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„Ich wollte etwas Persönlicheres kennenlernen“

Neue Büchereileiterin Sabine Giebeler tauscht Stadtbibliothek Stuttgart gegen Meckenbeuren
Die neue Büchereileiterin Sabine Giebeler hat die Stadtbibliothek Stuttgart gegen Meckenbeuren getauscht.
Britta Baier

Meckenbeuren sz Großstadt gegen kleine Gemeinde, die riesige Stadtbibliothek in Stuttgart gegen die Bücherei in Meckenbeuren getauscht: Seit dem 1. August hat Sabine Giebeler die Nachfolge von Evelyn Hainmüller angetreten. „Im Moment bin ich noch in der Einarbeitungsphase, da ist es ganz günstig, dass die Bücherei in den vergangenen zwei Wochen ferienbedingt geschlossen war“, sagt die neue Büchereileiterin Sabine Giebeler. Sie fühlt sich schon jetzt sehr wohl, denn einige Leser kämen auch trotz der Schließzeiten vorbei und brächten ihre Bücher zurück – da bliebe immer Zeit für ein kleines Gespräch.

„Das sind hier ganz andere persönliche Dimensionen als in Stuttgart, hier können sich alle mit Namen ansprechen, was in einer so großen Stadt weniger möglich ist“, freut sich die 51-Jährige. 20 Jahre lang war die Diplom-Bibliothekarin in der Stadtbibliothek in Stuttgart tätig und hat dort zuletzt die Ebene „Welt“ mit 13 Mitarbeitern und 80 000 Medien geleitet. In Meckenbeuren sind’s jetzt zwei Kolleginnen und 20 000 Medien – ein Unterschied: „Ich wollte nach 20 Jahren mal etwas anderes machen. Schon während meiner Zeit in der Stadtbibliothek habe ich verschiedene Positionen gehabt, wie beispielsweise die Leitung der Bestellabteilung. Weil mir aber der Kontakt zu den Lesern gefehlt hat, habe ich dann gewechselt“, berichtet die Neubürgerin in Meckenbeuren.

Während Sabine Giebeler bisher für den Bereich Landeskunde Baden-Württemberg, Geografie, Geschichte und Sprachen zuständig war, „muss ich hier alles von A bis Z im Blick behalten“. So arbeitet sie sich derzeit in die neuen Sachgebiete ein und genießt gleichzeitig den direkten Kontakt zur Gemeinde. Grundsätzlich will die neue Büchereileiterin die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerin Evelyn Hainmüller fortführen, hat aber auch schon eigene kleine Ideen: In Zukunft will sie vor allem mit der Realschule zusammenarbeiten – wie beispielsweise auf dem Gebiet von Schülerreferaten. „Auch in der Bibliothek gibt es tolle Sachbücher, sodass ich mir wünsche, die Schüler wieder mehr an die Bücherei anzubinden.“

Überhaupt die Kontakte – auf die freut sich Sabine Giebeler am meisten. „Ich wollte etwas Kleineres, Persönlicheres als bisher kennenlernen.“ Außerdem lebt ihre Schwester in Friedrichshafen und Sabine Giebeler liebt die Nähe zum See: „Das werde ich demnächst sehr genießen“, sagt die leidenschaftliche Motorradfahrerin.

Vor etwa vier Wochen hat sie zwar bereits eine kleine Wohnung bezogen, wird diese jedoch in einem Monat dank der neuen persönlichen Beziehungen nochmal gegen eine größere eintauschen: „Das ist im Moment noch alles neu und fremd, aber ich freu mich sehr und bin begeistert von den Menschen und der Gegend hier.“

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