Stadtnachrichten Trossingen
Lametta oder Bitterschokolade können für Tiere tödlich sein
Was sind typische Gefahren für Tiere an Weihnachten?
Weihnachten ist ja für die ganze Familie eine Ausnahmesituation: Überall stehen leckere Weihnachtsbäckereien rum, und am Christbaum hängen zerbrechliche Kugeln. Da sollte man mal kurz innehalten und überlegen, wie mein Hund oder meine Katze das wahrnimmt. Man sollte mal aus Sicht des Tieres durch den Raum gehen. Wenn zum Beispiel unterm Baum wegen der Nadeln ein Tuch liegt, dann kann der Hund da ausrutschen und knallt in den Baum. In Weihnachtsgebäck ist vielfach Alkohol drin und wir haben zu Teil Tiere, die ziemlich in den Seilen hängen, weil sie besoffen sind. Den Schokoladenweihnachtsmann, der am Weihnachtsbaum hängt, findet auch der Hund ganz lecker. Und er frisst ihn dann samt Staniolpapier und Schnürchen dran. Besonders vorsichtig sollte man bei Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil sein. Was die wenigsten wissen: Sieben Gramm Bitterschokolade pro Kilogramm Hund sind tödlich. Katzen finden es ganz toll, wenn das Lametta glitzert. Wenn sie das aber fressen, kann es sich verknäulen und einen Darmverschluss geben. Im Prinzip darf man die Tiere nicht unbeobachtet lassen. Und wenn was passiert, sollte man nicht gleich blindlings zum Tierarzt laufen, sondern vorher anrufen. Wenn der Tierarzt nämlich an dem Tag nicht da ist, ist auf dem Anrufbeantworter in der Regel die Telefonnummer des Kollegen angesagt, der gerade Notfalldienst hat. Und wenn man unterwegs im Weihnachtsurlaub ist, in den Gelben Seiten nachgucken.
Und was ist aus der Sicht des Tierarztes zu Tieren als Weihnachtsgeschenk zu sagen?
Das ist nicht sinnvoll. Wenn man das machen will , dann sollte man den Beschenkten vorher mit einbeziehen. Auf keinen Fall aber sollte man ein Tier als Überraschung schenken. Das wird nämlich meistens eine böse Überraschung. In vielen Fällen geht das schief, und wir haben es nachher mit ausgesetzten Tieren zu tun. Es ist immer gut, sich vorher sachkundig zu machen, welcher Hund zum Beschenkten passt. Wir wollen ja eine Freude machen und keinen Stress schenken. Am besten ist es, ihn möglichst vorzeitig mit einzubeziehen und das Tier selbst aussuchen zu lassen. Selbst bei Kaninchen oder Meerschweinchen sollte man sich vorher genau überlegen, ob die Kinder bereit und in der Lage sind, die Pflege zu übernehmen. Sonst Finger weg vom Tiere-Schenken.
In einer Woche ist Silvester. Viele Tiere reagieren panisch auf die Raketen und Böller. Was kann man als Tierbesitzer da machen?
Wenn man weiß, dass der Hund oder die Katze auf den Silvesterkrach panisch reagiert – die wissen ja nicht, woher das kommt, was das ist –, kann man durchaus den Tierarzt mal nach Beruhigungstabletten fragen. Wir hatten schon mal einen Schäferhund, der vor lauter Panik durch ein geschlossenes Fenster gesprungen ist. Ansonsten kann es schon mal sinnvoll sein, den Hund oder die Katze einzusperren und ihnen einen Raum anzubieten, wo sie sich zurückziehen können und von dem Geräuschpegel verschont sind, und wenn es der Heizungskeller ist. Und wenn man mit dem Hund nach draußen geht, sollte man ihn um Himmels willen an die Leine nehmen. Sonst verbringt man Silvester eventuell nicht mit Feiern, sondern mit der Suche nach dem Hund.
