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Meßkirch
Lokales

Arne Zwick kandidiert zum dritten Mal

Meßkircher feiern Neujahrsempfang – Bürgermeisterwahl im September
Auf dem Neujahrsempfang stößt Bürgermeister Arne Zwick (rechts) mit dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Meßkirch, Markus Herz, und seiner Frau, Silke Schäfer-Herz, aufs neue Jahr an.
Auf dem Neujahrsempfang stößt Bürgermeister Arne Zwick (rechts) mit dem Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Meßkirch, Markus Herz, und seiner Frau, Silke Schäfer-Herz, aufs neue Jahr an.
Simon Siman

Meßkirch smn Auf dem Neujahrsempfang der Stadt Meßkirch hat Bürgermeister Arne Zwick seine dritte Kandidatur für das Amt im September dieses Jahres angekündigt. Seit 2002 ist Zwick Bürgermeister von Meßkirch. In seiner Neujahrsansprache erinnerte er an die wichtigsten Maßnahmen, die der Gemeinderat unter seiner Führung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat und gab einen Ausblick auf dieses Jahr.

Eine gute halbe Stunde hat es gedauert, bis der Bürgermeister in seiner Neujahrsrede auf die Wahlen im September zu sprechen kam. Nachdem er die Erfolge des vergangenen Jahres zusammengefasst und eine hoffnungsvolle Vorausschau für dieses Jahr gegeben hatte, sagte Zwick, dass er auch weiterhin als Bürgermeister an der positiven Entwicklung der Stadt mitwirken wolle. „Das Amt ist sehr interessant und schön. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, wird es nicht langweilig, und deshalb möchte ich den Erfolg der Stadt weiterhin formen“, sagte Zwick.

Die Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats zeigten sich gestern auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ zufrieden mit der Bekanntgabe Zwicks am Donnerstagabend. Christa Golz (CDU) hatte die Ankündigung erwartet und findet die Entwicklung der Stadt unter Zwick positiv. „In der Zusammenarbeit gibt es natürlich auch immer wieder mal Ausreißer, aber ich bin insgesamt.sehr zufrieden“, sagte sie. Kritik von außen, wie an der Förderung des Campus Galli gebe es zwar immer wieder, doch Zwick habe mit seinen Erfolgen einen Lauf. Golz glaubt nicht, dass es im September einen Gegenkandidaten für das Amt des Bürgermeisters gibt.

Martina Mülherr, Fraktionsvorsitzende der SPD, äußerte sich ebenfalls zufrieden mit der Arbeit des Bürgermeisters. „Er hat viel erreicht und bewegt in seinen beiden Amtszeiten. Dabei ist er die Probleme offen angegangen und hat Mut bewiesen, als es beispielsweise um den Campus Galli ging“, sagte Mülherr über Zwick. Die SPD-Fraktion habe sich daher auch dagegen entschieden, im September einen Gegenkandidaten zu Zwick aufzustellen. „So schnell wird es keinen besseren geben“, sagte sie.

Auch der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Joachim Bach, betonte die erfolgreiche und positive Zusammenarbeit mit Zwick. „Die Ankündigung kam zwar früh, aber ich finde es gut, dass er auf diese Weise Spekulationen aus dem Weg geht und sich klar äußert“, sagte Bach. Gerade im Bereich der technischen Entwicklungen und Erschließungen von neuen Wohnräumen zeige sich Meßkirch unter Zwick konkurrenzfähig und bleibe am Zahn der Zeit.

Digitaler Wandel als Herausforderung für Meßkirch

„Das Jahr 2017 war geprägt von Konzepten“, sagte Zwick zu Beginn seiner Rede. Ob Fußverkehrscheck oder die Entwurfsfassung des Stadtentwicklungskonzeptes 2035 mit integriertem Stadtentwicklungskonzept Innenstadt. Viele stellten sich die Frage: „Warum muss das alles so kompliziert sein?“ Weil die Welt leider so sei, sagte Zwick. Die Fördermaßnahmen für die Stadt müssten wohl gelenkt und koordiniert werden und am Ende bliebe nichts anderes übrig als die Arbeit anzugehen.

