Stadtnachrichten Spaichingen
Nicht Muslime, sondern Radikale verfolgen Christen

Über 100 Gäste aus Gesellschaft und Kirche waren der Einladung des CDU-Stadtverbands auf die Bleiche gefolgt. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Spaichingen, Karin Pfriender, betonte Kauder, dass er keine politische, erst recht keine parteipolitische Rede halten wolle.
Wie er auf das Thema gekommen ist? Durch seine Reisen als Fraktionschef hatte er die Arbeit in der Entwicklungshilfe näher kennengelernt und hatte Begegnungen mit Mitgliedern von Untergrundkirchen. Er legt Wert darauf, bei seinen Reisen in jedem Land Gespräche mit religiösen Gruppen zu führen. In 70 Ländern weltweit befänden sich etwa 100 Millionen Christen in Bedrohungssituationen von Nichtbeachtung und Chancenlosigkeit über Verfolgung bis hin zu Ermordungen.
Kauder berichtete von persönlichen Erfahrungen und Begegnungen in Indien, Ägypten und China. Besonderen Wert legte er darauf, zu unterscheiden zwischen staatlicher Christenverfolgung und Verfolgung durch radikale religiöse oder gesellschaftliche Gruppen und Konflikten verschiedener religiöser Gruppen untereinander, die nicht auf religiösen Ursachen beruhen.
Volker Kauder betonte, dass er nicht ein Unterstützer der Christen in der Welt sei, sondern ein radikaler Verfechter der Religionsfreiheit.
Zur Religionsfreiheit gehören für ihn vier Gesichtspunkte: Der Glaube müsse frei wählbar sein; er müsse frei öffentlich bekannt und gelebt werden können; man müsse den Glauben auch wechseln können und man müsse schließlich auch das Recht haben, an nichts zu glauben. Am Beispiel der ostindischen Region Orissa, in der radikale Hindus immer am Jahrestag der Ermordung eines ihrer Gurus durch Maoisten die Christen angriffen, erläuterte Kauder, wie die jeweiligen Staatsoberhäupter auch für die Verteidigung der Religionsfreiheit in ihrem Staat eintreten müssen und dass durchaus auch westliche Regierungschefs dafür ihren Einfluss geltend machen können.
Auf den arabisch-afrikanischen Bereich bezogen unterstrich Kauder: „Nicht die Muslime verfolgen Christen, sondern Gruppen von Radikalen.“
Nach seinen Berichten über persönliche Begegnungen gab er einen Überblick über die aktuelle Lage weltweit und nannte als wichtigste Möglichkeit, den Menschen, die unter Verfolgung leiden, zu helfen, das Beten.
Ausführlich beantwortete Kauder die zahlreichen Fragen und Bemerkungen in der anschließenden Fragerunde.
Der bekennende Christ erhielt verstärkten Applaus für die Forderungen, dass Christen in Deutschland ihr Christentum fröhlicher und engagierter leben sollten.
(Erschienen: 06.02.2012 16:25)

Über 100 Gäste aus Gesellschaft und Kirche waren der Einladung des CDU-Stadtverbands auf die Bleiche gefolgt. Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Spaichingen, Karin Pfriender, betonte Kauder, dass er keine politische, erst recht keine parteipolitische Rede halten wolle.
Wie er auf das Thema gekommen ist? Durch seine Reisen als Fraktionschef hatte er die Arbeit in der Entwicklungshilfe näher kennengelernt und hatte Begegnungen mit Mitgliedern von Untergrundkirchen. Er legt Wert darauf, bei seinen Reisen in jedem Land Gespräche mit religiösen Gruppen zu führen. In 70 Ländern weltweit befänden sich etwa 100 Millionen Christen in Bedrohungssituationen von Nichtbeachtung und Chancenlosigkeit über Verfolgung bis hin zu Ermordungen.
Kauder berichtete von persönlichen Erfahrungen und Begegnungen in Indien, Ägypten und China. Besonderen Wert legte er darauf, zu unterscheiden zwischen staatlicher Christenverfolgung und Verfolgung durch radikale religiöse oder gesellschaftliche Gruppen und Konflikten verschiedener religiöser Gruppen untereinander, die nicht auf religiösen Ursachen beruhen.
Volker Kauder betonte, dass er nicht ein Unterstützer der Christen in der Welt sei, sondern ein radikaler Verfechter der Religionsfreiheit.
Zur Religionsfreiheit gehören für ihn vier Gesichtspunkte: Der Glaube müsse frei wählbar sein; er müsse frei öffentlich bekannt und gelebt werden können; man müsse den Glauben auch wechseln können und man müsse schließlich auch das Recht haben, an nichts zu glauben. Am Beispiel der ostindischen Region Orissa, in der radikale Hindus immer am Jahrestag der Ermordung eines ihrer Gurus durch Maoisten die Christen angriffen, erläuterte Kauder, wie die jeweiligen Staatsoberhäupter auch für die Verteidigung der Religionsfreiheit in ihrem Staat eintreten müssen und dass durchaus auch westliche Regierungschefs dafür ihren Einfluss geltend machen können.
Auf den arabisch-afrikanischen Bereich bezogen unterstrich Kauder: „Nicht die Muslime verfolgen Christen, sondern Gruppen von Radikalen.“
Nach seinen Berichten über persönliche Begegnungen gab er einen Überblick über die aktuelle Lage weltweit und nannte als wichtigste Möglichkeit, den Menschen, die unter Verfolgung leiden, zu helfen, das Beten.
Ausführlich beantwortete Kauder die zahlreichen Fragen und Bemerkungen in der anschließenden Fragerunde.
Der bekennende Christ erhielt verstärkten Applaus für die Forderungen, dass Christen in Deutschland ihr Christentum fröhlicher und engagierter leben sollten.
(Erschienen: 06.02.2012 16:25)
































