Rund um Sigmaringen
Technischer Defekt ist wohl Ursache für Großbrand eines Zimmereibetriebes
Von unserer Mitarbeiterin Ute Korn-Amann
Die Bergwacht Sigmaringen, die mit Landschaftpflegemaßnahmen bei Gebrochen Gutenstein zugange ist, macht gerade Mittagspause, als der Piepser von Bereitschaftsleiter Ernst Hagg gegen 12.27 Uhr Alarm gibt. „In Hitzkofen brennt eine Halle eines Zimmereibetriebes“, sagt Hagg, bevor er bei der Leitstelle nachfragt, ob die Bergwacht zum Einsatz kommen soll. Sie muss nicht, dafür sind am vergangenen Samstagnachmittag an die 33 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sigmaringen mit Löschfahrzeugen und der Drehleiter schon auf dem Weg nach Hitzkofen, um die 44 Binger Kameraden zu unterstützen. Parallel dazu ist auch der Gerätewagen Atemschutz-Strahlenschutz der Freiwilligen Feuerwehr Bad Saulgau alarmiert.
Rettungskräfte der DRK-Ortsgruppe Bingen und Einsatzkräfte des Malteser sowie Notfallseelsorger sind ebenso in kürzester Zeit vor Ort. Polizeibeamte sperren derweil die Straße für den Verkehr ab dem Feuerwehrhaus Bingen und von Sigmaringendorf kommend ab der Abzweigung nach Wilflingen.
Die Drehleiter steht direkt vor der brennenden Halle, verschiedene Löschfahrzeuge stehen auf der Hauptstraße, Schläuche schlängeln sich auf der Straße, an der Lauchert steht ebenfalls Feuerwehrmänner und die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit. Die Feuerwehrmänner aus Bad Saulgau versorgen sie mit zusätzlicher Atemschutzgerätetechnik.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Sigmaringen brach der Brand in einer Absauganlage für Sägespäne aus. Das Feuer breitete sich anschließend schnell aus und führte dazu, dass das Gebäude innen komplett ausbrannte. Die Ermittler gehen von einem technischen Defekt als Ursache aus. Der Schaden beläuft sich auf etwa eine Million Euro.
Gutes Zusammenarbeit
„Es war ein reibungsloser Einsatz und das Zusammenspiel mit den Kameraden aus Sigmaringen verlief perfekt“, sagt Stefan Baur, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bingen und fügt hinzu: „Ich habe unsere Kameraden schon gelobt, denn nach drei Minuten sind wir ausgerückt und eine Minuten später war das erste Fahrzeug mit neun Kameraden bereits am Einsatzort. Der Einsatzverlauf zeigt, wie wichtig die regelmäßigen Proben sind.“ 22 Binger und zehn Atemschutzgeräteträger aus Sigmaringen waren im Einsatz. Die Einsatzleitung lag bei Kommandant Werner Baur und auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerhard Dippel war vor Ort.
Rund um das Gebäude sind die Feuerwehrmänner positioniert, Atemschutzgeräteträger erklimmen die Drehleiter und löschen zusätzlich von oben auf das Gebäude. Regelmäßig wechseln sie sich ab und der nächste Trupp macht sich bereit. Zwischendurch können sich die Atemschutzgeräteträger auf ein paar Stühlen von ihrem Einsatz ausruhen. Schaulustige finden sich schnell am Einsatzort ein und ignorieren dabei ebenso wie einige Radfahrer die Absperrungen.
Das Dach der Halle ist teilweise von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen und einige Teile der Photovoltaikanlage auf dem Dach stürzen in das Halleninnere. Ein angrenzendes Gebäude wird durch die sogenannte Riegelstellung vor weiteren Schäden bewahrt und abgestützt, da es bereits Risse aufweist. Zudem schlagen die Feuerwehrmänner unter großer Anstrengung ein Loch in die Wand, damit sie durch die Öffnung ebenfalls löschen können. Nach dem Einsatz halten die Feuerwehrmänner aus Bingen bis 19.30 Uhr Brandwache.
