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Stadtnachrichten Tuttlingen

Jahrhundert-Ausstellung mit Werken von Frank Stella in der Städtischen Galerie eröffnet

Jahrhundert-Ausstellung mit Werken von Frank Stella in der Städtischen Galerie eröffnet
Jahrhundert-Ausstellung mit Werken von Frank Stella in der Städtischen Galerie eröffnet

Tuttlingen / sz Das Gedränge war so groß, dass die Kunstwerke selber, die plastisch in den Raum ragen, gefährdet waren. Beschädigungen wären da teuer gekommen – das größte Exponat der Ausstellung, die Skulptur „tengan-tangenan“ (2009) ist allein mit 700 000 Dollar versichert. Eine solche Ausstellung mit einem solchen Künstler von Weltrang hat Tuttlingen wohl noch nicht gesehen.

Oberbürgermeister Michael Beck begrüßte die Gäste, darunter mit Professor Michael Ungethüm und Dr. Joachim Schulz zwei Vertreter der Firma Aesculap, die zu den Hauptsponsoren des „Weltereignisses“ (Beck) zählt. Ohne gewichtige Unternehmen wie Daimer, Ritter Sport oder eben der Tuttlinger Konzern wäre die Stella-Schau so  nicht möglich – zumal die Galerie bei ihrer Politik bleibt, den Eintritt frei zu gestalten.

Für Beck war  es „eine große Ehre“, nicht nur die Ausstellung in den städtischen Mauern zu begrüßen, sondern den Künstler selbst, der mit seiner Ehefrau Harriet McGurk in der ersten Reihe saß – eine „lebende Legende“ (Beck). Beck erinnerte an ein paar Stationen aus Stellas Leben, der seit Ende der 50er-Jahre künstlerisch tätig ist und dessen letzte Ausstellung in Deutschland vor zehn Jahren zu sehen war – in Jena. Galerieleiterin Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck erinnerte an die jahrelange Vorbereitung der Ausstellung, die nun fast die Dimensionen der Galerie sprenge – sieben Männer hatte erhebliche  Mühe, das  größte Exponat der Werkschau überhaupt durch die Tür zu bekommen.

Anna-Maria Ehrmann-Schindlbeck führte die Gäste in das Oeuvre Stellas ein, der in Tuttlingen mit Beispielen aus vier Werkgruppen zu sehen ist, darunter der K-Serie, bei der er sich von der Musik von  Domenico Scarlatti hatte anregen lassen (K nach dem Cembalisten und Musikwissenschaftler Ralph Kirkpatrick, der das Scarlatti-Werkverzeichnis erstellt hat). Passend dazu spielte die Pianistin Henriette Gärtner zwei Sonaten des italienischen Barock-Komponisten und Bach-Zeitgenossen auf dem Steinway-Flügel.

(Erschienen: 17.07.2011 13:15)

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