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Aichstetten bei Leutkirch im Allgäu
Lokales

AfD in Altmannshofen weit unter dem Durchschnitt

Überraschend viele wählen in der Gemeinde Aichstetten das Bündnis Grundeinkommen

Im Wahlraum des Aichstettener Rathauses.
Im Wahlraum des Aichstettener Rathauses.
Steffen Lang

Aichstetten sl In der Gemeinde Aichstetten haben die Menschen in Aichstetten und Altmannshofen ihre Stimmen annähernd gleich verteilt. Ausnahmen bilden die AfD und die Linke.

Die AfD kam in Aichstetten auf 12,5 Prozent, während sie in Altmannshofen 6,9 Prozent erhielt (jeweils ohne die Briefwähler). Die Linke schnitt dagegen in Altmannshofen (7,4) wesentlich besser ab als in Aichstetten (3,9).

Ergebnisse

Die Ergebnisse in den drei Wahllokalen (jeweils Aichstetten/Altmannshofen/Briefwahl): CDU 47,0/46,7/48,1; SPD 10,7/11,7/10,0; Grüne 9,4/8,7/9,7; FDP 11,0/10,0/8,9; AfD 12,5/6,9/12,9; Linke 3,9/7,4/2,6. ÖDP 2,1/1,7/1,7; Freie Wähler 1,4/1,7/1,1.

Von den Splitterparteien schnitt die BGE (Bündnis Grundeinkommen) überraschend gut ab. Sie erhielt 20 Stimmen, davon 9 in Altmannshofen (3,9 Prozent) und 11 durch Briefwahl.

Die Ergebnisse der anderen Parteien: Tierschutzpartei 6 Stimmen, NPD und Menschliche Welt je 3, DiB und DM je 2, Piraten, Die Partei und V-Partei je 1. MLPD, Tierschutzallianz, DKP und Rechte gingen komplett leer aus.

AfD-Ergebnis „erschreckend“

Josef Gretzinger, Ortsvorsitzender der CDU in Aichstetten, zeigte sich am Tag nach der Wahl enttäuscht, aber gefasst. „Die CDU liegt in Aichstetten mit ihren Verlusten im Trend“, sagte er. Dass die Verluste überdurchschnittlich hoch sind, erklärt er mit dem „außergewöhnlichen Ergebnis“ von 2013.

Als „erschreckend“ bezeichnet er das AfD-Ergebnis in sseiner Gemeinde. „Ich hatte die Stimmung nicht so eingeschätzt und die AfD bei acht bis zehn Prozent erwartet.“ Warum diese Partei gewählt wurde, könne er sich nicht erklären. „Sie hat kein Konzept und lebt nur von einer Alles-ist-schlecht-Stimmung.“

„Neuwahlen nicht sinnvoll“

Im Bund sieht Gretzinger nun die Parteien in der Pflicht. „Ich hätte lieber eine kleine Koalition mit Grünen oder FDP gehabt, jetzt wird es natürlich noch schwieriger. Aber die Jamaika-Koalition müssen die jetzt alle zusammen hinkriegen.“ Neuwahlen seien nicht sinnvoll.

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