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Skandal bei Müller-Brot: Gründerfamilie empört

Skandal bei Müller-Brot: Gründerfamilie empört
Skandal bei Müller-Brot: Gründerfamilie empört (Foto: dapd)

München / dpa/dapd Die früheren Besitzer von Müller-Brot sind nach dem Skandal um die Hygienemängel bei der Großbäckerei entsetzt. „Unser Name wird durch den Dreck gezogen“, sagte Evi Müller der „Abendzeitung“.Ihr Vater Hans hatte das Unternehmen gegründet und 2003 an einen der heutigen Geschäftsführer verkauft.

„Wir sind alle zutiefst geschockt“, sagte Evi Müller. Ihrem 80-jährigen Vater gehe es sehr schlecht, er verlasse das Haus gar nicht mehr. „Ich schäme mich zutiefst, dass unser Name da steht. Mir wäre es lieber, wenn alle Logos verschwinden würden“, sagte sie. Unter Leitung der Müllers sei das Unternehmen ein Musterbetrieb und Hygiene die oberste Prämisse gewesen. „Solche Mängel gab es bei uns nicht. Ich möchte meine Familie davon distanziert sehen.“

Mit Blick auf die aus Hygienegründen vorübergehend stillgelegte Großbäckerei Müller-Brot im Landkreis Freising hat zudem die Verbraucherschutzbeauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, Mechthild Heil, eine zu laxe Lebensmittelaufsicht in Bayern kritisiert. „Es muss von Ländern und Kommunen sichergestellt werden, dass genügend Kontrolleure in den Betrieben sind“, sagte Heil dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Müller-Brot hat seine Produktion vorerst gestoppt, weil das Landratsamt Freising Schädlinge und Verschmutzungen in erheblichem Ausmaß festgestellt hatte. Unter anderem wurde Mäusekot gefunden.

(Erschienen: 04.02.2012 15:05)

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