Stadtnachrichten Tuttlingen
Großrazzia im Motorrad-Milieu: Polizei findet Beweismittel
„Wir suchen nach Beweismitteln im Zusammenhang mit einer Schlägerei Mitte Januar in Engen“, begründete Peter Hauke, Sprecher der Polizeidirektion Konstanz, die Razzien. Gewalttätige Mitglieder des Motorradclubs „Red Devils“ sollen dort drei Personen krankenhausreif geschlagen haben.
In der Nacht zum 15. Januar hatten um 3.30 Uhr zunächst zwei Männer das Lokal in Engen betreten und die Gäste aufgefordert, sofort zu verschwinden. Später kamen acht bis zehn weitere Männer, offensichtlich Verstärkung, hinzu, die ebenfalls Streit suchten, Gläser und Geschirr zu Boden warfen: „So kam es dann zu einer Schlägerei mit einer Personengruppe, die sich ebenfalls in der Gaststätte aufhielt“, berichtet Hauke. Drei Personen wurden verletzt, zwei von ihnen mussten im Krankenhaus stationär behandelt werden. „Bei mindestens einem Opfer könnten schwerere Verletzungen, deren Ausmaß nicht abschließend eingeschätzt werden kann, zu befürchten sein“, heißt es in Polizeikreisen. Der Täter habe wegen vorsätzlicher Körperverletzung möglicherweise eine mehrjährige Haftstrafe zu erwarten. Die Schläger flüchteten unerkannt. Schon in der ersten Mitteilung der Polizei hieß es: „Möglicherweise handelt es sich bei den Tätern um Angehörige einer Rockergruppierung.“
Diese Vermutung wollen Polizei und Staatsanwaltschaft nun erhärten. Sie wollen den „Red Devil“-Mitgliedern nachweisen, dass sie an der Schlägerei beteiligt gewesen sind. Über das mögliche Motiv kann die Polizei derzeit nichts sagen: „Das ist eine ganz normale Gaststätte“, weiß Polizeisprecher Hauke, „bisher gab es da keine Auffälligkeiten.“ Auch habe es sich um normale Gäste gehandelt.
Mit einem Großaufgebot aus eigenen Kräften und der Bereitschaftspolizei rückte die Polizei gestern früh gleichzeitig in einer Rockerkneipe in Tuttlingen-Nendingen und zehn weiteren Häusern und Wohnungen im Landkreis Tuttlingen ein. Zeitgleich durchsuchten die Beamten sechs weitere Objekte in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Konstanz, Ravensburg sowie in Freiburg und Heilbronn. Landesweit waren 135 Polizeibeamte an der Durchsuchungsaktion beteiligt. Am späten Vormittag war die Aktion beendet.
„Wir haben etliche Beweisstücke sichergestellt“, berichtete Hauk später. Es seien mehrere Kutten und andere Bekleidungsstücke, Mobiltelefone und verbotene Schlagwerkzeuge beschlagnahmt worden. Sie werden nun kriminaltechnisch untersucht. Vor allem hoffen die Beamten, dass Faserspuren oder Blutreste an beschlagnahmten Kleidungsstücken zu finden sind: „Über DNA-Spuren wäre es dann möglich, dass wir eine Verbindung zwischen den ,Red Devils‘ und den Opfern herstellen.“
(Erschienen: 24.01.2012 18:10)
„Wir suchen nach Beweismitteln im Zusammenhang mit einer Schlägerei Mitte Januar in Engen“, begründete Peter Hauke, Sprecher der Polizeidirektion Konstanz, die Razzien. Gewalttätige Mitglieder des Motorradclubs „Red Devils“ sollen dort drei Personen krankenhausreif geschlagen haben.
In der Nacht zum 15. Januar hatten um 3.30 Uhr zunächst zwei Männer das Lokal in Engen betreten und die Gäste aufgefordert, sofort zu verschwinden. Später kamen acht bis zehn weitere Männer, offensichtlich Verstärkung, hinzu, die ebenfalls Streit suchten, Gläser und Geschirr zu Boden warfen: „So kam es dann zu einer Schlägerei mit einer Personengruppe, die sich ebenfalls in der Gaststätte aufhielt“, berichtet Hauke. Drei Personen wurden verletzt, zwei von ihnen mussten im Krankenhaus stationär behandelt werden. „Bei mindestens einem Opfer könnten schwerere Verletzungen, deren Ausmaß nicht abschließend eingeschätzt werden kann, zu befürchten sein“, heißt es in Polizeikreisen. Der Täter habe wegen vorsätzlicher Körperverletzung möglicherweise eine mehrjährige Haftstrafe zu erwarten. Die Schläger flüchteten unerkannt. Schon in der ersten Mitteilung der Polizei hieß es: „Möglicherweise handelt es sich bei den Tätern um Angehörige einer Rockergruppierung.“
Diese Vermutung wollen Polizei und Staatsanwaltschaft nun erhärten. Sie wollen den „Red Devil“-Mitgliedern nachweisen, dass sie an der Schlägerei beteiligt gewesen sind. Über das mögliche Motiv kann die Polizei derzeit nichts sagen: „Das ist eine ganz normale Gaststätte“, weiß Polizeisprecher Hauke, „bisher gab es da keine Auffälligkeiten.“ Auch habe es sich um normale Gäste gehandelt.
Mit einem Großaufgebot aus eigenen Kräften und der Bereitschaftspolizei rückte die Polizei gestern früh gleichzeitig in einer Rockerkneipe in Tuttlingen-Nendingen und zehn weiteren Häusern und Wohnungen im Landkreis Tuttlingen ein. Zeitgleich durchsuchten die Beamten sechs weitere Objekte in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Konstanz, Ravensburg sowie in Freiburg und Heilbronn. Landesweit waren 135 Polizeibeamte an der Durchsuchungsaktion beteiligt. Am späten Vormittag war die Aktion beendet.
„Wir haben etliche Beweisstücke sichergestellt“, berichtete Hauk später. Es seien mehrere Kutten und andere Bekleidungsstücke, Mobiltelefone und verbotene Schlagwerkzeuge beschlagnahmt worden. Sie werden nun kriminaltechnisch untersucht. Vor allem hoffen die Beamten, dass Faserspuren oder Blutreste an beschlagnahmten Kleidungsstücken zu finden sind: „Über DNA-Spuren wäre es dann möglich, dass wir eine Verbindung zwischen den ,Red Devils‘ und den Opfern herstellen.“
(Erschienen: 24.01.2012 18:10)


