(Erschienen: 24.12.2007 09:00)
Was sind typische Gefahren für Tiere an Weihnachten?
Weihnachten ist ja für die ganze Familie eine Ausnahmesituation: Überall stehen leckere Weihnachtsbäckereien rum, und am Christbaum hängen zerbrechliche Kugeln. Da sollte man mal kurz innehalten und überlegen, wie mein Hund oder meine Katze das wahrnimmt. Man sollte mal aus Sicht des Tieres durch den Raum gehen. Wenn zum Beispiel unterm Baum wegen der Nadeln ein Tuch liegt, dann kann der Hund da ausrutschen und knallt in den Baum. In Weihnachtsgebäck ist vielfach Alkohol drin und wir haben zu Teil Tiere, die ziemlich in den Seilen hängen, weil sie besoffen sind. Den Schokoladenweihnachtsmann, der am Weihnachtsbaum hängt, findet auch der Hund ganz lecker. Und er frisst ihn dann samt Staniolpapier und Schnürchen dran. Besonders vorsichtig sollte man bei Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil sein. Was die wenigsten wissen: Sieben Gramm Bitterschokolade pro Kilogramm Hund sind tödlich. Katzen finden es ganz toll, wenn das Lametta glitzert. Wenn sie das aber fressen, kann es sich verknäulen und einen Darmverschluss geben. Im Prinzip darf man die Tiere nicht unbeobachtet lassen. Und wenn was passiert, sollte man nicht gleich blindlings zum Tierarzt laufen, sondern vorher anrufen. Wenn der Tierarzt nämlich an dem Tag nicht da ist, ist auf dem Anrufbeantworter in der Regel die Telefonnummer des Kollegen angesagt, der gerade Notfalldienst hat. Und wenn man unterwegs im Weihnachtsurlaub ist, in den Gelben Seiten nachgucken.
Und was ist aus der Sicht des Tierarztes zu Tieren als Weihnachtsgeschenk zu sagen?
Das ist nicht sinnvoll. Wenn man das machen will , dann sollte man den Beschenkten vorher mit einbeziehen. Auf keinen Fall aber sollte man ein Tier als Überraschung schenken. Das wird nämlich meistens eine böse Überraschung. In vielen Fällen geht das schief, und wir haben es nachher mit ausgesetzten Tieren zu tun. Es ist immer gut, sich vorher sachkundig zu machen, welcher Hund zum Beschenkten passt. Wir wollen ja eine Freude machen und keinen Stress schenken. Am besten ist es, ihn möglichst vorzeitig mit einzubeziehen und das Tier selbst aussuchen zu lassen. Selbst bei Kaninchen oder Meerschweinchen sollte man sich vorher genau überlegen, ob die Kinder bereit und in der Lage sind, die Pflege zu übernehmen. Sonst Finger weg vom Tiere-Schenken.
In einer Woche ist Silvester. Viele Tiere reagieren panisch auf die Raketen und Böller. Was kann man als Tierbesitzer da machen?
Wenn man weiß, dass der Hund oder die Katze auf den Silvesterkrach panisch reagiert – die wissen ja nicht, woher das kommt, was das ist –, kann man durchaus den Tierarzt mal nach Beruhigungstabletten fragen. Wir hatten schon mal einen Schäferhund, der vor lauter Panik durch ein geschlossenes Fenster gesprungen ist. Ansonsten kann es schon mal sinnvoll sein, den Hund oder die Katze einzusperren und ihnen einen Raum anzubieten, wo sie sich zurückziehen können und von dem Geräuschpegel verschont sind, und wenn es der Heizungskeller ist. Und wenn man mit dem Hund nach draußen geht, sollte man ihn um Himmels willen an die Leine nehmen. Sonst verbringt man Silvester eventuell nicht mit Feiern, sondern mit der Suche nach dem Hund.
(Erschienen: 24.12.2007 09:00)
































