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„Stunde der Kammermusik“ gibt Programm für 2018 bekannt

Volker Hausen, Gründer des Vereins „Stunde der Kammermusikstunde“, organisiert nicht nur das Programm der 14-tägigen Veranstaltungsreihe. Zusätzliche Fleißarbeit: Er beklebt jedes Jahr 650 Kammermusik-Werbeplakate mit dem aktuellen Programm – in den vergangenen 24 Jahren 15 600 Plakate. Laut eigener Aussage macht ihm der Job sogar Spaß. Meistens erledigt er die Klebe-Arbeiten neben der Sportschau.
Volker Hausen, Gründer des Vereins „Stunde der Kammermusikstunde“, organisiert nicht nur das Programm der 14-tägigen Veranstaltungsreihe. Zusätzliche Fleißarbeit: Er beklebt jedes Jahr 650 Kammermusik-Werbeplakate mit dem aktuellen Programm – i
Kriegler

Laichingen sz Die Vielseitigkeit war schon immer ein Pluspunkt der Laichinger Kammermusikstunde. Seit 24 Jahren bietet die 14-tägige Veranstaltungsreihe im Alten Rathaus Musik aus allen Epochen mit hochrangigen Musikern. Neben bekannten Kompositionen kommen ungewöhnliche Werke und ausgefallene Instrumente zum Zug. Dieses Jahr sind zum Beispiel historische Instrumente aus der Zeit des Barock und davor im Einsatz – sowie ein professioneller Hackbrett-Spieler. Auch mit der Musikschule präsentieren sich hervorragende Musiker aus der Region. Die Konzerte beginnen in der Regel sonntags um 11 Uhr, der Eintritt beträgt Dank Spenden und ehrenamtlichem Einsatz von Kammermusik-Vereinsmitglieder acht Euro.

2018 bietet Anfang Januar gleich zwei Höhepunkte: Am Samstag, 13. Januar, um 19.30 Uhr gibt es in der Daniel-Schwenkmezger-Halle ein großes „Neujahrs-Konzert“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Laichingen. Unter dem Namen „Tenöre4you“ treten die beiden Tenöre Toni Di Napoli und Pietro Pato auf – und zwar im Rahmen einer fulminanten Bühnenshow mit Welthits aus Klassik, Pop und Musical.

Auch der 3. Februar ist sehr verlockend: Um 20 Uhr spielen in der „Alten Aula“ des Albert-Schweitzer-Gymnasiums die „Swinging Ladies“ – fünf Musikerinnen (Trompete, Saxophon, Piano, Bass, Schlagzeug), ausgezeichnet mit internationalen Preisen. Sie bieten Jazz aus den 50er bis 70er Jahren mit einer großen Bandbreite verschiedener Stile.

Zuvor macht Girard Rhoden am 7. Januar um 11 Uhr den Jahres-Auftakt im Alten Rathaus, er ist Tenor am Ulmer Theater. Der sympathische Sänger war unlängst beim Auftritt des Laichinger Kantatenchors zu hören, unter der Leitung von Volker Hausen, gleichzeitig Vorsitzender des Vereins „Stunde der Kammermusik“.

Zwischen den beiden großen Konzerten, am 21. Januar, kommen drei Stuttgarter Musiker nach Laichingen, mit Werken von Schumann und Brahms: Klarinettist Norbert Kaiser, Professor an der Stuttgarter Musikhochschule, Burkhart Zeh an der Viola und Katrin Randecker am Steinway-Flügel – wie gewohnt um 11 Uhr im Alten Rathaus. Zeh war schon öfter in Laichingen, Stammgäste schätzen ihn als hervorragenden Musiker.

Dann ist die Musikschule Blaubeuren-Laichingen-Schelklingen an der Reihe – am 25. Februar mit den Lehrkräften, am 11. März mit fortgeschrittenen Schülern, beides sehr beliebte Termine, weil das breit gefächerte Programm viel Abwechslung bietet.

Am 25. April kommen die Kammersolisten Minsk ins Alte Rathaus mit Kompositionen aus der Barockzeit – ein siebenköpfiges Ensemble mit Musikern der Extraklasse, das schon mehrfach in der Kammermusikstunde bejubelt wurde.

