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Auf Bombendrohung am Hafen folgt Anklage

Dem Tatverdächtigten drohen eine Jugendstrafe und Forderung nach Schadensersatz

Die Polizei sperrt am 22. Juni in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) nach einer Bombendrohung den Platz um das Medienhaus am Hafen ab. Im Hintergrund ist das Zeppelin-Museum zu sehen.
Die Polizei sperrt am 22. Juni in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) nach einer Bombendrohung den Platz um das Medienhaus am Hafen ab. Im Hintergrund ist das Zeppelin-Museum zu sehen.
Christin Hartard/dpa

Friedrichshafen ehk Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen einen Jugendlichen, der im Juni dieses Jahres eine Bombendrohung an das Medienhaus K42 gesendet hat, sind abgeschlossen. Nun kann die Staatsanwaltschaft Ravensburg die Anklage gegen den zwischen 14- und 18-jährigen Tatverdächtigen aus dem Raum Friedrichshafen vorbereiten.

Der im August festgenommene Mann stehe unter Verdacht die Bombendrohung versendet zu haben. In dem Brief habe er gedroht, eine Bombe zu zünden, wenn er nicht 100 000 Euro von der Stadt erhalte. Dafür drohen ihm jetzt eine Jugendstrafe und Schadenersatzforderungen.

Die Mitarbeiter des Medienhauses meldeten die Drohung am 22. Juni der Polizei, die daraufhin das Gebäude K42 räumte und das Gelände um das Medienhaus absperrte. Der Fährbetrieb zwischen Friedrichshafen und Romanshorn wurde an diesem Tag eingestellt. Nachdem am Nachmittag keine Bombe gefunden werden konnte, wurde die Sperrung des Geländes wieder aufgehoben.

Acht Wochen später konnte der Tatverdächtige festgenommen werden. „Die Ermittlungen der Kriminalpolizei sind abgeschlossen“, sagte damals Staatsanwalt Angster über die Arbeit. Jetzt sind auch die Prüfungen abgeschlossen, mit denen festgestellt werden sollte, ob ein Verfahren und eine Verurteilung angestrengt werden sollten.

Eine Anklage wird nun nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ravensburg in diesem Fall erhoben werden. Möglich sei ein Verfahren wegen „Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung unter Androhung von Straftaten“. Auch zivilrechtliche Verfahren könnten möglich sein. Die Kosten für den Einsatz wegen der Bombendrohung belaufen sich außerdem laut Medienberichten auf eine fünfstellige Summe. Nicht berücksichtigt sind dabei die Kosten, die durch Umsatzeinbußen einiger Einzelhändler und dem Stopp der Fährverbindung entstanden sein könnten.

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