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Hintergrund: Missbrauchsvorwürfe in vielen Bistümern

Hamburg / dpa In Deutschland werden seit Januar immer mehr Fälle von sexuellem Missbrauch durch katholische Laien, Priester und Ordensleute bekannt. Die zum Teil mehrere Jahrzehnte zurückliegenden Verdachtsfälle betreffen inzwischen 17 der 27 Bistümer:

28. Januar — Bistum Berlin: Am Berliner Canisius-Kolleg der Jesuiten werden erste Verdachtsfälle bekannt, es folgen Dutzende weitere.

1. Februar — Bistum Hamburg: Ehemalige Schüler von Sankt Ansgar in Hamburg geben an, Opfer eines Jesuiten-Paters geworden zu sein.

1. Februar — Bistum Freiburg: Ein zuvor in Berlin tätiger Lehrer soll auch am Jesuiten-Kolleg St. Blasien Schüler missbraucht haben.

1. Februar — Bistum Hildesheim: Vorwürfe gegen Pater in Hildesheim und Göttingen werden bekannt, es folgen Fälle in Hannover.

5. Februar — Bistum Köln: Es wird erstmals über Missbrauchsfälle am Bonner Aloisius-Kolleg berichtet.

9. Februar — Bistum Aachen: Ein Sonderbeauftragter der Kirche ermittelt nach Missbrauchs-Anschuldigungen gegen zwei Priester.

12. Februar — Bistum Paderborn: Die Kirche bestätigt, dass Geistliche in Werl Kinder missbraucht haben sollen.

19. Februar — Bistum Mainz: Am Internat Biesdorf der Missionare von der Heiligen Familie wird Missbrauch durch einen Ordensmann bekannt.

21. Februar — Bistum Augsburg: Gegen Mitarbeiter des ehemalige Heim der Salesianer Don Bosco in Augsburg gibt es Missbrauchsvorwürfe.

21. Februar — Bistum Rottenburg: In Oggelsbeuren soll es in einem Kinderheim der Vinzentinerinnen Missbrauchsfälle gegeben haben.

21. Februar — Bistum Essen: Frühere Mitarbeiter der Behinderten- Einrichtung Franz-Sales-Haus Essen sollen Zöglinge missbraucht haben. 22. Februar — Bistum München: Der Leiter der Schule im oberbayerischen Benediktinerkloster Ettal räumt Missbrauchsfälle ein.

22. Februar — Bistum Würzburg: Nach Missbrauchsvorwürfen wird ein Priester im Würzburger Franziskanerkloster beurlaubt.

23. Februar — Bistum Speyer: Ein Pater soll am Gymnasium Johanneum in Homburg/Saar sexuelle Handlungen an Jungen vorgenommen haben.

28. Februar — Bistum Münster: Ein Pater in Münster-Hiltrup gesteht den sexuellen Missbrauch an Internatsschülern.

3. März — Bistum Limburg: Mehrere Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester werden bekannt.

4. März — Bistum Fulda: Verdachtsfälle betreffen einen Priester und einen kirchlichen Mitarbeiter.

4. März — Bistum Regensburg: Nach Mitteilung des Bistums gab es in der Zeit von 1958 bis 1973 auch Fälle unter anderem bei den weltberühmten Regensburger Domspatzen.

(Erschienen: 04.03.2010 20:00)

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