Rund um Sigmaringen
Behinderte Künstler stellen aus
Der Mariaberger Vorstand Michael Sachs begrüßte die Gäste und bekundete seine Freude über die Zusammenarbeit der beiden Ateliers: „Dies sind außergewöhnliche, schöpferische Werke und sie werden sicherlich auch die Mariaberger inspirieren“. Der Mariaberger Künstler Roland Kappel führte die Gäste der Vernissage am Flügel mit „Der Ostertag“ von Kurt Gießen in die Ruhe für das anschließende Künstlergespräch. Teil nahmen die drei Frankfurter Künstler Lothar Zaubitzer, Annette Voss, und Georg Vaternahm alias Selbermann, der Mariaberger Roland Kappel und die Atelierleiter Axel Klöss-Fleischmann (Atelier 5 Mariaberg) und Christiane Cuticchio (Atelier Goldstein Frankfurt am Main). Klöss-Fleischmann betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass Goldstein in Mariaberg ausstellt und berichtete von dessen bisher einzigartigen Platz unter den Ateliers für Menschen mit Behinderung neben den Großkünstlern der internationalen Kunstszene. „Unser Erfolg basiert nicht auf der Idee oder auf finanziellen Mitteln, sondern allein auf der Begabung unserer Künstler“, erklärte Christiane Cuticchio.
Das Atelier Goldstein ist eine Einrichtung der Lebenshilfe e.V. Frankfurt am Main und arbeitet seit über zehn Jahren an der künstlerischen Förderung von Menschen mit Behinderung. Vor zehn Jahren von Christiane Cuticchio gegründet, finden aktuell 18 Künstler dort einen geeigneten Raum für ihr künstlerisches Wirken. Es ist kein Teil einer Werkstatt, sondern ein freies und freiwilliges Kunstatelier. Die Künstler kommen nach der Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder auf dem freien Arbeitsmarkt. „Kunst hat bei uns nur am Rande mit Behinderung zu tun, nur insoweit, wie sie die Biografie eines Künstlers mitbestimmt. Es wird oft übersehen, dass bei der Entstehung eines Werkes bei jedem Einzelnen ein völlig individueller Ansatz da ist. Das ist ernst zu nehmen und genau zu betrachten. Wir achten dabei auf die Qualität und die Substanz des Geschaffenen“, sagt Christiane Cuticchio.
So zum Beispiel Lothar Zaubitzer: Raue Kohlestriche und Kreideflächen ballen sich in seinen Werken zu Gesichtern von starrenden Männern. Oder Georg Vaternahm alias Selbermann, welcher die Kunst der Fotografie mit der Malerei verbindet, wobei er Frauen und Türme bevorzugt abbildet. Oder Annette Voss, die mit ihren filigranen Porträts begeistert. „Mir gefallen unsere Werke hier im Kloster sehr gut - ein schönes Ambiente“, so die Künstlerin.
Der Erfolg von Künstlergruppen wie dem Atelier Goldstein und dem Mariaberger Atelier 5 ist leitend für die gesellschaftliche Anerkennung und die unmittelbare Verbesserung der Lebensumstände der behinderten Künstler. Die gegenseitige Unterstützung ist daher besonders wichtig. Im Jahr 2008 entstand eine erste Zusammenarbeit des Atelier Goldstein mit dem Atelier 5: Der renommierte Mariaberger Künstler Roland Kappel bekam die Möglichkeit, eine umfassende Einzelausstellung seiner Baumaschinen in der damaligen Projektgalerie "Zur Post" des Atelier Goldstein in Frankfurt auszustellen. Es entstand ein Katalog mit Künstlern aus dem Frankfurter Atelier und Roland Kappel als Gastkünstler.
Die Ausstellung im Mariaberger Kloster ist bis zum 5. Juli montags bis dienstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr sowie sonntags von 13.30 – 16.30 Uhr zu besichtigen. Sonntags Eingang durch die Klosterkirche. Weitere Informationen gibt’s bei der Öffentlichkeitsarbeit Mariabergs unter Telfon 07124 923 218.
