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Halter wollen Katzenjäger aufspüren

SIGMARINGEN / sz Katzenjäger sind weiterhin aktiv: Am Brunnenberg fehlen inzwischen 16 Katzen. Katzenhalter haben nun eine Telefonnummer, unter der sie ihre vermissten Katzen melden sollen. Zunehmend werden Geldsummen für Hinweise ausgelobt. Die SZ veröffentlicht auf ihrer Homepage Fotos der verloren gegangenen Katzen.

"Wir wollen die Informationen über die vermissten Katzen an einer Stelle bündeln. Alle Katzenhalter, die seit Januar ihre Katze vermissen, sollen die Katzen-Notrufnummer (07571) 2932 anrufen", bittet Patricia Zwick. Auch sie beklagt das Verschwinden ihrer Katze. "Die Vorstellung, dass sie derzeit in einem Labor gequält wird, ist grauenhaft", sagt sie.

Die Katzenhalter am Brunnenberg haben sich getroffen und eine Art Interessensgemeinschaft gegründet. Sie sind entschlossen, den Katzenjägern auf die Spur zu kommen, um künftig weitere Verschleppungen zu verhindern. Unter der oben genannten Telefonnummer werden alle Informationen über verschwundene Katzen gesammelt. Es geht den Katzenhaltern darum, vielleicht die Strategie der Katzenjäger zu erkennen. Die gebündelten Informationen werden dann an die Polizeidirektion Sigmaringen weiter gegeben.

Fremde Fahrzeuge

Bürger sollen aufmerksam Fahrzeuge mit fremden Kennzeichen in ihrem Wohngebiet beobachten und möglichst schnell, auch bei Nacht, der Polizei melden. "Wenn ein Auto besonders langsam durch ein Wohngebiet fährt oder längere Zeit stehen bleibt, könnte es sein, dass ein Katzenjäger gerade unterwegs ist", warnt Katzenhalterin Patricia Zwick.

Am Brunnenberg sind inzwischen noch einmal so viele Katzen verschwunden, mittlerweile werden insgesamt 16 Tiere vermisst. Auffällig sei, dass die Halter, die in der Mitte der Straße wohnen, alle ihre Katzen noch haben, erklärt Daniela Hölzler. Dort scheint es den Katzenjägern doch zu unsicher zu sein, um ihr grausames Handwerk zu treiben. Katzenhalter haben sich teilweise aufgemacht, selbst bei Nacht Wache zu halten und vom Auto aus die Straße zu beobachten.

Hölzler befürchtet, dass Katzenjäger Straßenzüge mehrmals besuchen und nach Katzen schauen, bevor sie aktiv werden. "Ich glaube, es ist jemand, der sogar unsere Gewohnheiten kennt und weiß, wann wir die Katzen raus lassen", befürchtet Hölzler, denn zu auffällig sei seit Ostern dieses Verschwinden von Katzen am Anfang und Ende der Brunnenbergstraße.

Überregionales Netzwerk

"Wir werden jetzt nicht mehr locker lassen, bis sich etwas getan hat. Wir wollen ein überregionales Netzwerk aufbauen, um den Katzenjägern das Handwerk zu legen", erklärt Zwick. Die Katzenhalter am Brunnenberg haben beschlossen, eine Geldsumme auszuloben, wenn Bürger Hinweise, die zur Festnahme der Katzenjäger führen, bringen. Auch aus Gammertingen-Bronnen hat die Katzenhilfe einen höheren Betrag dafür bereit gestellt.

Die Schwäbische Zeitung hat sich eine Möglichkeit der Hilfe ausgedacht: Sie hat eine Seite auf ihrer Homepage eingerichtet, auf der sie Fotos von vermissten Katzen veröffentlichen wird.

(Erschienen: 25.05.2009 06:00)

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