Rund um Sigmaringen
In Veringenstadt herrscht großer Bahnhof
Von unserem Mitarbeiter Kurt Roller
Am Bahnhof in Veringenstadt herrschte die ganze Zeit Volksfestatmosphäre. Die Objektive der vielen Fotografen, die einander gegenseitig im Weg standen, wetteiferten mit den staunenden Kinderaugen. Die Freiwillige Feuerwehr hatte vor ihrem neuen Gerätehaus beim Bahnhof Tische, Bänke und Sonnenschutz aufgebaut und ließ bei nahezu südlichem Flair keinen verdursten, geschweige denn verhungern. Dreimal pendelte der Dampfzug der Schwäbischen Alb-Bahn aus Trochtelfingen mit vollen Waggons ein, und die Zuggäste hatten die Wahl, sich gleich bei der Feuerwehr zu stärken oder zuerst die Angebote im Städtle zu erkunden. Diese reichten von der vielseitigen Gastronomie über eine ausführliche Stadtführung mit Burgruine und Höhlen bis zu fachkundigen Spezialführungen in Strübhaus und Stadtmuseum.
Bei der ersten Ankunft empfing die Besucher ein historisches Festkomitee, das auf einer Zeitreise in das Jahr 1908 mit der damaligen Bahneröffnung die glorreiche hohenzollerische Vergangenheit heraufbeschwor. Die Schauspielertruppe der Veringer Fördergemeinschaft für Kunst, Kultur und Geschichte gab dabei ihre Bestes. Auch der Veringer Bürgermeister Armin Christ gesellte sich in historischer Tracht hinzu. Wer die Fahrt von Veringenstadt nach Trochtelfingen durch das herrliche Laucherttal und zurück mitmachte, kann von einem außergewöhnlichen Erlebnis berichten. Sowohl das Pfeifen der ehrwürdigen Lok wie das Rütteln der Waggons, der unverkennbare Kohlengeruch der Dampfwolken und vieles mehr erinnerte wohl manchen der Älteren an die alte Reichsbahn oder an die frühe Bundesbahn. Natürlich hatten die Kinder, für die ein Dampfzug etwas ganz Neues war, den größten Spaß dabei. Selbst wer die Landesbahnstrecke nach Hechingen gut kennt, ist nach der Abzweigung in Gammertingen Richtung Mägerkingen überrascht, welchen imposanten Anblick zum Beispiel die „Felsenfestung“ Mariaberg von der Zugtrasse aus bietet. Nur in Trochtelfingen, wo die Lok auf einem Nebengleis die Richtung wechselte, war am Bahnhof überhaupt nichts los.
(Erschienen: 24.05.2010 19:25)
Von unserem Mitarbeiter Kurt Roller
Am Bahnhof in Veringenstadt herrschte die ganze Zeit Volksfestatmosphäre. Die Objektive der vielen Fotografen, die einander gegenseitig im Weg standen, wetteiferten mit den staunenden Kinderaugen. Die Freiwillige Feuerwehr hatte vor ihrem neuen Gerätehaus beim Bahnhof Tische, Bänke und Sonnenschutz aufgebaut und ließ bei nahezu südlichem Flair keinen verdursten, geschweige denn verhungern. Dreimal pendelte der Dampfzug der Schwäbischen Alb-Bahn aus Trochtelfingen mit vollen Waggons ein, und die Zuggäste hatten die Wahl, sich gleich bei der Feuerwehr zu stärken oder zuerst die Angebote im Städtle zu erkunden. Diese reichten von der vielseitigen Gastronomie über eine ausführliche Stadtführung mit Burgruine und Höhlen bis zu fachkundigen Spezialführungen in Strübhaus und Stadtmuseum.
Bei der ersten Ankunft empfing die Besucher ein historisches Festkomitee, das auf einer Zeitreise in das Jahr 1908 mit der damaligen Bahneröffnung die glorreiche hohenzollerische Vergangenheit heraufbeschwor. Die Schauspielertruppe der Veringer Fördergemeinschaft für Kunst, Kultur und Geschichte gab dabei ihre Bestes. Auch der Veringer Bürgermeister Armin Christ gesellte sich in historischer Tracht hinzu. Wer die Fahrt von Veringenstadt nach Trochtelfingen durch das herrliche Laucherttal und zurück mitmachte, kann von einem außergewöhnlichen Erlebnis berichten. Sowohl das Pfeifen der ehrwürdigen Lok wie das Rütteln der Waggons, der unverkennbare Kohlengeruch der Dampfwolken und vieles mehr erinnerte wohl manchen der Älteren an die alte Reichsbahn oder an die frühe Bundesbahn. Natürlich hatten die Kinder, für die ein Dampfzug etwas ganz Neues war, den größten Spaß dabei. Selbst wer die Landesbahnstrecke nach Hechingen gut kennt, ist nach der Abzweigung in Gammertingen Richtung Mägerkingen überrascht, welchen imposanten Anblick zum Beispiel die „Felsenfestung“ Mariaberg von der Zugtrasse aus bietet. Nur in Trochtelfingen, wo die Lok auf einem Nebengleis die Richtung wechselte, war am Bahnhof überhaupt nichts los.
(Erschienen: 24.05.2010 19:25)


































