Baden-Württemberg
Spätaussiedler mit Sprachproblemen
Handlungsbedarf gebe es insbesondere bei der Sprachförderung sowie der beruflichen Eingliederung. Ein Grund für die Integrationsprobleme sieht Stehle in einer doppelten Stigmatisierung: "In Russland sind sie die Deutschen und in Deutschland die Russen." Dies führe teilweise zu einer ablehnenden Haltung gegenüber Staat und Gesellschaft und fördere die Isolation.
Die Zahl zugezogener Spätaussiedler hat seit dem Höchststand im Jahr 1990 mit 92 741 ständig abgenommen. Sie lag in Baden-Württemberg im Jahr 2010 nur noch bei 298 Menschen. Auch für 2011 wird nur noch mit rund 300 gerechnet. Bis Ende der 1980er Jahre kamen die meisten Aussiedler aus Polen und Rumänien. Im Jahr 1991 strömten hingegen bereits mehr als 61 Prozent und ab 1993 mehr als 90 Prozent aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in den Südwesten. 2010 waren es 291 Menschen aus der früheren UdSSR, 5 aus Rumänien und 2 aus Polen.
Laut Stehle hat sich die Zusammensetzung der Gruppe seit den 1990er Jahren erheblich verändert. Während im Jahr 1993 der Anteil der Spätaussiedler selbst bei 74 Prozent lag, waren 25 Prozent Ehegatten und Kinder sowie weniger als 1 Prozent Familienangehörige. 2010 hingegen waren 31 Prozent Spätaussiedler, 56 Prozent Ehegatten und Kinder sowie 13 Prozent Familienangehörige.
Landesinnenministerium zu Spätaussiedlern
(Erschienen: 10.12.2011 15:02)
Handlungsbedarf gebe es insbesondere bei der Sprachförderung sowie der beruflichen Eingliederung. Ein Grund für die Integrationsprobleme sieht Stehle in einer doppelten Stigmatisierung: "In Russland sind sie die Deutschen und in Deutschland die Russen." Dies führe teilweise zu einer ablehnenden Haltung gegenüber Staat und Gesellschaft und fördere die Isolation.
Die Zahl zugezogener Spätaussiedler hat seit dem Höchststand im Jahr 1990 mit 92 741 ständig abgenommen. Sie lag in Baden-Württemberg im Jahr 2010 nur noch bei 298 Menschen. Auch für 2011 wird nur noch mit rund 300 gerechnet. Bis Ende der 1980er Jahre kamen die meisten Aussiedler aus Polen und Rumänien. Im Jahr 1991 strömten hingegen bereits mehr als 61 Prozent und ab 1993 mehr als 90 Prozent aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in den Südwesten. 2010 waren es 291 Menschen aus der früheren UdSSR, 5 aus Rumänien und 2 aus Polen.
Laut Stehle hat sich die Zusammensetzung der Gruppe seit den 1990er Jahren erheblich verändert. Während im Jahr 1993 der Anteil der Spätaussiedler selbst bei 74 Prozent lag, waren 25 Prozent Ehegatten und Kinder sowie weniger als 1 Prozent Familienangehörige. 2010 hingegen waren 31 Prozent Spätaussiedler, 56 Prozent Ehegatten und Kinder sowie 13 Prozent Familienangehörige.
Landesinnenministerium zu Spätaussiedlern
(Erschienen: 10.12.2011 15:02)
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