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„Denkwürdiger Tag“: Lückenschluss hin zur B 30

Spürbare Verkehrsentlastung für Tettnanger Straße und Ortskern erhofft – Bauabschnitt II kostet 1,17 Millionen

Meckenbeuren sz Eine relativ kurze Bauzeit (sechs Monate) hat am Ende einer langen Odyssee gestanden: Der Lückenschluss von der Daimlerstraße zur B 30 ist nach vielen Jahren des Wartens und Verhandelns geglückt. Am gestrigen Mittwoch wurde die Straße in Anwesenheit politischer Prominenz freigegeben.

Von einem „denkwürdigen Tag“ sprach Bürgermeister Andreas Schmid, habe das Warten auf den Lückenschluss doch „schon vor meiner Zeit“ eingesetzt. Im Amt war er, als im Mai 2011 der erste Abschnitt der Strecke (720 Meter lang, zwei Millionen Euro kostend) ins Gewerbegebiet hinein bis zum Kreisverkehr an der Daimlerstraße eröffnet wurde.

Den Kreisel gibt es nicht mehr, ein Kreuzungsbereich ist an seine Stelle getreten. Von ihm aus sind es 540 Meter, die an neuer Straße hinzugekommen sind – Kostenpunkt 1,17 Millionen Euro. Am Haus Hauptstraße 105 vorbei mündet sie mit dem Jasminweg in die Bundesstraße und soll für eine spürbare Verkehrsentlastung im Ortskern sorgen.

„Flaschenhals“: Nur B 30 neu hilft

Prognostiziert wird demnach eine Entlastung um 40 Prozent an der Einmündung Tettnanger Straße/B 30 – was freilich nur der Fall ist, wenn das Wissen um die neue Straße verankert, die bereits bestellte Beschilderung aufgestellt ist und die Strecke vom Navi empfohlen wird.

Gemehrt wird die Freude um die Fertigstellung durch zwei Aspekte: Im Jasminweg lässt sich das neue Wohngebiet erschließen, und für das Haus Hauptstraße 105 geht eine „Aktivierung von Lagen“ damit einher, wie sie der Bürgermeister beschrieb – offenbar sollen bislang leerstehende Räumlichkeiten in Bälde belegt sein.

Freilich wollte Andreas Schmid einen Nachteil der „leistungsfähigen Ost-West-Verbindung“ nicht verhehlen – dass trotz des Einbaus des lärmoptimierten Asphalts natürlich vermehrter Lärm im Einmündungsbereich auf die Nachbarschaft zukommt.

Und: „Egal, was wir bauen: Wir enden immer an einem Flaschenhals“, womit Schmid die B 30 meinte. Abhilfe bei der „Nadelöhr-Situation“ werde erst die B 30 neu schaffen.

Schmids Dank galt den zahlreichen Beteiligten, wobei er besonders die stellvertretende Ortsbaumeisterin Ursula Braunger-Martin hervorhob.

An die Menschen, die diese Straße nutzen werden, erinnerte Pfarrer Josef Scherer – auch im Namen von Pfarrer Peter Steinle – und bat: „Gott schenke uns seinen Segen“, samt dem Beisatz: „Lass uns achtsam und rücksichtsvoll unterwegs sein“.

Was Radfahrer entlang der breiten Straße übrigens auf ausgewiesenen Schutzstreifen tun können.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme ab Kratzerach betragen 3,16 Millionen Euro. Im Abschnitt I (1,99 Millionen) flossen 900 000 Euro als Zuschuss aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Die Planzahlen für Abschnitt II (1,17 Millionen) sehen 326 000 Euro als Förderung vor: 791 000 Euro hat die Gemeinde zu stemmen, verteilt auf 2017/18. Der geringere Zuschuss resultiert aus geringeren zuschussfähigen Baukosten (z.B. Ampel, Kreuzungen).

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