Nachrichten Sigmaringen
„Gespräche fortsetzen“
SZ: Wie sind Sie Mitglied im Verband geworden?
Josef Linsler: Ich war selbst auch betroffen und zu der Zeit, 1986 habe ich für verschiedene Zeitungen als Journalist geschrieben und einer Kollegin habe ich all die Ungerechtigkeiten, die im Rahmen von Trennung und Scheidung vorkommen können, geschildert. Auf ihren Artikel hin, bekam ich 28 Leserbriefe, darunter einen vom Interessenverband, der fragte, ob ich für den Verband schreiben möchte. Und so kam eines zum anderen. Seit 2007 bin ich nun Bundesvorsitzender.
SZ: Welche Ziele verfolgen Sie mit der Arbeit des Verbandes?
Josef Linsler: Das Motto unseres gemeinnützigen Verbandes lautet: Hilfe zur Selbsthilfe. Verständliche familienrechtliche Informationen und Tipps für Betroffene geben, Erfahrungen austauschen, im Internet – http://www.isuv.de - präsent sein. Wir haben ein Forum mit über 10 000 angemeldeten Usern, in dem erste Hilfe geleistet wird. Eine Scheidung oder Trennung hat nicht nur eine familienrechtliche Seite, sondern auch eine emotionale. Eine Scheidung kann eine Chance für einen Neuanfang sein – oder auch der Beginn lebenslanger Verbitterung. Wünschenswert ist immer nicht zuletzt im Interesse der Kinder und des Vermögen, dass der Gesprächsfaden der Ehepartner nicht abreißt und eine einvernehmliche Scheidung für beide Partner erreicht werden kann.
SZ: Sie sind auch politisch aktiv?
Josef Linsler: Ja, wir treten für eine Verbesserung des Familienrechts ein. Momentan sind unsere Hauptziele die gemeinsame elterliche Sorge für nichteheliche Kinder sowie eine Erhöhung des Selbstbehaltes.
SZ: Welche Aussagen hören Sie am meisten in den Informationsveranstaltungen?
Josef Linsler: Eine Grundaussage der in Scheidung lebenden Ehepartner ist immer: ‚Hätte ich nur früher gewusst, dass es den ISUV gibt, ich hätte vieles anders gemacht.“ - Man muss bedenken, dass bei einer Scheidung 90 bis 95 Prozent der Betroffenen zum ersten Mal vor Gericht stehen und da steigt der Adrenalinspiegel. Beim ISUV kann man lernen, wie man sich vor Gericht und gegenüber dem ehemaligen Partner verhält.
(Erschienen: 02.07.2010 19:00)
SZ: Wie sind Sie Mitglied im Verband geworden?
Josef Linsler: Ich war selbst auch betroffen und zu der Zeit, 1986 habe ich für verschiedene Zeitungen als Journalist geschrieben und einer Kollegin habe ich all die Ungerechtigkeiten, die im Rahmen von Trennung und Scheidung vorkommen können, geschildert. Auf ihren Artikel hin, bekam ich 28 Leserbriefe, darunter einen vom Interessenverband, der fragte, ob ich für den Verband schreiben möchte. Und so kam eines zum anderen. Seit 2007 bin ich nun Bundesvorsitzender.
SZ: Welche Ziele verfolgen Sie mit der Arbeit des Verbandes?
Josef Linsler: Das Motto unseres gemeinnützigen Verbandes lautet: Hilfe zur Selbsthilfe. Verständliche familienrechtliche Informationen und Tipps für Betroffene geben, Erfahrungen austauschen, im Internet – http://www.isuv.de - präsent sein. Wir haben ein Forum mit über 10 000 angemeldeten Usern, in dem erste Hilfe geleistet wird. Eine Scheidung oder Trennung hat nicht nur eine familienrechtliche Seite, sondern auch eine emotionale. Eine Scheidung kann eine Chance für einen Neuanfang sein – oder auch der Beginn lebenslanger Verbitterung. Wünschenswert ist immer nicht zuletzt im Interesse der Kinder und des Vermögen, dass der Gesprächsfaden der Ehepartner nicht abreißt und eine einvernehmliche Scheidung für beide Partner erreicht werden kann.
SZ: Sie sind auch politisch aktiv?
Josef Linsler: Ja, wir treten für eine Verbesserung des Familienrechts ein. Momentan sind unsere Hauptziele die gemeinsame elterliche Sorge für nichteheliche Kinder sowie eine Erhöhung des Selbstbehaltes.
SZ: Welche Aussagen hören Sie am meisten in den Informationsveranstaltungen?
Josef Linsler: Eine Grundaussage der in Scheidung lebenden Ehepartner ist immer: ‚Hätte ich nur früher gewusst, dass es den ISUV gibt, ich hätte vieles anders gemacht.“ - Man muss bedenken, dass bei einer Scheidung 90 bis 95 Prozent der Betroffenen zum ersten Mal vor Gericht stehen und da steigt der Adrenalinspiegel. Beim ISUV kann man lernen, wie man sich vor Gericht und gegenüber dem ehemaligen Partner verhält.
(Erschienen: 02.07.2010 19:00)


































