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Friedhof Schura bekommt neue Grabformen

Renaturierung des Schönbachs sorgt für Ärger - Pläne für das Vorhaben gibt es noch nicht
Zu den bislang üblichen Grabformen sollen nun zwei weitere auf dem Friedhof Schura angeboten werden.
Zu den bislang üblichen Grabformen sollen nun zwei weitere auf dem Friedhof Schura angeboten werden. (Foto: Bianka Roith)

Von Bianka Roith

Trossingen-Schura Trossingen hat sich schon vor einiger Zeit für neue Grabformen auf dem Friedhof entschieden. Auch in Schura soll es nun weitere Optionen geben. Die Ortschaftsräte waren sich einig, dass zwei neue Bestattungsformen eingeführt werden sollen. Neu hinzu kommen jetzt Baumgräber und Rasengräber als Teilrasengräber. Doch während in Trossingen um drei Bäume herum im Kreis Urnen bestattet werden können (vier Urnen sind bereits eingegraben), hat Ortsvorsteher Kohler eine halbe Scheibe mit 16 Plätzen vorgeschlagen, da es in Schura keinen so großen Bedarf gebe. Die neuen Grabarten sollen im südlichen Teil des Friedhofs Schura angelegt werden.

Die Renaturierung des Schönbachs sorge für Wirbel. In der Sitzung des Ortschaftsrats Schura hat Wolfgang Schoch darum gebeten, bei den Gesprächen mit den Landwirten diese darauf hinzuweisen, dass sie mit ihrer Zustimmung und Abgabe eines kleinen Stückchens ihrer Flächen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten würden.

Vor allem für Ortschaftsrat Wilhelm Schöndienst war dieses Thema ein rotes Tuch. Er habe der Renaturierung grundsätzlich zugestimmt, weil es hieß, es gebe noch keine Pläne. Danach sei er darauf angesprochen worden, wie der Ortschaftsrat einfach so zustimmen könne. Und nun erfahre er, dass es doch schon Pläne gebe: „Ich fühle mich brüskiert“. Ortsvorsteher Dieter Kohler versuchte, Schöndienst zu beruhigen. Es gebe wirklich noch keine Pläne für das Renaturierungsvorhaben. Der erste Schritt sei gewesen, Mittel für das Vorhaben zu bekommen. Der nächste Schritt sei nun Gespräche mit den Landwirten zu führen. Dass Durchhausen auch mit dabei sei, habe er eben erst von Wolfgang Schoch erfahren.

Doch so schnell ließ sich Wilhelm Schöndienst nicht beruhigen. Erst als Ortschaftsratskollegin Heike Kohler ihn erinnerte, der Rat habe lediglich grundsätzlich zugestimmt, um die Wasserqualität des Schönbachs zu verbessern, glätteten sich die Wogen wieder. Und Schoch fügte erklärend hinzu, dass der Gemeinderat Trossingen lediglich Mittel im Haushalt eingestellt habe, damit überhaupt etwas geschehen könne, falls die Landwirte grünes Licht gäben.

Ein weiterer Aspekt bei der Renaturierung sei der Biber, der eingebunden werden müsse, so Ortsvorsteher Dieter Kohler. „Im Moment haben wir wieder sehr aktive Biberbewegungen.“

(Erschienen: 07.02.2012 18:50)

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