Am 6. Mai bringt das „Tricolore Trio“ Farbe in die Welt der Musik, mit Oboe, Fagott und Klavier. Auf dem Programm stehen Werke von Mascitti, Mozart, Hurstone und Gershwin – eine breite Auswahl also.

„The Brassists“, vier junge Nachwuchs-Stars aus München, Bundespreisträger von „Jugend musiziert“ 2017 auf dem ersten Platz, sind am 10. Juni in Laichingen zu Gast. Die begabten Teenager, zwischen 15 und 16 Jahre alt, spielen umwerfend Trompete und Posaune.

„Kokopelli“ ist ein mystischer indianischer Flötenspieler – eine magische Figur, ein tanzender Zauberer, eine Legende. Am 24. Juni will eine der besten Flötistinnen der Region, Manuela Riegner, dieser Legende näher kommen, begleitet von ihrem ehemaligen Lehrer und Flöten-Meister Professor Norbert Girlinger aus Linz und Christian Riegner am Flügel.

Besonders freuen darf man sich auf das „Folklore Sextett“ aus Ölmütz am 15. Juli. Die virtuosen Musiker aus Tschechien spielen voller Leidenschaft, mit atemberaubendem Tempo. Sie begeisterten bereits vor einigen Jahren in der Kammermusikstunde. Der Kontakt kam über den Tschechien-Schüler-Austausch des Gymnasiums zustande.

Am 23. September tritt das Duo „Salz und Pfeffer“ auf – mit Stephanie Böhm an der Gitarre und Komale Akakpo am Hackbrett. Der Ghanese, Sohn einer deutschen Mutter, hat sich auf das trapezförmige, zitherartige bayrische Instrument spezialisiert, ein Schlaginstrument mit Stahlsaiten. Darauf spielt er spanisch-lateinamerikanische Rhythmen von Sanz und Grandados bis hin zu Astor Piazolla.

„aCHORd“ ist das Frauen-Ensemble vom Gesangsverein „Frohsinn“ in Laichingen unter Leitung von Christine Menge. Der Auftritt am 7. Oktober ist ein Höhepunkt für die versierten Sängerinnen aus der Region, die ihr Stammpublikum ins Alte Rathaus mitbringen.

Am 21. Oktober gibt es „Lustiges und Besinnliches“ mit Rebecca Madelaine Katz. Mit schauspielerischem Talent und tänzerischen Einlagen singt Katz von ihrem Vater vertonte Heinz Erhardt-Gedichte. Sie wird von Martin Giebel am Klavier begleitet.

„Oper to go“ lautet das Motto von Mina Lauberthal (Sopran), Kathrin Walder (Mezzosopran) und Elisabeth Thöni (Klavier). Pianistin Thöni war bereits mehrfach in Laichingen und hat bei den Gedenk-Konzerten zu Ehren ihrer verstorbenen Lehrerin Urszula Mitrenga das Kammermusik-Publikum begeistert. Was das Motto bedeutet, wird man beim Auftritt am 4. November erfahren.

Am 18. November kann man historische Instrumente aus der Vor-Barockzeit hören, darunter die Viola da Gamba und Pardessus de Viole (Martina Kirchhof) und eine Renaissance- und Barocklaute (Lutz Kirchhof).

Am 2. Dezember sitzt Leopoldo Lipstein aus Leverkusen am Steinway-Flügel im Rathaussaal – das Programm steht noch nicht fest.

Mit zwei Konzerten wird Dmitri Subow am Cembalo ein besonderes Finale zum Jahresabschluss bieten, am Samstag, 15. Dezember, um 17 Uhr und Sonntag, 16. Dezember, um 11 Uhr. Jeweils eine Stunde spielt der Leiter der Kammersolisten Minsk Präludien und Fugen in allen Tonarten von Johann Sebastian Bach aus dem „Wohltemperierten Klavier“, Band II, mit insgesamt 48 Einzelstücken. Jedes hat ein eigenes Thema. Band I hat er bereits in der Kammermusikstunde 2016 vorgetragen.

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