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Lokales

Acht Frauenbundsvereine treffen sich in Dächingen

Die Zweigvereine kommen bereits zum 17. Mal auf die Ehinger Alb
Die Allmendinger Frauenbundsvorsitzende Veronika Balzer begrüßte die Gottesdienstteilnehmerinnen in der Dächinger Kirche.
Die Allmendinger Frauenbundsvorsitzende Veronika Balzer begrüßte die Gottesdienstteilnehmerinnen in der Dächinger Kirche.
SZ- kurt efinger

Dächingen sz Zum 17. Mal haben sich am Mittwoch die Zweigvereine des Katholischen Deutschen Frauenbunds aus dem Dekanat Ehingen-Ulm in Dächingen getroffen. Die Frauen kamen aus Allmendingen, Dächingen, Ehingen, Erbstetten, Griesingen, Kirchbierlingen, Rammingen und Rißtissen.

Die Zusammenkunft bestand wie alle Jahre aus einem Gottesdienst in der Kirche und einem gemütlichen Beisammensein im Kronensaal. Ausrichter des Treffens war dieses Jahr der Frauenbundsverein Allmendingen. Dessen Vorsitzende Veronika Balzer begrüßte zu Beginn die annähernd 80 Teilnehmerinnen und erinnerte an die hundertjährige Geschichte des Katholischen Deutschen Frauenbunds. Die katholischen Frauen hätten mit Leidenschaft in der Kirche gewirkt und sich für eine sozial gerechte Politik eingesetzt, sagte sie. Den Gottesdienst leiteten der Allmendinger Pfarrer Martin Jochen Wittschorek und Pfarrer Otto Glökler, der Leiter der Seelsorgeeinheit Ehinger Alb.

„Stellen Sie sich vor, sie bekommen plötzlich den Auftrag von Gott, nach Berlin zufahren und die Leute zur Umkehr zu bewegen“ eröffnete Pfarrer Wittschorek seine Ansprache über das Buch Jona, eine biblische Erzählung über einen Propheten, seine Sendung nach Ninive und seine Belehrung durch JHWH, den Gott Israels.

Ninive lag im Gebiet der heutigen Stadt Mossul und war im 7. Jahrhundert vor Christus die Hauptstadt des Assyrischen Reiches. Das Buch Jona ist eine religiöse Lehrerzählung und berichtet von der Sendung des gleichnamigen Propheten nach Ninive. Er verkündete der Stadt Gottes Urteil, sodass die Stadt umkehrte und Buße tat von ihren bösen Wegen. Daraufhin tat Gott das Übel nicht, das er ihnen angedroht hatte. Der Text beginnt: „Das Wort des Herrn erging an Jona, den Sohn Amittais: Mach dich auf den Weg und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr (das Strafgericht) an! Denn die Kunde von ihrer Schlechtigkeit ist bis zu mir heraufgedrungen.“ Das Ende lautet: „Dir ist es leid um den Rizinusstrauch, für den du nicht gearbeitet und den du nicht großgezogen hast. Über Nacht war er da, über Nacht ist er eingegangen. Mir aber sollte es nicht leid sein um Ninive, die große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen leben, die nicht einmal rechts und links unterscheiden können - und außerdem so viel Vieh?“

Nach dem Gottesdienst ließen sich die Fruen im Gasthaus gegenüber Kaffee und Kuchen schmecken und nutzten die gemeinsame Zeit für den Gedankenaustausch.

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