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Lang schneidet schneller als der Schall

Firma im take-off-Gewerbepark ist auf die Wasserstrahl-Schneidetechnik spezialisiert
Lang schneidet schneller als der Schall
Lang schneidet schneller als der Schall

Von Michael Hochheuser

Neuhausen ob Eck - Ein Motorrad als Pizzaschneider? Frank-Dieter Lang ist um originelle Ideen nicht verlegen. „Mein alter war nicht scharf genug, da hab ich mir einen eigenen gemacht – ich war früher Motorradfahrer“, sagt der 46-Jährige.

Langs Spezialgebiet ist das Schneiden von Metallen, Kunststoffen und Steinen mittels Wasserstrahl. Bei dieser Technik erzeugt ein Wasser-Sand-Gemisch einen Druck von bis zu 4000 bar: In einer Spezialmaschine trifft das Wasser mit laut Lang „dreifacher Schallgeschwindigkeit“ samt des Granitsandes auf die Schnittstellen. Der Diplom-Ingenieur gibt zuvor am Computer ein, wohin der Schneidkopf fahren soll. „Das Wasser ist zum Beschleunigen gedacht, die Schnitte an sich macht der Sand“, erläutert er.

Mit seiner Firma Lang Metalltechnik hat sich der Nendinger vor sieben Jahren im take-off-Gewerbepark niedergelassen. „Es ist der ideale Standort, ich habe hier auch Kunden.“ 1995 hatte der gelernte Werkzeugmacher auf dem zweiten Bildungsweg erfolgreich den Studiengang Werkstoff- und Oberflächentechnik an der Fachhochschule Furtwangen abgeschlossen. Vor dem Umzug nach Neuhausen hatte er eine Firma in seinem Heimatort Stetten. Vor der Firmengründung stand eine Grundsatzentscheidung: Schneiden per Wasserstrahl oder mittels Laser? „Ich habe mich für ersteres entschieden, weil der Wasserstrahl universeller einsetzbar ist.“

Mit seiner Mitarbeiterin Christine Spadi fertigt der Zulieferer in erster Linie Rohlinge für die Medizintechnik. Hinzu kommen Schriftzüge und Zahlen – etwa für Hausnummern. Langs Produkte sind vielerorts im Kreis zu sehen: So zieren seine Buchstaben die Nendinger Donauhalle oder das Neuhauser Rathaus. „Derzeit entstehen Schriftzüge für die Urnenwand des Friedhofs in Neuhausen“, erzählt er.

Und daneben fertig er regelmäßig Unikate wie einen Granit-Tisch, in den er mittels Wasserstrahl das Ferrari-Symbol eingeschnitten hat – „als Schumi zum letzten Mal Weltmeister war“, lacht Lang. Oder filigrane Schmetterlinge aus Edelstahl, „um zu zeigen, wie präzise die Maschine ist“. Bis zu einer Tiefe von 150 Millimetern könnten die Schnitte reichen. „Die Maschine hat unendlich viele Möglichkeiten“, sagt Lang. Wichtig für sein Tun sei die Erfahrung, denn „spröde Werkstoffe können platzen“.

(Erschienen: 06.02.2012 18:25)

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