(Erschienen: 28.04.2010 15:25)
Der Mariaberger Vorstand Michael Sachs begrüßte die Gäste und bekundete seine Freude über die Zusammenarbeit der beiden Ateliers: „Dies sind außergewöhnliche, schöpferische Werke und sie werden sicherlich auch die Mariaberger inspirieren“. Der Mariaberger Künstler Roland Kappel führte die Gäste der Vernissage am Flügel mit „Der Ostertag“ von Kurt Gießen in die Ruhe für das anschließende Künstlergespräch. Teil nahmen die drei Frankfurter Künstler Lothar Zaubitzer, Annette Voss, und Georg Vaternahm alias Selbermann, der Mariaberger Roland Kappel und die Atelierleiter Axel Klöss-Fleischmann (Atelier 5 Mariaberg) und Christiane Cuticchio (Atelier Goldstein Frankfurt am Main). Klöss-Fleischmann betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass Goldstein in Mariaberg ausstellt und berichtete von dessen bisher einzigartigen Platz unter den Ateliers für Menschen mit Behinderung neben den Großkünstlern der internationalen Kunstszene. „Unser Erfolg basiert nicht auf der Idee oder auf finanziellen Mitteln, sondern allein auf der Begabung unserer Künstler“, erklärte Christiane Cuticchio.
Das Atelier Goldstein ist eine Einrichtung der Lebenshilfe e.V. Frankfurt am Main und arbeitet seit über zehn Jahren an der künstlerischen Förderung von Menschen mit Behinderung. Vor zehn Jahren von Christiane Cuticchio gegründet, finden aktuell 18 Künstler dort einen geeigneten Raum für ihr künstlerisches Wirken. Es ist kein Teil einer Werkstatt, sondern ein freies und freiwilliges Kunstatelier. Die Künstler kommen nach der Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder auf dem freien Arbeitsmarkt. „Kunst hat bei uns nur am Rande mit Behinderung zu tun, nur insoweit, wie sie die Biografie eines Künstlers mitbestimmt. Es wird oft übersehen, dass bei der Entstehung eines Werkes bei jedem Einzelnen ein völlig individueller Ansatz da ist. Das ist ernst zu nehmen und genau zu betrachten. Wir achten dabei auf die Qualität und die Substanz des Geschaffenen“, sagt Christiane Cuticchio.
So zum Beispiel Lothar Zaubitzer: Raue Kohlestriche und Kreideflächen ballen sich in seinen Werken zu Gesichtern von starrenden Männern. Oder Georg Vaternahm alias Selbermann, welcher die Kunst der Fotografie mit der Malerei verbindet, wobei er Frauen und Türme bevorzugt abbildet. Oder Annette Voss, die mit ihren filigranen Porträts begeistert. „Mir gefallen unsere Werke hier im Kloster sehr gut - ein schönes Ambiente“, so die Künstlerin.
Der Erfolg von Künstlergruppen wie dem Atelier Goldstein und dem Mariaberger Atelier 5 ist leitend für die gesellschaftliche Anerkennung und die unmittelbare Verbesserung der Lebensumstände der behinderten Künstler. Die gegenseitige Unterstützung ist daher besonders wichtig. Im Jahr 2008 entstand eine erste Zusammenarbeit des Atelier Goldstein mit dem Atelier 5: Der renommierte Mariaberger Künstler Roland Kappel bekam die Möglichkeit, eine umfassende Einzelausstellung seiner Baumaschinen in der damaligen Projektgalerie "Zur Post" des Atelier Goldstein in Frankfurt auszustellen. Es entstand ein Katalog mit Künstlern aus dem Frankfurter Atelier und Roland Kappel als Gastkünstler.
Die Ausstellung im Mariaberger Kloster ist bis zum 5. Juli montags bis dienstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 16 Uhr sowie sonntags von 13.30 – 16.30 Uhr zu besichtigen. Sonntags Eingang durch die Klosterkirche. Weitere Informationen gibt’s bei der Öffentlichkeitsarbeit Mariabergs unter Telfon 07124 923 218.
(Erschienen: 28.04.2010 15:25)


































