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Sigmaringen
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2017 gibt es wieder keinen Weihnachtsmarkt

Stadt engagiert einen Berater – Im Sommer soll entschieden werden – Zuvor ist eine Bürgerbeteiligung geplant
In Sigmaringen gibt es so schnell keinen großen Weihnachtsmarkt. Die Stadtverwaltung nimmt sich Zeit, um ein Konzept zu erarbeiten.
In Sigmaringen gibt es so schnell keinen großen Weihnachtsmarkt. Die Stadtverwaltung nimmt sich Zeit, um ein Konzept zu erarbeiten.
Thw

Sigmaringen sz Wer gehofft hatte, dass es auf dem neugestalteten Karlsplatz bereits in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt gibt, den enttäuscht die Stadtverwaltung. Bürgermeister Thomas Schärer gab bei einem Pressegespräch bekannt, dass es frühestens 2018 einen Weihnachtsmarkt geben würde. Der Kulturausschuss des Gemeinderats habe in nicht öffentlicher Sitzung einem Berater den Auftrag erteilt, ein Konzept zu erarbeiten. Im Sommer soll der Gemeinderat entscheiden, wie es weitergeht. Vor der Entscheidung sollen die Bürger in die Überlegungen einbezogen werden. Auf die Frage, warum sich die Stadt so viel Zeit nimmt, antwortet Bürgermeister Schärer: „Wir lassen uns die nötige Zeit auch wegen der Erfahrungen des Blütenzaubers.“ Die Stadt organisierte die Veranstaltung innerhalb weniger Monate und fuhr hohe Verluste ein.

Gemeinsame Zeit in Ludwigsburg

Im Auftrag der Stadtverwaltung erarbeitet Martin Boy eine Entscheidungsgrundlage. Bürgermeister Schärer und der Berater Boy kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Ludwigsburg. Als Schärer in der Ludwigsburger Stadtverwaltung Abteilungsleiter war, organisierte Boy die Märkte in der nördlich von Stuttgart gelegenen Kreisstadt. Nun erinnerte sich Schärer an seinen Kollegen und lobt ihn in den höchsten Tönen: „Er hat in Ludwigsburg den Weihnachtsmarkt aufgebaut, und er hat es geschafft einen Markt zu organisieren, der keine Verluste einfährt.“

Aus Sicht von Bürgermeister Schärer muss Berater Boy diese drängenden Fragen beantworten: An welchem Adventswochenende soll der Markt stattfinden? Wie viele Tage soll er dauern? Für wen wird der Markt veranstaltet – für Einheimische, Touristen oder als zusätzliche Attraktion für die Einzelhändler? Und welcher Platz wird der Veranstaltungsort? Es scheint laut Vorstellung des Bürgermeisters auf den Karlsplatz hinauszulaufen. Der Platz vereint mehrere Vorteile: Eine zentrale Lage sowie eine direkte Anbindung zum Schloss und zur Eisbahn auf dem benachbarten Marktplatz.

Untersucht werden jedoch auch andere mögliche Veranstaltungsorte wie der Leopoldplatz, der Platz bei der Donau unterhalb des Schlosses und der Marktplatz. Der Bürgermeister sagt allerdings, dass aus seiner Sicht die Eisbahn vor dem Rathaus bleiben soll – auch weil er die Kombination mit den Adventsfenstern lohnend findet.

Zum weiteren Vorgehen: Bevor der Gemeinderat eine Entscheidung fällt, sollen die Bürger beteiligt werden. Das bedeutet: Die Stadtverwaltung will ihnen das Konzept vorstellen und ihre Meinungen anhören.

Seit dem Jahr 2013 gibt es in Sigmaringen keinen größeren Weihnachtsmarkt mehr. Die Stadt hatte den Markt abgesagt, da er ihr zu wenig attraktiv erschien. Einmalig war der Markt auf dem Schloss im Jahr 2011, den das Fürstenhaus jedoch nicht wiederholen wollte.

Neben der Eisbahn gibt es in Sigmaringen am ersten Adventswochenende einen Markt für Vereine und Schulen.

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Kommentare (17)
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Mit der Stadt Sigmaringen geht es langsam aber stetig bergab . Ein so großes Dorf , und keinen Weihnachtsmarkt ui,ui. Im Bodenseekreis hat doch mittlerweile fast jeder Weiler einen Christkindlesmarkt. Demnächst werden wohl noch die Stadtrechte entzogen , und Sigmaringen wird irgendwo eingemeindet ....ha,ha,ha. mehr

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Es ist wohl eine Art Amtshilfe, wenn ein Mitarbeiter des OB von Ludwigsburg in Sigmaringen als Berater für den Weihnachtsmarkt tätig wird. Immerhin war OB Werner Spec in Sigmaringen als Kämmerer tätig und wird sich freuen, wenn er seinen Mitarbeiter kostengünstig zur Verfügung stellen kann. mehr

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@14; Welchen Einfluss hat der Stadtkämmerer auf den Sigmaringer Bürgermeister?
Letztlich wird wohl auch in Sigmaringen nach dem Grundsatz verfahren: Was der Chef sagt, gilt! Ein Gemeinderat merkte kürzlich an, dass im Sigmaringer Rathaus eine gewisse Beratungsresistenz feststellbar wäre. Wer damit wohl gemeint war? mehr

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Der Stadtkämmerer, hat sich ebenfalls zum Jasager zum Nachteil der Stadt Sigmaringen entwickelt.

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Die derzeitigen Stadträte können nicht annähernd den früheren Stadträten
wie Niklas-Behringer- Knäpple-Fleischhut-Nell-Gauggel-Birmele-Danegger u.s.w., egal welcher Parteienzugehörigkeit das Wasser reichen. mehr

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Vielleicht waehlt der Sigmaringer einfach beim naechsten mal besser. Die Auswahl hatte er ja, aber man wollte ja unbedingt das was man jetzt hat. Da wundert einen einfach nix. Man Traeumt vom Grossen und schafft noch nicht einmal das Kleine.

Schade um eine ehmals so schoene Stadt. mehr

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@7: Den Eindruck kann man bestätigen, dass viele Sigmaringer Gemeinderäte Angst vor diesem Bürgermeister haben. Als Sitzungsbesucher erlebt man sehr selten eine Gegenrede und so gut wie keine Kritik. Anscheinend ist das Ratsgremium mit der Arbeit des Bürgermeisters zufrieden obwohl es in der Bürgerschaft an vielen Stellen rumort. Es ist offensichtlich, dass das Sigmaringer Stadtoberhaupt in gewissen Dingen überfordert ist, doch es traut sich kein Gemeinderatsmitglied dies öffentlich auszusprechen. Ist es nicht die Aufgabe eines Gemeinderats, die Arbeit eines Bürgermeisters zu begleiten und zu kontrollieren? mehr

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Vielleicht sollte man in Sigmaringen einen Berater für beratende Dienste in Dienst stellen, nur so sind die Inkompetenzen zu minimieren.

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@4: Die Laizer organisierten ihren Weihnachtsmarkt sicher innerhalb weniger Wochen und fuhren sicher keine hohen Verluste ein.

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Allmählich dürften die Immobilienpreise in Sigmaringen durch Wegzug einknicken . Schön wärs ja ,
denn am Bodensee sind diese eindeutig zu hoch, das Bodenseehinterland ist aber auch schön.

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