(Erschienen: 04.10.2010 17:05)
Von unserer Mitarbeiterin Ute Korn-Amann
Die Bergwacht Sigmaringen, die mit Landschaftpflegemaßnahmen bei Gebrochen Gutenstein zugange ist, macht gerade Mittagspause, als der Piepser von Bereitschaftsleiter Ernst Hagg gegen 12.27 Uhr Alarm gibt. „In Hitzkofen brennt eine Halle eines Zimmereibetriebes“, sagt Hagg, bevor er bei der Leitstelle nachfragt, ob die Bergwacht zum Einsatz kommen soll. Sie muss nicht, dafür sind am vergangenen Samstagnachmittag an die 33 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sigmaringen mit Löschfahrzeugen und der Drehleiter schon auf dem Weg nach Hitzkofen, um die 44 Binger Kameraden zu unterstützen. Parallel dazu ist auch der Gerätewagen Atemschutz-Strahlenschutz der Freiwilligen Feuerwehr Bad Saulgau alarmiert.
Rettungskräfte der DRK-Ortsgruppe Bingen und Einsatzkräfte des Malteser sowie Notfallseelsorger sind ebenso in kürzester Zeit vor Ort. Polizeibeamte sperren derweil die Straße für den Verkehr ab dem Feuerwehrhaus Bingen und von Sigmaringendorf kommend ab der Abzweigung nach Wilflingen.
Die Drehleiter steht direkt vor der brennenden Halle, verschiedene Löschfahrzeuge stehen auf der Hauptstraße, Schläuche schlängeln sich auf der Straße, an der Lauchert steht ebenfalls Feuerwehrmänner und die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit. Die Feuerwehrmänner aus Bad Saulgau versorgen sie mit zusätzlicher Atemschutzgerätetechnik.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Sigmaringen brach der Brand in einer Absauganlage für Sägespäne aus. Das Feuer breitete sich anschließend schnell aus und führte dazu, dass das Gebäude innen komplett ausbrannte. Die Ermittler gehen von einem technischen Defekt als Ursache aus. Der Schaden beläuft sich auf etwa eine Million Euro.
Gutes Zusammenarbeit
„Es war ein reibungsloser Einsatz und das Zusammenspiel mit den Kameraden aus Sigmaringen verlief perfekt“, sagt Stefan Baur, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bingen und fügt hinzu: „Ich habe unsere Kameraden schon gelobt, denn nach drei Minuten sind wir ausgerückt und eine Minuten später war das erste Fahrzeug mit neun Kameraden bereits am Einsatzort. Der Einsatzverlauf zeigt, wie wichtig die regelmäßigen Proben sind.“ 22 Binger und zehn Atemschutzgeräteträger aus Sigmaringen waren im Einsatz. Die Einsatzleitung lag bei Kommandant Werner Baur und auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerhard Dippel war vor Ort.
Rund um das Gebäude sind die Feuerwehrmänner positioniert, Atemschutzgeräteträger erklimmen die Drehleiter und löschen zusätzlich von oben auf das Gebäude. Regelmäßig wechseln sie sich ab und der nächste Trupp macht sich bereit. Zwischendurch können sich die Atemschutzgeräteträger auf ein paar Stühlen von ihrem Einsatz ausruhen. Schaulustige finden sich schnell am Einsatzort ein und ignorieren dabei ebenso wie einige Radfahrer die Absperrungen.
Das Dach der Halle ist teilweise von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen und einige Teile der Photovoltaikanlage auf dem Dach stürzen in das Halleninnere. Ein angrenzendes Gebäude wird durch die sogenannte Riegelstellung vor weiteren Schäden bewahrt und abgestützt, da es bereits Risse aufweist. Zudem schlagen die Feuerwehrmänner unter großer Anstrengung ein Loch in die Wand, damit sie durch die Öffnung ebenfalls löschen können. Nach dem Einsatz halten die Feuerwehrmänner aus Bingen bis 19.30 Uhr Brandwache.
(Erschienen: 04.10.2010 17:05)


































