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Mutig: Die GSW vertraut den Ärzten

Der Investor baut das Ärztehaus am Leopoldplatz, obwohl noch kein Mietvertrag unterschrieben ist
Mutig:
                  Die GSW vertraut den Ärzten
Mutig: Die GSW vertraut den Ärzten

Von Michael Hescheler

Sigmaringen / sz Der Bagger sammelt die letzten Betonstücke auf. Ansonsten ist die Baugrube so gut wie ausgehoben. Bis zu sechs Meter ist sie tief. Überraschend nahtlos begann die GSW nach dem Abriss des Deutschen Hauses und der Nachbargebäude mit dem Neubau. Einerseits, weil die Baugenehmigung früher als erwartet eintraf und es mit der Ausschreibung der Aufträge reibungslos klappte. Andererseits, weil die GSW ein Zeichen setzen wollte. „Wir wollten zeigen, dass wir es wirklich ernst meinen“, sagt der technische Leiter Jochen Baeuerle.

Zwar haben viele Sigmaringer Ärzte ihr Interesse an dem Objekt bekundet, doch unterschrieben ist noch kein Mietvertrag, sagt der technische Leiter. In den oberen Etagen sollen zwischen zwölf und 15 Praxen für Ärzte, Physiotherapeuten oder andere Gesundheitsdienste eingerichtet werden. „Wir sind mit den Interessenten im Gespräch und befinden uns in der Praxisplanung“, sagt Andrea Vollmer, Leiterin Neubau bei der GSW. Ziel des Immobilienunternehmens ist, die Wünsche der Ärzte wegen des Raumzuschnitts zu berücksichtigen, auch wenn der Rohbau bereits steht. Deshalb wird mit flexiblen Wänden gearbeitet, die nach Gusto verschoben werden können.

Zwölf bis 15 Praxen sollen entstehen

Dass die GSW zum jetzigen Zeitpunkt mit den Bauarbeiten beginnt, beweist ein „sehr großes Maß an Optimismus“, sagt Baeuerle. Klarer sieht der Bauherr im Erdgeschoss: Dort sollen neben der Buchhandlung Liehner, die von der Antonstraße an ihren angestammten Platz zurückkehren wird, ein Café, eine Apotheke und ein noch zu bestimmendes Geschäft aus der Gesundheitsbranche einziehen.

Da sich Sigmaringen in einem Erdbebengebiet befindet, gelten statisch besondere Auflagen. Dies wirkt sich auf die Gründung des Gebäudes aus, die deutlich aufwendiger ist als an anderer Stelle. Der Rohbau wird aus demselben Grund komplett in Betonbauweise hergestellt. Je nachdem wie der Winter verläuft, kann dies bedeuten, dass die Arbeiten ins Stocken geraten. Laut derzeitigem Zeitplan gehen die Verantwortlichen davon aus, dass der Rohbau nach einem halben Jahr bis Februar 2012 stehen wird.

Damit die Karlstraße und der Leopoldplatz nicht in die Baugrube rutschen, ist der Rand mit einem Verbau und Spritzbeton abgesichert worden. Ähnliches gilt für die Seite zum Eiscafé Dolomiti. Hier wird die rückwärtige Garage mit hohem Aufwand abgestützt.

Ziel der GSW ist, dass die Arbeiten bis zum Beginn der Gartenschau im Mai 2013 abgeschlossen sein werden, sagt der technische Leiter. „Das schaffen wir auch, wenn nichts dazwischen kommt“, so Jochen Baeuerle und blickt zufrieden auf die Baustelle.

(Erschienen: 24.08.2011 19:35)

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