gut“, so der neue Vorstand Bröhm.

Fast ausnahmslos Positives hatte Wirtschaftsprüfer Patrick Miczka vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband zu berichten. Zwar beinhalte eine überwiegend kurzfristige Finanzierung des Anlagevermögens Risiko, günstige Zinssätze sprechen aber dafür. Sein Fazit lautete: „Uns gefällt die Gesamtstruktur der BAG sehr gut, die Genossenschaft ist für die kommenden Jahre gerüstet.“ Wie in den Vorjahren beschlossen die Mitglieder eine Dividende von 2,75 Prozent auf die Geschäftsguthaben. Jeder Besucher der Versammlung bekam zudem einen Zehn-Euro-Gutschein, einlösbar in jeder Betriebsstelle der BAG, sowie eine kostenfreie Bewirtung.

Bürgermeister Volker Restle aus Horgenzell konnte eine komplette Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat entgegennehmen. Einstimmig wiedergewählt wurden die Aufsichtsratsmitglieder Wolfgang Nothelfer, (Eberhardzell) sowie Helmut Wiedmann (Bad Saulgau). Der Erste Beigeordneter der Stadt, Thomas Manz, lobte die BAG als verlässlichen Partner in und für die Region.

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