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154 Asylbewerber reisten 2016 freiwillig aus

Ein Viertel davon ging nach Albanien – Landkreis Ravensburg hilft mit Beratungsstelle
Unter den freiwilligen Rückkehrern aus dem Kreis Ravensburg waren 112 Erwachsene – 85 Männer und 27 Frauen – sowie 42 Kinder. Insgesamt reisten 20 Familien aus. (Symbolbild)
Unter den freiwilligen Rückkehrern aus dem Kreis Ravensburg waren 112 Erwachsene – 85 Männer und 27 Frauen – sowie 42 Kinder. Insgesamt reisten 20 Familien aus. (Symbolbild)
Archiv: Sebastian Willnow/dpa

Ravensburg sz Im vergangenen Jahr sind im Kreis Ravensburg 154 Asylbewerber freiwillig in ihr Herkunftsland zurückgekehrt. Rund 35 Menschen reisten nach Albanien aus (also fast jeder Vierte), 28 nach Mazedonien, 22 in den Kosovo, jeweils 17 nach Serbien und in den Irak, zehn nach Afghanistan und neun nach Syrien. Das hat das Landratsamt auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mitgeteilt.

Unter den 154 freiwilligen Rückkehrern waren 112 Erwachsene – 85 Männer und 27 Frauen – sowie 42 Kinder. Insgesamt reisten 20 Familien aus. Wie viel Geld die Asylbewerber dafür bekommen haben, kann das Landratsamt nicht genau beziffern. Pressesprecherin Claudia Roßmann informiert: „Die Höhe des Betrages hängt zum einen vom jeweiligen Einzelfall ab und fällt zum anderen je nach Land, in das die Person oder Familie zurückkehren möchte, unterschiedlich aus.“

Über die Internationale Organisation für Migration können Rückkehrer laut Roßmann bei Hilfebedürftigkeit den Flug in das Heimatland finanziert bekommen. Zusätzlich könnten sie zwischen 100 und 200 Euro sogenannte „Reisebeihilfe“ sowie zwischen 250 und 500 Euro als sogenannte „Starthilfe“ erhalten. „Darüber hinaus existieren verschiedene Projekte, beispielsweise das Starthilfe-Plus-Programm, oder Landesförderungen“, so Roßmann. Menschen aus sicheren Herkunftsländern sind von der Förderung ausgeschlossen.

Heimweh, Frieden, Neubeginn

Im Landkreis Ravensburg gibt es eine Beratungsstelle zur freiwilligen Ausreise. Untergebracht ist sie im Amt für Migration und Integration, Schützenstraße 69. Pressesprecherin Roßmann sagt: „Die bedarfsgerechten Beratungs- und Hilfsangebote sollen eine selbstbestimmte, humane Rückkehr und eine dauerhafte und erfolgreiche Reintegration ermöglichen.“ Die Beratung erfolgt vertraulich und unter Berücksichtigung des aufenthaltsrechtlichen Status.

Nach Aussagen von Claudia Roßmann kann eine freiwillige Ausreise folgende Gründe haben: Heimweh, veränderte Situation im Heimatland, Sorge um zurückgebliebene Angehörige, Familienzusammenführung in einem Drittland, Wunsch nach Neubeginn in vertrauter Umgebung oder fehlende Perspektiven.

Kosten für Abschiebung liegen höher

Wie am Wochenende bekannt wurde, soll nach den Plänen von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) jeder Asylbewerber, der bis Ende Februar freiwillig in sein Heimatland zurückkehrt, weitere Hilfen bekommen: Konkret geht es um bis zu 3000 Euro für Familien und 1000 Euro für Einzelpersonen. Zuschüsse sind zum Beispiel für Miete oder Möbel möglich.

Für den Staat rechnet sich die Förderung freiwilliger Ausreisen, denn die Kosten für eine Abschiebung liegen deutlich höher. Im Zuständigkeitsbereich des Ravensburger Landratsamtes gab es im Jahr 2016 15 Abschiebungen, im ganzen Kreis – einschließlich der Großen Kreisstädte – waren es 61 Abschiebungen.

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Kommentare (8)
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@/. Nein. Was besagt denn das Abkommen? Kennen sie das?

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Schengener Abkommen vergessen ?

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@5: Und deshalb ist die Grenzöffnung Illegal? Hier wird nur geregelt, wer ins land darf und wer nicht bzw wer Asyl erhält und wer nicht. einen Asylantrag darf grundsätzlich jeder stellen. Nur bekommen dürfen es nur die die politisch verfolgt sind. Da liegt der erste Fehler ihrer Denkweise. Auch bei der Einreise ist es zu prüfen. Dass sie mit dem Fast alle sind Illegal hier wahrscheinlich recht haben steht außer Diskussion. Aber wir sind ein Rechtsstaat. Wir müssen das prüfen. Im Übrigen verbieten diese Artikel die Grenzöffnung nicht. Also ist es legal. Bevor sie solche Äußerung treffen wäre eine entsprechende Bildung von Vorteil. Ausser sie haben noch andere Argumente, die sie hier nicht vorgetragen haben. mehr

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@4: Siehe Grundgesetz Art 16a
Als Erstes (1):
"Politisch Verfolgte genießen Asylrecht."
Also, nur politisch Verfolgte.

Zweitens:
(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist.

D.h, dass fast ALLE, die hier pol. Asyl beantragt haben, illegal sind, da die ausschließlich über sichere Drittstaaten einreisen. mehr

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@2: Ich finde es Interessant, dass sie unserer Kanzlerin eine Illegale Grenzöffnung vorwerfen. Wie kommen sie da drauf? War das Illegal? Sind die Grenzen eines Staates nicht Hoheitsgebiet des Staates und somit im Einfluss der Kanzlerin? mehr

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Und wie viele sind illegal im vergangenen Jahr und bis heute mit Fernbussen und auf Güterzügen nach Deutschland eingereist?

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Was soll uns dieser Artikel sagen? Dass illegale Einwanderer zu Massen die Region verlassen? Ganze 154 Personen nutzen das finanziell sehr üppige Angebot der Freiwilligen Rückreise. Natürlich zurück in das Land, aus dem man unter Furcht um sein Leben fliehen mußte! Das sind hier zum größten Teil sichere Herkunftsstaaten des ex-Jugoslawien wie Serbien, Mazedonien, Albanien, Kosovo und Montenegro. Ganz weggelassen wird zu erwähnen, wie viele illegale Einwanderer seit der illegalen Grenzöffnung durch Frau Merkel im September 2015 in den Ravensburger Raum gekommen sind. Ohne diese Zahl hat die Rückkehr der 154 freiwllig Ausreisenden absolut null Aussagekraft! 154 Personen sind hier nämlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. mehr

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So viele? Das hätte man niemals erwartet.

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