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Albwerk will Strompreise „stabil“ halten

Abgaben an den Staat sinken im kommenden Jahr „minimal“

Das Albwerk will die Strompreise in 2018 stabil halten.
Das Albwerk will die Strompreise in 2018 stabil halten.
dpa

Geislingen sz „Stabil“ bleiben sollen die Strompreise im kommenden Jahr für Haushalts-, Gewerbe- und Landwirtschaftskunden des Geislinger Stromversorgers Albwerk. Dies hat am Dienstag Hubert Rinklin, Geschäftsführer des Albwerks, mitgeteilt.

Erst zur Jahresmitte hatte der Energieversorger seine Strompreise „für einen Großteil seiner Kunden“ gesenkt, so Rinklin weiter. Er ergänzt: „Und auch in unserem Basistarif, der Grundversorgung, haben wir 2018 im dritten Jahr stabile Preise.“

Weiter heißt es in der Mitteilung, dass erst „seit kurzem“ sämtliche Bestandteile feststünden, die in die Kalkulation der Endkundenpreise einfließen: „Der größte Kostenblock beim Strompreis sind mit rund 55 Prozent die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern“, meint Rinklin. Allem voran hier die Erneuerbare Energien-Umlage zur Förderung von Ökostrom. Dieser gesamte Kostenblock gebe 2018 in Summe „minimal“ nach, um 0,023 Cent pro Kilowattstunde.

Weitere 26 Prozent des Strompreises würden durch die „staatlich regulierten Netzentgelte“ verursacht, also die Gebühren für die Nutzung des Stromnetzes. Hier werde besonders viel investiert, denn die Netze müssten im Zuge der Energiewende immer intelligenter, flexibler und gegenüber Schwankungen stabiler werden. „Aufgrund unserer Investitionsstrategie können wir bei den Netzentgelten in unserem eigenen Versorgungsgebiet einen leichten Rückgang von 0,080 Cent je Kilowattstunde verzeichnen. Der Trend geht hier jedoch eindeutig nach oben“, führt Rinklin weiter aus. Denn ab 2019 sollen bundesweit die Übertragungsnetzentgelte, also die Netzentgelte für die großen Transportnetze, stufenweise angeglichen werden. Rinklin: „Während dadurch die Netzentgelte im Norden und Osten Deutschlands sinken, werden sie im Süden und Westen steigen.“

„Preise haben angezogen“

Der dritte und letzte Kostenblock für Vertrieb und Beschaffung habe mittlerweile nur noch einen Anteil von 19 Prozent. „Allerdings erleben wir gerade bei den Börsenpreisen für Strom nach jahrelanger Talfahrt ein Kehrtwende. Die Preise haben angezogen“, erklärt Rinklin und kommt zu dem Schluss. „In der Gesamtbetrachtung halten wir das Preisniveau für unsere Kunden 2018 jedoch stabil.“

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