Rund um Tuttlingen
Voller Yoga-Kurs bringt ihn zum Tanz
Auch Monten ist ständig in Bewegung, bleibt nie lang an einem Ort. Der gebürtige New Yorker lebt seit 2001 in Deutschland. Als Tänzer und Choreograph hat er seither unter anderem am Heidelberger Stadttheater und im Ballett des Stadttheaters im schweizerischen Bern mitgewirkt.
Dabei hat der heute 36-Jährige den Tanz erst mit 20 Jahren für sich entdeckt. „Ich brauchte einen Ausgleich zum eher demotivierenden Klavier-Unterricht. Die Yoga-Kurse waren schon voll, also bin ich in den Jazz-Dance gegangen und da hat mich die Tanzleidenschaft gepackt“, sagt Joshua Monten. Neben seinem abgeschlossenen Literaturstudium hat der US-Amerikaner vier Jahre lang ein Tanz-Studium an der North Carolina School of the Arts absolviert. Auf dem Programm standen Ballett, Modern Dance, Improvisation, westafrikanischer Tanz, Choreographie und Anatomie. „Oft mussten wir bis zu zehn Stunden am Tag üben“, erzählt er. Seinen Schwerpunkt hat der 36-Jährige auf den zeitgenössischen Tanz und das Tanztheater gelegt. Seit rund drei Jahren arbeitet er nicht mehr nur als Tänzer sondern auch als Choreograph.
Zwei Tanzszenen – beim Maskenball in verschiedenen Häsern und in der Gruft gegen Ende des Stücks – müssen die Schauspieler bei „Romeo und Julia“ in Konstanz meistern. „Ich übe seit dem 12. Dezember mit ihnen. Sie machen sich gut, denn sie sind motiviert und haben Spiel- sowie Bewegungsfreude“, erzählt Joshua Monten. Ein Akteur musste wegen Krankheit ausgetauscht werden – für den Neuen gibt es jetzt Sonderproben. Die größte Schwierigkeit in der sehr rhythmischen Choreografie sei es, Tanz und Musik ganz präzise aufeinander abzustimmen: „Da gibt es kein Platz zum Schummeln.“
Als Choreograph habe er viel Verantwortung, gleichzeitig könne er aber auch freier arbeiten und sich mehr mit dem Text und der Musik eines Stücks beschäftigen, als als Tänzer, sagt Monten. Besonders stolz ist der 36-Jährige auf seine Choreographie für die Ballettkomödie „Plateé“. In seiner Rolle als Tänzer hat ihm die moderne Interpretation des „Schwanensee“ in Bern am besten gefallen – auch im Tutu. „Tanzen löst bei mir Glückshormone aus, ohne werde ich unleidig“, fasst Monten zusammen. Und so arbeitet er sich von Projekt zu Projekt, was das Leben nicht immer leicht macht. Noch dieses Jahr soll zudem sein erstes, ganz eigenes Werk fertig werden. Jetzt konzentriert sich Joshua Monten aber noch intensiv auf das Ensemble von „Romeo und Julia“, damit sich bei der Premiere keiner vertanzt.
(Erschienen: 25.01.2012 18:30)
Auch Monten ist ständig in Bewegung, bleibt nie lang an einem Ort. Der gebürtige New Yorker lebt seit 2001 in Deutschland. Als Tänzer und Choreograph hat er seither unter anderem am Heidelberger Stadttheater und im Ballett des Stadttheaters im schweizerischen Bern mitgewirkt.
Dabei hat der heute 36-Jährige den Tanz erst mit 20 Jahren für sich entdeckt. „Ich brauchte einen Ausgleich zum eher demotivierenden Klavier-Unterricht. Die Yoga-Kurse waren schon voll, also bin ich in den Jazz-Dance gegangen und da hat mich die Tanzleidenschaft gepackt“, sagt Joshua Monten. Neben seinem abgeschlossenen Literaturstudium hat der US-Amerikaner vier Jahre lang ein Tanz-Studium an der North Carolina School of the Arts absolviert. Auf dem Programm standen Ballett, Modern Dance, Improvisation, westafrikanischer Tanz, Choreographie und Anatomie. „Oft mussten wir bis zu zehn Stunden am Tag üben“, erzählt er. Seinen Schwerpunkt hat der 36-Jährige auf den zeitgenössischen Tanz und das Tanztheater gelegt. Seit rund drei Jahren arbeitet er nicht mehr nur als Tänzer sondern auch als Choreograph.
Zwei Tanzszenen – beim Maskenball in verschiedenen Häsern und in der Gruft gegen Ende des Stücks – müssen die Schauspieler bei „Romeo und Julia“ in Konstanz meistern. „Ich übe seit dem 12. Dezember mit ihnen. Sie machen sich gut, denn sie sind motiviert und haben Spiel- sowie Bewegungsfreude“, erzählt Joshua Monten. Ein Akteur musste wegen Krankheit ausgetauscht werden – für den Neuen gibt es jetzt Sonderproben. Die größte Schwierigkeit in der sehr rhythmischen Choreografie sei es, Tanz und Musik ganz präzise aufeinander abzustimmen: „Da gibt es kein Platz zum Schummeln.“
Als Choreograph habe er viel Verantwortung, gleichzeitig könne er aber auch freier arbeiten und sich mehr mit dem Text und der Musik eines Stücks beschäftigen, als als Tänzer, sagt Monten. Besonders stolz ist der 36-Jährige auf seine Choreographie für die Ballettkomödie „Plateé“. In seiner Rolle als Tänzer hat ihm die moderne Interpretation des „Schwanensee“ in Bern am besten gefallen – auch im Tutu. „Tanzen löst bei mir Glückshormone aus, ohne werde ich unleidig“, fasst Monten zusammen. Und so arbeitet er sich von Projekt zu Projekt, was das Leben nicht immer leicht macht. Noch dieses Jahr soll zudem sein erstes, ganz eigenes Werk fertig werden. Jetzt konzentriert sich Joshua Monten aber noch intensiv auf das Ensemble von „Romeo und Julia“, damit sich bei der Premiere keiner vertanzt.
(Erschienen: 25.01.2012 18:30)

































