Rund um Tuttlingen
Alte Löschfahrzeug bleibt in der Gemeinde
Mit der Auslieferung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF 20/16 im Oktober 2009 an die Abteilungswehr Neuhausen war als Ersatzbeschaffung für das 27 Jahre alte LF 16/12 der Verkauf des Löschfahrzeugs vorgesehen. Für das alte Fahrzeug (ohne Beladung) wäre eine Verwertungsfirma für Feuerwehrfahrzeuge bereit, 13000 Euro zu bezahlen. Dieser Betrag wäre in Anbetracht der finanziellen Lage für die Gemeinde eine willkommene Einnahme, waren sich alle Gemeinderäte einig.
Für den Verbleib des Löschfahrzeugs und damit den Verzicht der Einnahme sprachen vor allem feuerwehrtaktische Überlegungen. Auf der Gemarkung Neuhausen befinden sich etliche Außengehöfte, große Waldflächen und nicht zuletzt das Freilichtmuseum, in deren Bereichen die Wasserversorgung schlecht bis unzureichend sei und zusätzlich mitgeführtes Löschwasser von bis zu 1400 Litern auf dem Löschfahrzeug beim ersten Löschangriff von großem Vorteil sei. Mit einem zweiten wasserführenden Fahrzeug vor Ort bedeute eine höhere Schlagkraft der Wehr und somit den Brandschutz innerhalb der Gemeinde.
Gesamtkommandant Wolfram Nestel nahm zur Sachlage Stellung und führte als weiterer Grund für den Verbleib des Löschfahrzeugs das Southside-Festival an. Ein Einsatz während des Festivals mit dem neuen HLF 20/16 sei aus seiner Sicht nur schwer vorstellbar, so dass der Einsatz des LF 16/12 zum Vorteil und Schutz der Festivalbesucher sei. Der Einsatz würde auch Einnahmen von 500 Euro erzielen.
Gemeinderat Harald Müller war gegen den Verbleib, da durch die Ersatzbeschaffung das alte Fahrzeug verkauft werden sollte und die Einnahmen der Gemeinde gut täten. Gemeinderätin Sylvia Vogler enthielt sich der Stimme, war aber im Wesentlichen auch gegen den Verbleib, da sie der Meinung war, die drei Abteilungswehren seien für den Brandschutz bestens ausgerüstet und ausgebildet.
50 Zuhörer warteten nach kontroverser Diskussion auf das Abstimmungsergebnis, das den Verbleib des LF 16/12 bei der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen brachte. Sollten jedoch Umstände eintreten, die einen wirtschaftlichen Betrieb nicht mehr zulassen, erfolge keine Ersatzbeschaffung durch die Gemeinde. Wartungsarbeiten werden, soweit möglich und gesetzlich zulässig, durch Angehörige der Abteilungswehr Neuhausen selbst erledigt. Das LF 16/12 wird den anderen Abteilungswehren zu Ausbildungs- und Übungszwecken zur Verfügung gestellt.
In einem weiteren Punkt nahm der Rat zur Kenntnis, dass die Gemeinde im Deka-Spezial-Fonds „Kommunal-TUT-Balanced-Fond“ derzeit 17 870 Anteile zu einem Kurswert von rund 1,9 Millionen Euro besitze.
(Erschienen: 29.07.2010 14:50)
Mit der Auslieferung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs HLF 20/16 im Oktober 2009 an die Abteilungswehr Neuhausen war als Ersatzbeschaffung für das 27 Jahre alte LF 16/12 der Verkauf des Löschfahrzeugs vorgesehen. Für das alte Fahrzeug (ohne Beladung) wäre eine Verwertungsfirma für Feuerwehrfahrzeuge bereit, 13000 Euro zu bezahlen. Dieser Betrag wäre in Anbetracht der finanziellen Lage für die Gemeinde eine willkommene Einnahme, waren sich alle Gemeinderäte einig.
Für den Verbleib des Löschfahrzeugs und damit den Verzicht der Einnahme sprachen vor allem feuerwehrtaktische Überlegungen. Auf der Gemarkung Neuhausen befinden sich etliche Außengehöfte, große Waldflächen und nicht zuletzt das Freilichtmuseum, in deren Bereichen die Wasserversorgung schlecht bis unzureichend sei und zusätzlich mitgeführtes Löschwasser von bis zu 1400 Litern auf dem Löschfahrzeug beim ersten Löschangriff von großem Vorteil sei. Mit einem zweiten wasserführenden Fahrzeug vor Ort bedeute eine höhere Schlagkraft der Wehr und somit den Brandschutz innerhalb der Gemeinde.
Gesamtkommandant Wolfram Nestel nahm zur Sachlage Stellung und führte als weiterer Grund für den Verbleib des Löschfahrzeugs das Southside-Festival an. Ein Einsatz während des Festivals mit dem neuen HLF 20/16 sei aus seiner Sicht nur schwer vorstellbar, so dass der Einsatz des LF 16/12 zum Vorteil und Schutz der Festivalbesucher sei. Der Einsatz würde auch Einnahmen von 500 Euro erzielen.
Gemeinderat Harald Müller war gegen den Verbleib, da durch die Ersatzbeschaffung das alte Fahrzeug verkauft werden sollte und die Einnahmen der Gemeinde gut täten. Gemeinderätin Sylvia Vogler enthielt sich der Stimme, war aber im Wesentlichen auch gegen den Verbleib, da sie der Meinung war, die drei Abteilungswehren seien für den Brandschutz bestens ausgerüstet und ausgebildet.
50 Zuhörer warteten nach kontroverser Diskussion auf das Abstimmungsergebnis, das den Verbleib des LF 16/12 bei der Freiwilligen Feuerwehr Neuhausen brachte. Sollten jedoch Umstände eintreten, die einen wirtschaftlichen Betrieb nicht mehr zulassen, erfolge keine Ersatzbeschaffung durch die Gemeinde. Wartungsarbeiten werden, soweit möglich und gesetzlich zulässig, durch Angehörige der Abteilungswehr Neuhausen selbst erledigt. Das LF 16/12 wird den anderen Abteilungswehren zu Ausbildungs- und Übungszwecken zur Verfügung gestellt.
In einem weiteren Punkt nahm der Rat zur Kenntnis, dass die Gemeinde im Deka-Spezial-Fonds „Kommunal-TUT-Balanced-Fond“ derzeit 17 870 Anteile zu einem Kurswert von rund 1,9 Millionen Euro besitze.
(Erschienen: 29.07.2010 14:50)

































