Rund um Sigmaringen
„Wenn kein Geld da ist, kann keins ausgegeben werden“
Der Sigmaringer Michael Ströbele schließt sich ganz der Meinung von Doris Schröter, Bürgermeisterin von Bad Saulgau, an. „Wie Frau Schröter bin ich der Meinung, das ganze Projekt sollte nochmal überdacht werden“, sagt der 42-Jährige. Er sei nicht sicher, ob sich so ein Anbau für den Kreis Sigmaringen überhaupt noch lohne. „Es steht doch gar nicht fest, ob der Kreis Sigmaringen auf Dauer weiter besteht“, hält Ströbele fest. „Da muss doch jetzt nicht noch etwas neu gebaut werden. Das Geld könnte man doch bestimmt sinnvoller anlegen.“
Auch Franz Anger findet, dass „17 Millionen Euro zu viel Geld“ für den Anbau sind. „Ich weiß nicht, ob so eine Vergrößerung überhaupt nötig ist“, zweifelt der 48 Jahre alte Sigmaringer. Das Sozialamt habe erst vor kurzem ein neues Gebäude bezogen und jetzt solle es wieder verlegt werden, das verstehe er nicht. „Es stehen außerdem genügend Gebäude in Sigmaringen leer“, bemerkt Anger und fügt hinzu, dass ein Umzug ja noch zusätzliche Kosten verursachen würde.
Die Meinung, dass bereits jetzt genügend Raum in der Stadt zur Verfügung steht und ein Anbau unnötig wäre, teilt auch Gabriele Klingenberg. „Es muss nicht alles an einem Ort zusammengeführt werden“, glaubt die Krauchenwieserin. Und die 47-Jährige bemerkt noch, „wenn kein Geld da ist, kann eben auch keines ausgegeben werden“.
Einen harten Sparkurs empfiehlt auch Josef Kiefer dem Kreistag. „Ich würde sagen, die Kommunen sollten sparen, bis jetzt sparen die ja nur an den kleinen Leuten“, ärgert sich der 77-Jährige. Weiterhin bemerkt der Mengener, „die haben jetzt schon genug Schulden und bis heute sind wir auch ohne diesen Anbau ausgekommen“.
„Ich finde, wir sind bereits genug verwaltet“, sagt Hartwin Nüsser, „da ist eine Erweiterung des Landratsamtes nicht mehr nötig“. Der 63-jährige Mengener führt weiter an, „die Verwaltung hat jetzt schon genügend Räume und es stehen sogar viele leer, das kann man optimieren“. Er hält es für sinnvoll, „die Büros auf ihre Effektivität zu überprüfen“. Dann solle geschaut werden, ob nicht sogar weniger Platz benötigt würde.
Lediglich Renate Sigrist sieht den neuen Anbau für das Landratsamt nicht so kritisch. Sie denkt an die Vorteile für die Mitarbeiter, „für die ist es schon toll, schöne neue Räume und mehr Platz zu bekommen“. Dennoch weist die 20-Jährige darauf hin, dass der Kreis sich bei solchen Projekten finanziell nicht verschätzen solle.
(Erschienen: 09.04.2010 19:25)
Der Sigmaringer Michael Ströbele schließt sich ganz der Meinung von Doris Schröter, Bürgermeisterin von Bad Saulgau, an. „Wie Frau Schröter bin ich der Meinung, das ganze Projekt sollte nochmal überdacht werden“, sagt der 42-Jährige. Er sei nicht sicher, ob sich so ein Anbau für den Kreis Sigmaringen überhaupt noch lohne. „Es steht doch gar nicht fest, ob der Kreis Sigmaringen auf Dauer weiter besteht“, hält Ströbele fest. „Da muss doch jetzt nicht noch etwas neu gebaut werden. Das Geld könnte man doch bestimmt sinnvoller anlegen.“
Auch Franz Anger findet, dass „17 Millionen Euro zu viel Geld“ für den Anbau sind. „Ich weiß nicht, ob so eine Vergrößerung überhaupt nötig ist“, zweifelt der 48 Jahre alte Sigmaringer. Das Sozialamt habe erst vor kurzem ein neues Gebäude bezogen und jetzt solle es wieder verlegt werden, das verstehe er nicht. „Es stehen außerdem genügend Gebäude in Sigmaringen leer“, bemerkt Anger und fügt hinzu, dass ein Umzug ja noch zusätzliche Kosten verursachen würde.
Die Meinung, dass bereits jetzt genügend Raum in der Stadt zur Verfügung steht und ein Anbau unnötig wäre, teilt auch Gabriele Klingenberg. „Es muss nicht alles an einem Ort zusammengeführt werden“, glaubt die Krauchenwieserin. Und die 47-Jährige bemerkt noch, „wenn kein Geld da ist, kann eben auch keines ausgegeben werden“.
Einen harten Sparkurs empfiehlt auch Josef Kiefer dem Kreistag. „Ich würde sagen, die Kommunen sollten sparen, bis jetzt sparen die ja nur an den kleinen Leuten“, ärgert sich der 77-Jährige. Weiterhin bemerkt der Mengener, „die haben jetzt schon genug Schulden und bis heute sind wir auch ohne diesen Anbau ausgekommen“.
„Ich finde, wir sind bereits genug verwaltet“, sagt Hartwin Nüsser, „da ist eine Erweiterung des Landratsamtes nicht mehr nötig“. Der 63-jährige Mengener führt weiter an, „die Verwaltung hat jetzt schon genügend Räume und es stehen sogar viele leer, das kann man optimieren“. Er hält es für sinnvoll, „die Büros auf ihre Effektivität zu überprüfen“. Dann solle geschaut werden, ob nicht sogar weniger Platz benötigt würde.
Lediglich Renate Sigrist sieht den neuen Anbau für das Landratsamt nicht so kritisch. Sie denkt an die Vorteile für die Mitarbeiter, „für die ist es schon toll, schöne neue Räume und mehr Platz zu bekommen“. Dennoch weist die 20-Jährige darauf hin, dass der Kreis sich bei solchen Projekten finanziell nicht verschätzen solle.
(Erschienen: 09.04.2010 19:25)
































