Stadtnachrichten Pfullendorf
Winterreise harmoniert perfekt mit Wetterlage

Von unserem Mitarbeiter Ingo Selle
Es klingt fast wie Zauberei, aber, nur einen Tag nach dem musikalisch intensiv dichten Konzert von Michael Mussler und Maja von Kriegstein, hat der Winter seine Ausreise unterbrochen und ist mit Macht zurück gekehrt. Vielleicht haben die etwa drei Dutzend Besucherinnen und Besucher die Atmosphäre im Kulturcafé voraus schauend deshalb als besonders kuschelig empfunden.
Gut behütet
Der Großstadelhofener Piano-Professor Michael Mussler ist inzwischen eine feste Größe der regionalen Klavierkonzert-Szene. „Maja hat vor zwölf Jahren dort studiert, wo ich Dozent war und inzwischen meine Position an der Hochschule der Künste übernehmen können“, freut sich der musikalische „Ziehvater“ Michael Mussler im SZ-Gespräch vor dem Konzert über die Entwicklung seiner ehemaligen Schülerin.
Maja von Kriegstein, geboren 1977, studierte Kirchenmusik (Musikhochschule in Frankfurt am Main), Schulmusik und Klavierpädagogik (Hochschule der Künste Berlin/ Manhattan School of Music New York) und Philosophie (Humboldt – Universität Berlin). Sie war von 1998 bis 2003 Stipendiatin des evangelischen Studienwerkes Villigst und gewann im Jahr 2000 einen ersten Preis beim Bundeswettbewerb für Schulpraktisches Klavierspiel, das sie bei Michael Mussler studiert hatte.
Maja von Kriegstein lebt als freischaffende Musikerin und Theaterpädagogin in Berlin und ist Dozentin für eben dieses Schulpraktische Klavierspiel an der Musikhochschule Leipzig. Wie kommt nun eine junge und erfolgreiche Klavierkünstlerin plötzlich zur Konzerttrompete? „Ich durfte mit der Trompete bei Michael zu Hause beginnen, als es noch gar nicht gut klang und habe als Anfänger-Trompeterin mit Liedern angefangen, `weil es da noch nicht so hoch geht`.
Inzwischen haben wir uns in das Liedrepertoire aber richtig verliebt. Heute spielen wir deshalb die „Winterreise“, 24 Lieder von Franz Schubert als `Lieber Ohne Worte` in der Hoffnung, dass auch die internationalen Gäste dieses Abends den Gehalt verstehen und, um jedem die Chance zu geben, sich seinen eigenen Reim auf unser Konzert zu machen.“ Sicher hatte jeder Konzertgast sein „Aha-Erlebnis“, denn der weltberühmte Zyklus beinhaltet mehr als nur einen „Ohrwurm“.
Bei aller Musikalität der beiden Tonkünstler ist aber auch „spielerische“ Element nicht zu kurz gekommen: „Jetzt weiß ich endlich, was eine gestopfte Trompete ist“, freute sich in der Pause ein Konzertgast, hatte doch Maja von Kriegstein immer wieder mal den Hecker-Hut ihres Piano-Partners als Schalldämpfer bei besonders zarten Partien benutzt.
(Erschienen: 14.03.2010 14:00)

Von unserem Mitarbeiter Ingo Selle
Es klingt fast wie Zauberei, aber, nur einen Tag nach dem musikalisch intensiv dichten Konzert von Michael Mussler und Maja von Kriegstein, hat der Winter seine Ausreise unterbrochen und ist mit Macht zurück gekehrt. Vielleicht haben die etwa drei Dutzend Besucherinnen und Besucher die Atmosphäre im Kulturcafé voraus schauend deshalb als besonders kuschelig empfunden.
Gut behütet
Der Großstadelhofener Piano-Professor Michael Mussler ist inzwischen eine feste Größe der regionalen Klavierkonzert-Szene. „Maja hat vor zwölf Jahren dort studiert, wo ich Dozent war und inzwischen meine Position an der Hochschule der Künste übernehmen können“, freut sich der musikalische „Ziehvater“ Michael Mussler im SZ-Gespräch vor dem Konzert über die Entwicklung seiner ehemaligen Schülerin.
Maja von Kriegstein, geboren 1977, studierte Kirchenmusik (Musikhochschule in Frankfurt am Main), Schulmusik und Klavierpädagogik (Hochschule der Künste Berlin/ Manhattan School of Music New York) und Philosophie (Humboldt – Universität Berlin). Sie war von 1998 bis 2003 Stipendiatin des evangelischen Studienwerkes Villigst und gewann im Jahr 2000 einen ersten Preis beim Bundeswettbewerb für Schulpraktisches Klavierspiel, das sie bei Michael Mussler studiert hatte.
Maja von Kriegstein lebt als freischaffende Musikerin und Theaterpädagogin in Berlin und ist Dozentin für eben dieses Schulpraktische Klavierspiel an der Musikhochschule Leipzig. Wie kommt nun eine junge und erfolgreiche Klavierkünstlerin plötzlich zur Konzerttrompete? „Ich durfte mit der Trompete bei Michael zu Hause beginnen, als es noch gar nicht gut klang und habe als Anfänger-Trompeterin mit Liedern angefangen, `weil es da noch nicht so hoch geht`.
Inzwischen haben wir uns in das Liedrepertoire aber richtig verliebt. Heute spielen wir deshalb die „Winterreise“, 24 Lieder von Franz Schubert als `Lieber Ohne Worte` in der Hoffnung, dass auch die internationalen Gäste dieses Abends den Gehalt verstehen und, um jedem die Chance zu geben, sich seinen eigenen Reim auf unser Konzert zu machen.“ Sicher hatte jeder Konzertgast sein „Aha-Erlebnis“, denn der weltberühmte Zyklus beinhaltet mehr als nur einen „Ohrwurm“.
Bei aller Musikalität der beiden Tonkünstler ist aber auch „spielerische“ Element nicht zu kurz gekommen: „Jetzt weiß ich endlich, was eine gestopfte Trompete ist“, freute sich in der Pause ein Konzertgast, hatte doch Maja von Kriegstein immer wieder mal den Hecker-Hut ihres Piano-Partners als Schalldämpfer bei besonders zarten Partien benutzt.
(Erschienen: 14.03.2010 14:00)

































