Rund um Sigmaringen
Ott lässt sein Meisterstück vom Stapel
Von unserem Mitarbeiter Anton Speh
Das große Wikingerschiff, das beim Kinder- und Jugendstück Blickfang und Mittelpunkt des Geschehens ist, war für den in den vergangenen drei Jahrzehnten vor so manche Herausforderung gestellten Alois Ott ein echt schwieriger Auftrag. „Die Wünsche der Spielleitung waren: Ein Segelschiff mindestens 9,50 Meter lang, drei Meter breit; mit Mast zum Raufklettern und einer Höhe von 7,50 Meter, bespannt mit einem fünf mal fünf Meter messenden Segel.“ Für Alois Ott war damit die Aufgabe noch lange nicht beendet. Auf dem Schiff sollten sich mindestens elf Personen bewegen können, es musste sicher und stabil, aber auch in aller Kürze ab- und wieder aufbaubar sein!
„Im vorigen Jahr die endlos lange Himmelstreppe bei Jedermann war schon eine große Herausforderung, aber dieses Schiff bedeutete höchste Schwierigkeitsstufe“, sagt Alois Ott und befestigt gerade noch einen Fangkorb für die mit Steinschleudern kämpfenden Akteure. Über hundert Stunden arbeitete der Bühnenmeister praktisch nur am Schiff, in Gedanken jedoch noch viele, viele Stunden mehr. Es begann damit schon morgens beim Aufwachen, wenn ihm wieder neue Ideen einfielen.
In zehn Teile zerlegbar
Alois Ott überlegte, plante, verwarf und verbesserte, besprach sich mit den Spielleitern, den Verantwortlichen des Vereins und setzte dann das Ergebnis um. Dass er als Zimmermann einmal noch ein Schiff bauen würde, hätte er sich nicht träumen lassen. Und es wurde ein tolles Meisterwerk. Er konstruierte das stattliche Schiff so, dass es – in zehn Einzelteile zerlegt - von vier Leuten in einer halben Stunde auseinandergebaut und weggestellt, ebenso schnell nach der Erwachsenenvorstellung wieder aufgebaut werden kann.
Aus dem Zuschauerraum heraus fährt beim Jugend- und Kinderstück auch das bei der OWB in Sigmaringen gefertigte Boot des „schrecklichen Sven“ auf die Bühne. Auch hier war der Bühnenmeister gefordert, um die Hürden auf der „Wasserstraße“ zu beseitigen, außerdem waren noch umfangreiche andere Requisitenteile notwendig.
Spezielle Eigenheiten in der Bühnengestaltung gilt es natürlich auch beim Erwachsenenstück „Die lustigen Weiber von Windsor“ zu beachten; doch Alois Ott ist nicht mehr so schnell aus der Ruhe zu bringen. „Kompromiss“ ist bei den Vorbesprechungen schon immer ein geflügeltes Wort gewesen.
(Erschienen: 01.06.2010 18:30)
Von unserem Mitarbeiter Anton Speh
Das große Wikingerschiff, das beim Kinder- und Jugendstück Blickfang und Mittelpunkt des Geschehens ist, war für den in den vergangenen drei Jahrzehnten vor so manche Herausforderung gestellten Alois Ott ein echt schwieriger Auftrag. „Die Wünsche der Spielleitung waren: Ein Segelschiff mindestens 9,50 Meter lang, drei Meter breit; mit Mast zum Raufklettern und einer Höhe von 7,50 Meter, bespannt mit einem fünf mal fünf Meter messenden Segel.“ Für Alois Ott war damit die Aufgabe noch lange nicht beendet. Auf dem Schiff sollten sich mindestens elf Personen bewegen können, es musste sicher und stabil, aber auch in aller Kürze ab- und wieder aufbaubar sein!
„Im vorigen Jahr die endlos lange Himmelstreppe bei Jedermann war schon eine große Herausforderung, aber dieses Schiff bedeutete höchste Schwierigkeitsstufe“, sagt Alois Ott und befestigt gerade noch einen Fangkorb für die mit Steinschleudern kämpfenden Akteure. Über hundert Stunden arbeitete der Bühnenmeister praktisch nur am Schiff, in Gedanken jedoch noch viele, viele Stunden mehr. Es begann damit schon morgens beim Aufwachen, wenn ihm wieder neue Ideen einfielen.
In zehn Teile zerlegbar
Alois Ott überlegte, plante, verwarf und verbesserte, besprach sich mit den Spielleitern, den Verantwortlichen des Vereins und setzte dann das Ergebnis um. Dass er als Zimmermann einmal noch ein Schiff bauen würde, hätte er sich nicht träumen lassen. Und es wurde ein tolles Meisterwerk. Er konstruierte das stattliche Schiff so, dass es – in zehn Einzelteile zerlegt - von vier Leuten in einer halben Stunde auseinandergebaut und weggestellt, ebenso schnell nach der Erwachsenenvorstellung wieder aufgebaut werden kann.
Aus dem Zuschauerraum heraus fährt beim Jugend- und Kinderstück auch das bei der OWB in Sigmaringen gefertigte Boot des „schrecklichen Sven“ auf die Bühne. Auch hier war der Bühnenmeister gefordert, um die Hürden auf der „Wasserstraße“ zu beseitigen, außerdem waren noch umfangreiche andere Requisitenteile notwendig.
Spezielle Eigenheiten in der Bühnengestaltung gilt es natürlich auch beim Erwachsenenstück „Die lustigen Weiber von Windsor“ zu beachten; doch Alois Ott ist nicht mehr so schnell aus der Ruhe zu bringen. „Kompromiss“ ist bei den Vorbesprechungen schon immer ein geflügeltes Wort gewesen.
(Erschienen: 01.06.2010 18:30)


































