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Baden-Württemberg

Bürgermeisterin: Baustopp als Geste an Stuttgart-21-Gegner

Bürgermeisterin: Baustopp als Geste an Stuttgart-21-Gegner
Bürgermeisterin: Baustopp als Geste an Stuttgart-21-Gegner

Stuttgart / dpa Die Stuttgarter Schulbürgermeisterin Susanne Eisenmann hat als erste CDU-Politikerin einen Baustopp vor dem geplanten Spitzengespräch zu Stuttgart 21 gefordert.

„Angesichts des Aufruhrs in der Stadt, glaube ich, dass es Sinn macht — wenn man miteinander sprechen will und die Gegner ein Signal brauchen -, den Abbruch des Nordflügels bis zum ersten Treffen auszusetzen“, sagte Eisenmann am Donnerstag in Stuttgart. Sie bestätigte damit einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“. „Dazu gehört aber auch, dass die Demonstranten ihre Proteste bis dahin einstellen.“

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und die Grünen erwarten ein Aussetzen der Bauarbeiten am Nordflügel des Bahnhofs als „Signal der Ernsthaftigkeit“ der Projektträger von Bahn, Land, Stadt und Region Stuttgart. Das Treffen soll in der ersten Septemberhälfte stattfinden.

Eisenmann, die sich als uneingeschränkte Befürworterin von Stuttgart 21 bezeichnet, räumte ein, dass in der Kommunikation vieles schief gelaufen sei. „Ich habe Respekt davor, dass die Größe, die Kosten und die Dauer des Projektes die Leute nervös macht und viele Fragen aufwirft. Man hat zu wenig geworben.“ Jetzt gelte es Antworten zu geben. „Die dauerhafte tiefe Spaltung kann der Stadt nicht gut tun.“ Insbesondere die Gestaltung der Fläche, die hinter dem Bahnhof durch den Abbau der Gleisflächen frei wird, sei eine tolle Chance. „Dies ist die Diskussion der Zukunft.“

(Erschienen: 02.09.2010 11:25)

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