Als größte Herausforderung für Meßkirch klang in seiner Rede die Bewältigung des digitalen Wandels an. Besonders die Auswirkungen auf den Einzelhandel seien ein schwieriges Thema für den ländlichen Raum. Obwohl Meßkirch hier noch vergleichsweise gut dastehe, sei der digitale Wandel nicht aufzuhalten. „Digitalisierung zieht sich durch alle Bereiche“, sagte Zwick. Meßkirch habe zwar keine Autobahn und werde diese auch nicht bekommen, doch die „Daten-Autobahn“ müsse durch Meßkirch führen.

Hierfür habe die Stadt im Herbst vergangenen Jahres damit begonnen, das Meßkircher Gewerbegebiet mit Glasfaseranschlüssen zu erschließen, damit zumindest der Industrie die nötige digitale Infrastruktur zur Verfügung stehe. Die Verkabelung der Wohnbaugebiete mit Glasfaser sei jedoch ein aufwändigeres Unterfangen, das mehr Zeit und Geld benötige, und ebenso angegangen werde.

In Meßkirch entsteht neuer Wohnraum für mehr Einwohner

Meßkirch werde als Wohnort attraktiver und Zwick freute sich besonders über den „Bau-Boom“ und die steigenden Einwohnerzahlen der Stadt. Mittlerweile habe Meßkirch 8390 Einwohner, mit steigender Tendenz.

Stichwort Campus Galli: Die Stadt investiert dieses Jahr 120 000 Euro in die Infrastruktur der Karolingischen Klosterstadt. Mit knapp 80 000 Besuchern habe der Campus erneut einen Rekord erzielt und bewege sich weiterhin in Richtung Selbstständigkeit. Dies sei das langfristige Ziel der städtischen Zuschüsse, sagte Zwick.

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@4: Das trieft ja nur so von Ironie - klasse!

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Golz glaubt nicht, dass es im September einen Gegenkandidaten für das Amt des Bürgermeisters gibt. Warum auch, wenn so viele Bürger mit Herr Zwick zufrieden sind. Die Kosten für den Campus Galli sind zu verschmerzen, denn in spätestens fünf Jahren wird er finanziell auf eigenen Beinen stehen und finanzkräftige Sponsoren werden sich beim Bürgermeister die Klinke in die Hand geben. mehr

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@1: Wenn die CDU die Entwicklung der Stadt unter Zwick "positiv" wetet, dann ist das keine objektive Feststellung, sondern politisches Kalkül. Und sicher ist das nicht die Meinung der Mehrheit der Meßkircher Einwohnerschaft. Wenn Frau Gölz etwas anderes von sich geben würde, würde sie doch als Nestbeschmutzerin dastehen. Und das machen doch die "Schwarzen" untereinander nicht. Da müsste der Zwick schon der AFD beitreten, dann wäre das etwas anderes. Obwohl - wenn man die Parteiziele zwischenzeitlich so vergleicht, könnte auch das noch gerade so in Ordnung gehen. So oder so, es reicht doch allemal, wenn sich Meßkirch samt seinem Gemeinderat und Bürgermeister mit Campus Galli zum Gespött macht. Bleiben wenigstens andere Gemeinden von solchen "Visionären" verschont. Also ruhig noch eine Amtsperiode für Zwick im "Schildbürgergebiet". mehr

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Zwick ist ein typischer Sesselkleber. Dabei wäre es im Hinblick auf das Finanzierungsdesaster rund um den Campus Galli längst überfällig, dass er als hauptverantwortlicher Politiker den Hut nimmt. Aber er baut wohl (zurecht) darauf, dass ihn unsere heimischen Medien mit unbequemen Fragen verschonen. Deshalb muss man sich als mündiger Bürger selbst im Internet umsehen, z.B. auf der Website Hiltibold.Blogspot.de, wo man in einem aktuellen, deftigen Artikel haarklein nachlesen kann, wie Zwick die Bürger der Stadt mit gebrochenen Versprechen seit Jahren an der Nase herumführt. mehr

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Wenn Christa Golz (CDU) die Ankündigung erwartet hat und die Entwicklung der Stadt unter Bürgermeister Zwick positiv findet, spricht sie sicher der Mehrheit der Meßkircher Bürgerschaft aus dem Herzen!? mehr

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