Baden-Württemberg
Justizminister Goll will trotz Kritik seine Waffen behalten
Zuvor war der stellvertretende Ministerpräsident von der Opposition aus SPD und Grünen erneut attackiert worden. Es sei völlig inakzeptabel, wenn der Minister auf Personenschutz verzichte und dies auch damit begründe, er habe selbst eine Waffe, sagte der SPD- Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel. „Der Justizminister schlüpft damit in die Rolle des Ministers für Selbstjustiz.“
Goll stelle das Gewaltmonopol des Staats infrage und mache sich zum Kronzeugen für alle, die mit einer Waffe herumlaufen. Schmiedel forderte den Minister auf, seine beiden Pistolen abzugeben. „Das kann so nicht stehen bleiben.“ Im Südwestrundfunk distanzierte sich Goll von seinen Äußerungen über die Personenschützer. Er habe auf keinen Fall etwas Negatives über die Personenschützer sagen wollen, er kenne viele und sei der Meinung, dass sie einen sehr guten Job machten. Er habe nur zum Ausdruck bringen wollen, dass ein 100-prozentiger Schutz nicht möglich sei, erklärte Goll dem Sender zufolge.
Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann bezeichnete das Verhalten des Ministers als bizarr. „Es ist besonders fatal, dass er den Sicherheits- und Personenschutz damit diskreditiert.“ Es sei auch unvorstellbar, dass Goll bei einem möglichen Angriff auf ihn „selbst herumballert“. Kretschmann forderte Ministerpräsident Stefan Mappus und Innenminister Heribert Rech (beide CDU) auf, „solch' einem Treiben Einhalt zu gebieten“.
Mappus riet zur „verbalen Abrüstung“. „Ich wehre mich etwas dagegen, dass jeder, der eine Waffe hat, unter Generalverdacht steht.“ Die Kritik der Polizei-Gewerkschaft GdP an Goll sei ein „bisschen überzogen“. Deren Landeschef Rüdiger Seidenspinner hatte erklärt, er halte den Minister für eine „Gefährdung der Allgemeinheit“. Mappus sagte, er selbst hege keine Zweifel an seinen Bodyguards.
(Erschienen: 04.05.2010 18:05)
Zuvor war der stellvertretende Ministerpräsident von der Opposition aus SPD und Grünen erneut attackiert worden. Es sei völlig inakzeptabel, wenn der Minister auf Personenschutz verzichte und dies auch damit begründe, er habe selbst eine Waffe, sagte der SPD- Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel. „Der Justizminister schlüpft damit in die Rolle des Ministers für Selbstjustiz.“
Goll stelle das Gewaltmonopol des Staats infrage und mache sich zum Kronzeugen für alle, die mit einer Waffe herumlaufen. Schmiedel forderte den Minister auf, seine beiden Pistolen abzugeben. „Das kann so nicht stehen bleiben.“ Im Südwestrundfunk distanzierte sich Goll von seinen Äußerungen über die Personenschützer. Er habe auf keinen Fall etwas Negatives über die Personenschützer sagen wollen, er kenne viele und sei der Meinung, dass sie einen sehr guten Job machten. Er habe nur zum Ausdruck bringen wollen, dass ein 100-prozentiger Schutz nicht möglich sei, erklärte Goll dem Sender zufolge.
Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann bezeichnete das Verhalten des Ministers als bizarr. „Es ist besonders fatal, dass er den Sicherheits- und Personenschutz damit diskreditiert.“ Es sei auch unvorstellbar, dass Goll bei einem möglichen Angriff auf ihn „selbst herumballert“. Kretschmann forderte Ministerpräsident Stefan Mappus und Innenminister Heribert Rech (beide CDU) auf, „solch' einem Treiben Einhalt zu gebieten“.
Mappus riet zur „verbalen Abrüstung“. „Ich wehre mich etwas dagegen, dass jeder, der eine Waffe hat, unter Generalverdacht steht.“ Die Kritik der Polizei-Gewerkschaft GdP an Goll sei ein „bisschen überzogen“. Deren Landeschef Rüdiger Seidenspinner hatte erklärt, er halte den Minister für eine „Gefährdung der Allgemeinheit“. Mappus sagte, er selbst hege keine Zweifel an seinen Bodyguards.
(Erschienen: 04.05.2010 18:05)
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Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) will die 4 Landespolizeidirektionen mit den 37 Polizeipräsidien und den Direktionen zu 12 regionalen Präsidien zusammenfassen. An der Präsenz der Polizei soll sich allerdings nichts ändern: Die Polizeireviere in den Städten und die Polizeiposten auf dem Land bleiben erhalten. Die Opposition kritisiert die Pläne von Gall.
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