Stadtnachrichten Sigmaringen
Hebammen streiken in Sigmaringen

Die Geburtshelferinnen hatten abwechselnd in verschiedenen Städten die Arbeit niedergelegt. Das betraf vor allem Leistungen vor und nach der Geburt. Für die akute Geburtshilfe sind auch am Donnerstag Notdienste eingerichtet. Die Hebammen verlangen von den Krankenkassen eine spürbare Anhebung der Vergütungen, die bislang nach Verbandsangaben bei 7,54 Euro brutto pro Stunde liegen. Andernfalls sei ihre Existenz bedroht.
Die Erste Vorsitzende des Hebammen-Verbandes Baden-Württemberg, Ulrike Geppert-Orthofer, hat den Streik der Hebammen als „letzten Hilfeschrei“ bezeichnet. „Wir haben viel Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren und hatten eine hohe Streikbeteiligung“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagausgabe). Die Reaktion der Krankenkassen sei allerdings „noch etwas verhalten“. Geppert-Orthofer zufolge hätten die freiberuflichen Geburtshelferinnen wegen der schlechten Bezahlung nur eine kurze Verweildauer im Beruf von durchschnittlich „gerade mal vier Jahren“. Daher gebe es in manchen Regionen, etwa im Raum Stuttgart, „einen regelrechten Hebammenmangel“.
Von den Krankenkassen forderte Geppert-Orthofer „mehr Geld und eine Regelung, die so extrem hohe Kosten wie dieses Jahr die Erhöhung der Haftpflichtversicherung ausgleicht.“ Solche Ausgaben müssten bei der Vergütung mitberücksichtigt werden. Die Bundesregierung sollte dafür sorgen, dass die Hebammen-Vergütung angemessen um etwa 30 Prozent angehoben werden kann.
(Erschienen: 23.12.2010 07:25)

Die Geburtshelferinnen hatten abwechselnd in verschiedenen Städten die Arbeit niedergelegt. Das betraf vor allem Leistungen vor und nach der Geburt. Für die akute Geburtshilfe sind auch am Donnerstag Notdienste eingerichtet. Die Hebammen verlangen von den Krankenkassen eine spürbare Anhebung der Vergütungen, die bislang nach Verbandsangaben bei 7,54 Euro brutto pro Stunde liegen. Andernfalls sei ihre Existenz bedroht.
Die Erste Vorsitzende des Hebammen-Verbandes Baden-Württemberg, Ulrike Geppert-Orthofer, hat den Streik der Hebammen als „letzten Hilfeschrei“ bezeichnet. „Wir haben viel Unterstützung aus der Bevölkerung erfahren und hatten eine hohe Streikbeteiligung“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagausgabe). Die Reaktion der Krankenkassen sei allerdings „noch etwas verhalten“. Geppert-Orthofer zufolge hätten die freiberuflichen Geburtshelferinnen wegen der schlechten Bezahlung nur eine kurze Verweildauer im Beruf von durchschnittlich „gerade mal vier Jahren“. Daher gebe es in manchen Regionen, etwa im Raum Stuttgart, „einen regelrechten Hebammenmangel“.
Von den Krankenkassen forderte Geppert-Orthofer „mehr Geld und eine Regelung, die so extrem hohe Kosten wie dieses Jahr die Erhöhung der Haftpflichtversicherung ausgleicht.“ Solche Ausgaben müssten bei der Vergütung mitberücksichtigt werden. Die Bundesregierung sollte dafür sorgen, dass die Hebammen-Vergütung angemessen um etwa 30 Prozent angehoben werden kann.
(Erschienen: 23.12.2010 07:25)
































