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Absturz in Bodensee: Polizei rechnet mit Toten

Konstanz sz Etwa 200 Meter östlich der Insel Mainau ist am Dienstagmittag ein Kleinflugzeug in den Bodensee gestürzt. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Insassen der Maschine den Absturz nicht überlebt haben. Das Flugzeug war auf dem Weg von Zürich nach Hamburg. An Bord sollen ein Pilot und ein Fluggast gewesen sein. 

Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizeipolizei bestätigte, ist das Flugzeug in den an dieser Stelle rund 50 Meter tiefen See gestürzt und sofort gesunken. Die Einsatzkräfte setzten einen Tauchroboter ein. Dieser sollte klären, ob das Flugzeug-Wrack geborgen werden kann. 

Aufgrund einer aktuellen Starkwindwarnung für den westlichen Teil des Bodensees müssen die Such- und Bergungsmaßnahmen eventuell unterbrochen werden.

Unterwegs von Zürich nach Hamburg

Das Flugzeug befand sich auf einem Instrumentenflug und war bis etwa 12 Uhr in Kontakt mit der Flugsicherung Skyguide, wie ein Sprecher bestätigte. Dann soll es plötzlich vom Radar verschwunden sein. 

Zeugen wollen zuvor ungewöhnliche Flugbewegungen der Maschine beobachtet haben. In der Nähe des Absturzortes hat eine Jugendgruppe ihr Zeltlager aufgeschlagen. Die Jugendlichen mussten den Absturz direkt miterleben. Sie werden durch Experten betreut.

Platz für sechs Passagiere

Bei dem Flugzeug soll es sich um ein einmotoriges Kleinflugzeug vom Typ "Piper Malibu Mirage" mit etwa sechs Sitzen gehandelt haben. Sitze und Räder sollen auf dem Wasser entdeckt worden sein. Ein Sprecher der Feuerwehr berichtete, dass bereits Leichenteile gefunden worden seien. 

Die Feuerwehr Konstanz berichtet in einem Tweet, dass Treibstoff und Wrackteile auf dem See liegen. Sie versucht offenbar, den Treibstoff aufzufangen um eine Verschmutzung des Sees einzudämmen.

Augenzeuge schildert Geschehnisse

Wie ein Augenzeuge der "Schwäbischen Zeitung" berichtete, sei er mit dem Boot auf dem See gewesen, als das Flugzeug in zirka 700 Metern Höhe ins Trudeln geraten war, nachdem es einen Looping geflogen hat.

Anschließend sei es dem Piloten wohl nicht mehr gelungen, die Maschine zu stabilisieren. Wie der Augenzeuge weiter berichtete, seien Teile der Tragfläche abgerissen, kurz vor dem Aufprall sei auch Rauch aus der Maschine gekommen.

Turbulenzen durch Wetter 

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurde in den Flugwetterkarten vom Dienstag darauf hingewiesen, dass es — bedingt durch Fallwinde in den Alpen — moderate Turbulenzen über dem Bodensee geben kann. Damit seien zum Beispiel schnelle Windänderungen gemeint, erklärte ein DWD-Sprecher.

Am Boden habe laut Aufzeichnungen der Wetterstation Konstanz „normales, unspektakuläres Wetter“ geherrscht mit schwachen Windgeschwindigkeiten und ohne Niederschlag.

Auf der international bekannten Blumeninsel Mainau im Bodensee konnte man den Vorfall nach Angaben der Pressestelle der Inselverwaltung nicht sehen. Die Nordseite der Insel sei bewaldet und nicht für Besucher zugänglich, sagte eine Pressesprecherin.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig hat ihre Fachleute vor Ort geschickt. Nach Angaben eines Sprechers werden sie nach Möglichkeit bei Erkundungen der Absturzstelle mit dem Boot dabei sein. Sollte das Flugzeug geborgen werden, untersuchen es die Experten. Auch Wetterdaten vom Unfallort werten sie aus.

Zur Klärung der genauen Absturzursache bittet die Polizei Zeugen, die Bildaufnahmen vom Geschehen gemacht haben, diese Daten auf der Plattform der Polizei zur Verfügung zu stellen. Sonstige sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Konstanz unter der Telefonnummer 07531 995 3521 entgegen.

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Habe von der Insel Mainau aus den Flieger beobachtet. Er flog spiralenförmig mit hoher Geschwindigkeit und lautem Motorgeräusch nach oben. Plötzlich ging der Flug in einen Sturzflug über, auf den ein lauter Knall folgte. Klaus Autengruber, Ohlsdorf bei Gmunden. mehr

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