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Tuttlingen Sport

Dan Hacker trifft in der Verlängerung zum SERC-Sieg

VS-Schwenningen / wit Die Schwenninger Wild Wings sind mit einem Erfolg vom EV Landshut zurückgekehrt. Der SERC gewann in einer ruppigen Partie beim Tabellenführer 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0).

Paukenschlag im Spitzenspiel der zweiten Eishockey-Bundesliga: Der EV Landshut ging gleich mit seinem ersten Schuss in Führung. Es war eine schöne Kombination des Bruderpaares Maximilian und Thomas Brandl, die Maximilian Brandl erfolgreich abschloss. Ansonsten bemühten sich beide Mannschaften in erster Linie um gute Defensivarbeit, nach vorne ging wenig. Vor allem bei den Schwenningern, die im ersten Drittel keine nennenswerte Torchance zu verzeichnen hatten.

Beim EV Landshut war aber auch nur die Linie mit den Brandl-Brüdern und Elia Ostwald gefährlich. Ostwald kam in der neunten Minute in aussichtsreicher Position zum Abschluss, der Puck ging aber neben das von Sinisa Martinovic gehütete Gehäuse. Schwaches Powerplay der Gäste in der 16. Minute, Bill Trew wäre beinahe in Unterzahl das zweite Landshuter Tor geglückt. Zum Ende des ersten Drittels wurde es ruppig. SERC-Stürmer Marc Wittfoth bekam von EVL-Verteidiger Andreas Geipel einen Kniecheck, Geipel bekam dafür von Schiedsrichter Florian Zehetleitner fünf Minuten plus Spieldauerstrafe diktiert. Brock Hooton foulte Trew, der SERC-Topscorer bekam dafür zwei plus zehn Strafminuten.

Auch im zweiten Drittel standen beide Kontrahenten in der Defensive sehr sicher, ließen kaum etwas zu. Die Mannschaften spielten auf Augenhöhe. Allerdings das große Spitzenspiel, oder gar ein Spiel mit Play-off-Charakter, wie SERC-Trainer Jürgen Rumrich die Partie im Vorfeld bezeichnete, war es nicht. Schwenningen kam zu zwei guten Ausgleichsmöglichkeiten. In der 26. Minute passte Dominic Walsh auf Dominik Quinlan, der zog ab, Sebastian Vogl konnte jedoch abwehren, Quinlan kam noch zum Nachschuss, doch wieder war der EVL-Goalie zur Stelle. In der 33. Minute scheiterte Peter Boon mit einem Schuss am Landshuter Pfosten. Die Partie war hartumkämpft und es gab immer wieder Nickligkeiten.

Fünf Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da gelang den Wild Wings der Ausgleich. Nach Zuspiel von Rob Sandrock traf Sleigher in den Torwinkel. Danach schickte der Referee die Schwenninger reihenweise auf die Strafbank. Bis zu sechs Schwenninger waren dann auch gleichzeitig auf dem Sünderbänkchen. Doch das Duell der besten Powerplay-Mannschaft der Liga, Landshut, und der besten Unterzahlmannschaft der Liga, Schwenningen, ging ganz klar an die Wild Wings. Die Schwäne kämpften in Unterzahl aufopferungsvoll und den Cannibals fiel in Überzahl nichts ein. Hooton kassierte noch eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen eines hohen Stocks gegen Max Brandl, der blutete. Tore fielen aber keine mehr, es ging in die Verlängerung.

Es war die dritte Minute der Overtime, als Sandrock abzog, Goalie Vogl konnte nur abprallen lassen, Dan Hacker kam zum Nachschuss und traf zum 1:2. Damit hatten die Schwenninger, aufgrund ihrer hervorragenden Arbeit in Unterzahl, letztlich verdient beim Spitzenreiter gewonnen.

Tore: 1:0 (2. Minute) Maximilian Brandl (Thomas Brandl, Ostwald), 1:1 (45.) Sleigher (Borzecki, Sandrock), 1:2 (63.) Hacker (Sandrock). - Strafen: Landshut 21 plus Spieldauer Geipel, Schwenningen 23 Minuten plus Spieldauer Hooton, plus zehn Minuten Disziplinarstrafe Quinlan und Sleigher. - Schiedsrichter: Florian Zehetleitner (Oberstdorf). - Zuschauer: 2070.

(Erschienen: 05.02.2012 21:20)

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