Stadtnachrichten Tuttlingen
Zoll soll beim Aufbau behindert haben
Die Vorwürfe bergen einigen Zündstoff: Wie das Internet-Musikportal laut.de mitteilt, werfen Mitarbeiter des Southside-Festivals den Zollfahndern indirekt vor, an dem tödlichen Unfall bei den Aufbau-Arbeiten mitschuldig zu sein.
Kurz vor Beginn des Sturms soll der Zoll in Mannschäftsstärke auf das Gelände gekommen sein, um nach Schwarzarbeitern und Drogen zu fahnden. Zu diesem Zeitpunkt war die Sturmwarnung, die auch über Radio verbreitet wurde, bereits eine Stunde alt. Auf dem Gelände soll der Zoll sofort alle Festival-Mitarbeiter zusammen gerufen haben - auch jene, die zur Sicherung von Bühnen, Zelten und anderen Gerätschaften abgestellt waren, um zu verhindern, dass lose Teile durch den herannahenden Sturm herumgewirbelt werden können. Die Zollfahnder sollen ihre Ermittlungen aber auch noch fortgesetzt haben, als der Sturm mit 120 Stundenkilometern bereits in vollem Gange war.
Das jedoch verneint Wolfgang Schoch, Sprecher der Polizeidirektion Tuttlingen, die mit den Ermittlungen befasst ist: "Die Zollkontrolle hat stattgefunden, aber sie wurde abgebrochen, als der Sturm begonnen hat." Schoch bestätigt außerdem, dass schon auf dem Festgelände entsprechende Vorwürfe gegen die Zollfahnder an die Polizei gerichtet wurden.
Wie laut.de weiter mitteilt, habe die Festivalleitung die Zollbeamten dringend gebeten, die Razzia auszusetzen, bis das Gelände "sturmsicher" gemacht worden ist. Andreas Sengebusch vom Veranstalter FKP Scorpio und Festivalleiter beim Southside, will dazu keine Stellung abgeben: "So lange die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, geben wir dazu keinen Kommentar ab."
Auch das Hauptzollamt Singen gibt zu den Ermittlungen keine Stellungnahme ab.
"Der Vorwurf ist da", sagt Polizeisprecher Wolfgang Schoch. Die Tuttlinger Beamten hätten auch Aussagen aufgenommen und mit den Zollbeamten gesprochen. Die Erkenntnisse hat die Polizei an die Staatsanwaltschaft Rottweil weitergeleitet.
Entscheidend wird das abschließende Gutachten des Sachverständigen zum Unfallhergang sein. Dieses liegt laut Aussage von Wolfgang Schoch aber noch nicht vor. Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Unfall, bei dem ein Sanitäter getötet und ein zweiter lebensgefährlich verletzt wurden, durch ein umherfliegendes Zelt verursacht worden. Dieses hatte das große Festzelt zerstört, dessen Teile den Sanitätswagen getroffen hatten. Nun muss geklärt werden, wer für die Sicherung des umherfliegenden Zeltes verantwortlich war - und ob er daran gehindert wurde.
(Erschienen: 14.07.2007 00:07)
Die Vorwürfe bergen einigen Zündstoff: Wie das Internet-Musikportal laut.de mitteilt, werfen Mitarbeiter des Southside-Festivals den Zollfahndern indirekt vor, an dem tödlichen Unfall bei den Aufbau-Arbeiten mitschuldig zu sein.
Kurz vor Beginn des Sturms soll der Zoll in Mannschäftsstärke auf das Gelände gekommen sein, um nach Schwarzarbeitern und Drogen zu fahnden. Zu diesem Zeitpunkt war die Sturmwarnung, die auch über Radio verbreitet wurde, bereits eine Stunde alt. Auf dem Gelände soll der Zoll sofort alle Festival-Mitarbeiter zusammen gerufen haben - auch jene, die zur Sicherung von Bühnen, Zelten und anderen Gerätschaften abgestellt waren, um zu verhindern, dass lose Teile durch den herannahenden Sturm herumgewirbelt werden können. Die Zollfahnder sollen ihre Ermittlungen aber auch noch fortgesetzt haben, als der Sturm mit 120 Stundenkilometern bereits in vollem Gange war.
Das jedoch verneint Wolfgang Schoch, Sprecher der Polizeidirektion Tuttlingen, die mit den Ermittlungen befasst ist: "Die Zollkontrolle hat stattgefunden, aber sie wurde abgebrochen, als der Sturm begonnen hat." Schoch bestätigt außerdem, dass schon auf dem Festgelände entsprechende Vorwürfe gegen die Zollfahnder an die Polizei gerichtet wurden.
Wie laut.de weiter mitteilt, habe die Festivalleitung die Zollbeamten dringend gebeten, die Razzia auszusetzen, bis das Gelände "sturmsicher" gemacht worden ist. Andreas Sengebusch vom Veranstalter FKP Scorpio und Festivalleiter beim Southside, will dazu keine Stellung abgeben: "So lange die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, geben wir dazu keinen Kommentar ab."
Auch das Hauptzollamt Singen gibt zu den Ermittlungen keine Stellungnahme ab.
"Der Vorwurf ist da", sagt Polizeisprecher Wolfgang Schoch. Die Tuttlinger Beamten hätten auch Aussagen aufgenommen und mit den Zollbeamten gesprochen. Die Erkenntnisse hat die Polizei an die Staatsanwaltschaft Rottweil weitergeleitet.
Entscheidend wird das abschließende Gutachten des Sachverständigen zum Unfallhergang sein. Dieses liegt laut Aussage von Wolfgang Schoch aber noch nicht vor. Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Unfall, bei dem ein Sanitäter getötet und ein zweiter lebensgefährlich verletzt wurden, durch ein umherfliegendes Zelt verursacht worden. Dieses hatte das große Festzelt zerstört, dessen Teile den Sanitätswagen getroffen hatten. Nun muss geklärt werden, wer für die Sicherung des umherfliegenden Zeltes verantwortlich war - und ob er daran gehindert wurde.
(Erschienen: 14.07.2007 00:07)

































